Auch in Zukunft dürfen sich mexikanische Football-Fans über ein Spiel der NFL im Jahr freuen

Die NFL hat den Vertrag, jeweils ein Spiel im Jahr in Mexiko zu veranstalten, um drei Jahre verlängert. Die Liga und das Ministerium für Tourismus haben am Sonntag die Vereinbarung bekanntgegeben, von 2019 bis 2021 jeweils ein Spiel pro Jahr stattfinden zu lassen. Der Deal wurde kurz vor dem Spiel der Raiders gegen die Patriots im Azteca Stadion veröffentlicht. Die Raiders spielten im vergangenen Jahr bereits gegen Houston in Mexiko. Es gibt bisher keine Nachricht darüber, welche Mannschaften in den kommenden Jahren dort spielen werden. Die NFL spielte das erste Ligaspiel in Mexiko City im Jahr 2005, damals traten die 49ers gegen die Cardinals an.

Foto: Imago/ZUMA Press

In Mexiko ist die NFL der Exportschlager

Damals schauten sich 103.000 Zuschauer das Spiel an. Der Markt in Mexiko ist für die NFL riesig: „Wir sind das Land mit den meisten Fans außerhalb der USA“, so Arturo Olive, der NFL-Direktor in Mexiko. Untersuchungen besagen, dass sich in Mexiko mehr als 28 Millionen Menschen für die nordamerikanische Profiliga interessieren. Und 9,9 Millionen dieser Anhänger würden sich selbst als Hardcore Fans bezeichnen. Im Vergleich dazu sind selbst die Formel 1 und Fußball aus dem Rennen. Auch in den kommenden Jahren wird das Aztekenstadion wohl der Schauplatz der NFL-Spiele sein. Dabei gilt dieses Stadion eigentlich als richtiger Fußball-Tempel: Insgesamt wurden hier bereits 19 WM-Spiele ausgetragen, so viele wie in keinem anderen Stadion der Welt. Hier verlor die deutsche Nationalmannschaft das WM Finale 1986 gegen Argentinien. Aber: In Mexiko ist die Begeisterung für diesen Sport nicht nur passiv, wie Patrick Esume in seiner Sendung „Coach’s Corner“ verrät: „Die Mexikaner spielen schon seit 60 oder sogar 100 Jahren College-Football. Die Universitäten sind sehr, sehr gut. Die größte Schule spielt vor 30.000, 40.000 Zuschauern. Der mexikanische Football ist besser, als viele denken.“

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