Green Bay Packers: Feige Morddrohungen an Marquez Valdes-Scantling

Am Sonntag erhielt der Green Bay Packers Receiver Marquez Valdes-Scantling mehrer feige Morddrohungen über diverse soziale Netzwerke, nachdem die Packers sich wegen einem Fumble des Receivers geschlagen geben mussten. Am Dienstag verteidigte Packers-Quarterback Aaron Rodgers seinen Teamkollegen.

Green Bay Packers-Teamkollegen stehen Marquez Valdes-Scantling bei

„Ich würde sagen, das ist extrem unnötig“, sagte Rodgers über die Morddrohungen bei einem Auftritt in der Jim Rome Show. „Ich verstehe die tief verwurzelten Interessen an diesem Spiel und wie wichtig Football für so viele Menschen ist, und es ist natürlich auch für uns wirklich wichtig. Aber ich denke, das ist sehr unnötig. Es tut mir leid, dass er das durchmachen musste. Ich bin sicher, wenn ich mir die sozialen Medien anschauen würde, gäbe es sicher viele Spiele, bei denen mir das ebenfalls passiert wäre.“

Das ist mehr als extrem unnötig. Es ist extrem illegal. Solche Aussagen können im Extremfall sogar schwere strafrechtliche Verfolgungen auslösen. Bei einem Tweet wird dies oft nur mit einem Schulterzucken kommentiert. So sollte es nicht sein. Man muss diese Probleme vor allem in unserem derzeitigen Zeitalter ernst nehmen.

Morddrohungen sind keine Neuheit in der NFL

Bereits Anfang 2012 erhielt der San Francisco 49ers Wide Receiver Kyle Williams Morddrohungen über soziale Medien, nachdem er eine schwache Performance im NFC Championship-Game der 49ers abgeliefert hatte. Die Niederlage gegen die Giants in dieser Partie war dabei natürlich der Grund für die Drohung.

Der Green Bay Packers Wide Receiver Marquez Valdes-Scantling
imago images / ZUMA Wire

„Mein Rat an unsere Jungs wäre, weitestgehend auf die sozialen Medien zu verzichten, egal, ob sie ein tolles, oder ein schlechtes Spiel hatten“, sagte Rodgers.

Abgesehen davon, dass dies nicht wirklich realistisch ist, hält es den Spieler auch davon ab, sich den Drohungen bewusst zu werden. Viele Menschen gehen hierbei davon aus, dass Morddrohungen nicht glaubwürdig sind, dass jeder, der einem anderen ernsthaften Schaden zufügen will, dies einfach ohne Vorwarnung tun würde. Trotzdem rechtfertigt dies eine Morddrohung nicht. Es liegt nämlich immer noch ein Gesetzesbruch vor, der nur darauf abzielt, die betroffene Person zu verängstigen und zu terrorisieren.

Die sozialen Medien werden vor allem für die jungen Spieler zu einer immer größer werdenden Falle, weil anständige und zivilisierte Menschen zugelassen haben, dass sie zu dem geworden sind, was sie jetzt nunmal sind. Wenn bei Kommentaren eine Grenze überschritten wird, sollte auch hier die Verfassung greifen, um Betroffene bestmöglich zu schützen. Viele sind sich aber leider nicht bewusst, welchen Einfluss eine Morddrohung auf einen Betroffenen haben kann. Solch feige Aktionen sollten nämlich keinesfalls geduldet und zugelassen werden. Auch im Internet sollte es Grenzen geben.

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Yannik
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