NFL-Spieler dürfen sich weiterhin hinknien, wenn die Hymne gespielt wird

Die National Football League wird ihre Spieler auch in Zukunft nicht dazu verdonnern, während der Nationalhymne stehen zu bleiben. Nach einem zweitägigen Treffen der Liga sagte NFL-Comissioner Roger Goodell am Mittwoch zu Reportern: „Wir finden und erwarten, dass jeder bei der Hymne stehen sollte. Das erwarten auch unsere Fans. Es ist ein wichtiger Teil unserer Grundsätze.“ Allerdings verzichtet die Liga auf das Aufstellen einer formalen Regel, was das Stehen während der Hymne angeht. Goodell bleibt damit auf Kurs. Bereits am 10. Oktober hatte er in einer Mail an alle Teambesitzer diese Haltung veröffentlicht.

Foto: imago/Icon SMI

Keine Reaktion auf die Kritik des Präsidenten

Doch auf die Kritik des US-Präsidenten Donald Trump, der via Twitter das ausbleibende Knie-Verbot als respektlos gegenüber dem Land kritisiert hatte, antwortete Goodell nicht direkt. Er meinte nur, dass die Liga sowie ihre Spieler das Land, die Flagge und die Hymne akzeptieren würden. „Schauen Sie sich Spieler und Teams an. Wir sind sehr stolz auf unser Land, und wir werden das fortsetzen“, sagte er. Goodell sagte, er habe mit Trump bisher nicht über das Thema gesprochen.

Es muss an den sozialen Missständen gearbeitet werden

Die NFL werden auch weiterhin mit den Spielern zusammenarbeiten, um gegen soziale Missstände vorzugehen. Denn dies sei der Hauptgrund für die Proteste der Spieler, so Goodell, dem es wichtig ist, die Gründe für die Proteste zu entfernen. Hintergrund ist, dass viele Spieler sich in den vergangenen Wochen aus Protest vor den ihrer Meinung nach grassierenden sozialen Ungerechtigkeiten sowie der Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA beim Abspielen der Hymne hingekniet haben.

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