Mehr Futter für die „Hinknie“ Diskussion in der NFL

Die Diskussionen um das Hinknien einiger NFL-Spieler während des Abspielens der US-amerikanischen Nationalhymne geht weiter. Jetzt schaltete sich wieder die Spielergewerkschaft ein. Es geht um Verteidiger Eric Reid. Die Gewerkschaft meint, die Cincinnati Bengals hätten ihn nur deswegen nicht verpflichtet, weil er den Klubbossen mitgeteilt hat, er wolle während der Nationalhymne knien. Auch Reid selbst hat inzwischen Beschwerde eingereicht, wie der Initiator der ganzen Geschichte, Colin Kaepernick. Dem hat die Beschwerde übrigens nichts genutzt: Noch immer ist er arbeitslos.

Foto: Eric Reid/Imago/ZUMA Press

Auch Reid legte Protest ein

Die Behauptung lässt sich allerdings weder durch die Gewerkschaft, noch durch den Spieler selbst vernünftig belegen. Allerdings könnte beiden ein Tweet des US-Amerikanischen Präsidenten zugutekommen. Der nämlich hatte bei Twitter damit geprahlt, dass Reid und Kaepernick nur deswegen keinen Job mehr haben, weil die Vereine vor ihm, Donald Trump, den Schwanz eingezogen haben. Die Eigentümer selbst können natürlich nach wie vor behaupten, dass es nur sportliche Gründe für die Nichtverpflichtung gebe.

Trump: „Schafft den Hurensohn vom Feld“

Der Grund, warum die Spieler während der Hymne auf dem Spielfeld stehen müssen, ist noch gar nicht so alt. Denn seit 2009 bezahlen Verteidigungsministerium und Nationalgarde dafür, dass es vor den Partien mit fußballfeldgroßen Flaggen, Kampfflugzeugen über den Stadien und Ehrungen verdienter Soldaten sehr patriotisch und militärisch zugeht. Davor sind die Spieler während der Hymne einfach in der Kabine geblieben, und niemanden hat es interessiert. Die NFL hat in dieser Geschichte mit Trump einen mächtigen Gegner, der es mit der political correctness nicht so genau nimmt, wie der Tweet vor einigen Monaten beweist: „Wäre es nicht großartig, wenn ein Klubbesitzer, sollte jemand unsere Flagge nicht respektieren, sagen würde: ,Schafft den Hurensohn vom Feld! Raus! Er ist gefeuert!’“

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