NBC will alles vom Super Bowl übertragen – auch den Spielerprotest

Die US-amerikanische Senderkette NBC überträgt am 4. Februar die 52. Super Bowl im amerikanischen Fernsehen und hat angekündigt, die Proteste der amerikanischen Football Profis während des Abspielens der Nationalhymne nicht auszublenden. Fred Gaudelli, der verantwortliche Produzent für das Finale der National Football League, versicherte dies während einer Veranstaltung in Pasadena. „Wenn du eine Sache live überträgst, dann überträgst du, was passiert. Wenn da also Spieler sind, die sich entscheiden niederzuknien, dann werden sie live gezeigt“, betonte Gaudelli.

Foto: Colin Kaepernick/Imago/ZUMA Press

Protest gegen soziale Missstände

Es geht dabei um die Proteste der NFL-Profis, die seit dem Beginn der laufenden Saison immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Einige Spieler knien sich während des Spielens der Hymne hin, anstatt stehen zu bleiben, wie es in den USA üblich ist. Dadurch drücken sie ihren Protest gegen soziale Missstände und Rassismus aus, außerdem gegen willkürliche Polizeigewalt. Schon im Sommer 2016 war es der ehemalige Quarterback San Franciscos, Colin Kaepernick, der mit seiner Geste eine landesweite Rassismus-Debatte ausgelöst hatte, immerhin sind mehr als die Hälfte aller in der NFL tätigen Profis Afroamerikaner. Bezeichnend ist vor allem, dass NBC extra betonen muss, den Protest nicht weglassen zu wollen.

Für Trump sind die Protestler „Hurensöhne“

Die Aktionen der Spieler lösten Kritik von höchster Stelle aus, so stellt sich der amtierende US-Präsident Donald Trump immer wieder gegen die NFL und deren Spieler. Seiner Meinung nach, müssten alle „Hurensöhne“, die während des Abspielens der Hymne nicht stehen wollen, entlassen werden.

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