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NFL: Es wird nicht verboten, bei der Nationalhymne zu knien

Die Nationalhymne ist in manchen Ländern ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Identität. Das gilt auch in den USA: Dort wird die Hymne sogar vor jeden einzelnen American Football Spiel präsentiert. Die Zuschauer und die Spieler stehen, meist mit der Hand auf dem Herz, und lauschen andächtig oder singen lauthals mit. Doch seit einiger Zeit gibt es einen „Skandal“ in der NFL: Immer häufiger knien sich einzelne Spieler während der heiligen Hymne hin, um so gegen soziale Ungerechtigkeit und Rassismus in den USA zu protestieren. Was sich hierzulande lächerlich anhört, ist in den Staaten ein ernstes Problem, sogar der PROTUS hat sich eingeschaltet: Donald Trump.

Foto: Roger Goodell/Imago/Icon SMI

Über die Verpflichtung von Kaepernick entscheiden die Vereine selbst

Der amerikanische Präsident beschimpfte die Spieler, die während der Hymne knien anstatt zu stehen, als „Hurensöhne“ und verlange von den Klubbossen, diese Athleten zu entlassen. Der erste Spieler, der das machte, war Colin Kaepernick im Jahr 2016 – seither hat er keinen Klub mehr gefunden, der ihn unter Vertrag nehmen möchte. Dagegen klagt der Spieler allerdings derzeit. NFL-Commissioner Roger Goodell hat jetzt klargestellt, dass es Sache der Klubs ist, wen sie unter Vertrag nehmen: „Ich habe schon immer deutlich gesagt, dass alle Klubs individuell über ihren Kader entscheiden müssen“, betonte Goodell am Mittwoch in seiner Rede zur Lage der NFL. „Colin hat bekanntermaßen geklagt, deshalb kann ich nicht spezifisch über diesen Fall sprechen“, so Goodell. „Aber in meinen Augen müssen die Klubs diese Entscheidung treffen. Wir mischen uns als Liga in diese Fragen nicht ein.“ Gleichzeitig werde es die Liga auch nicht zur Pflicht machen, während der Nationalhymne zu stehen.

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