NFL und NFLPA einigen sich auf Testhäufigkeit für die kommende Saison

Die NFL und die NFLPA (Spielergewerkschaft) haben eine weitere Vereinbarung in Bezug auf die Maßnahmen zum Schutz der Spieler und Coaches während der globalen COVID-19 Pandemie getroffen. Hierbei geht es um die Testkapazitäten der NFL während der Pre- und Regular Season.

Während den ersten beiden Wochen der Trainingscamps sollen Spieler täglich getestet werden. Danach soll nur noch jeden zweiten Tag getestet werden, falls die Neuinfektionsrate dies zulässt. Dies bedeutet, dass die Testanzahl sinkt, sobald weniger als 5% der Spieler und Mitarbeiter positiv getestet werden. Zudem benötigen die Spieler mehrere negative Tests, bevor es ihnen erlaubt ist die Teameinrichtungen für Trainingseinheiten zu betreten. Hierbei sollte man beachten, dass nicht nur Coaches, Physiologen und Trainer zu diesem Personal gehören, sondern auch General Managers, Scouts etc.

Während die erste Testphase beginnt, dürfen die Teams erste Online-Meetings halten, um bereits im Voraus wichtige Angelegenheiten zu regeln. Die Spieler werden am ersten und am vierten Tag der Trainingscamps getestet, da zwischen diesen beiden Tagen zwei Tage Fernunterricht liegen. Am fünften Tag dürfen die Spieler die Teameinrichtungen betreten. An diesem Tag beginnt ebenfalls das tägliche Testen, welches zwei Wochen andauern wird. Für Veterans, die am 28. Juli erstmals die Teameinrichtungen betreten dürfen gilt: Die ersten Physischen Tests dürfen frühestens am ersten August durchgeführt werden.

NFLPA (Spielergewerkschaft der NFL) Präsident Eric Winston.
imago images / ZUMA wires

Spieler äußern sich negativ über Krisenmanagement der NFL

Die Häufigkeit der Tests ist schon seit Langem ein besonders wichtiges Thema für Spieler, da die Trainingscamps schließlich unmittelbar bevorstehen. Während diesem Wochenende haben sich nämlich bereits einige etablierte Spieler, über die sozialen Medien, negativ zu den nicht vorhandenen Plänen der NFL geäußert. Zu diesen Spielern gehören unter anderem Russel Wilson, Richard Sherman und Drew Brees. Es ist selbstverständlich, dass die Spieler in dieser Situation Kritik äußern. Bis vor kurzem hat die National Football League ihren Spielern keine klaren Informationen, geschweige denn einen validen Plan für die Saison während der Pandemie geboten. Anscheinend wurden ihre Stimmen gehört, da die NFL und die NFLPA in kürzester Zeit große Hürden überwunden haben, um den Spielern eine möglichst reibungslose und sichere Saison zu ermöglichen.

Testkapazitäten fallen dank Einsatz der NFLPA großzügig aus

„Unsere Gewerkschaft hat sich in den vergangenen Wochen für die stärksten Test-, Rückverfolgungs- und Behandlungsprotokolle eingesetzt, um unsere Spieler zu schützen.“, sagte die NFLPA in einem Statement zu der Testhäufigkeit der NFL. „Die Testprotokolle, denen wir zugestimmt haben, sind ein kritisch Faktor, der uns helfen wird, möglichst sicher zur Arbeit zurückzukehren und diese Saison bestmöglich abzuschließen.“

Für Spieler, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, sind bereits detaillierte Protokolle vorhanden. Diese sehen wie folgt aus: Wenn der Test eines Spielers positiv ausfällt und dieser einen asymptomatischen Verlauf vorweisen kann, darf er erst nach zehn Tagen wieder an den Teamaktivitäten teilnehmen. Es sei denn er kann frühestens fünf Tage nach dem positiven Test zwei negative Testergebnisse vorweisen. Diese Tests müssen aber jeweils 24 Stunden auseinanderliegen. Falls der Spieler die für COVID-19 typischen symptome3 vorweist, muss er zehn Tage abwarten und mindestens 72 Stunden frei von Symptomen sein. Nur dann darf er wieder an den Teamaktivitäten teilnehmen.

Des Weiteren sollen die Spieler während den Teamaktivitäten ein Aufzeichnungsgerät tragen, welches die Nähe zu anderen Spielern misst. So soll ein großer Ausbruch verhindert werden, da Kontaktpersonen sofort problemlos gefunden werden können.

Mit dieser Regelung kommen wir dem Start der Regular Season zwar einen großen Schritt näher, aber es gibt immer noch Themen, mit denen man sich beschäftigen muss. Es fehlt zum Beispiel ein ökonomischer Plan, der den Teams helfen soll, die fehlenden Einnahmen abzufangen. Spätestens zum Start der Regular Season muss hier ein Plan bereitstehen, um einen reibungslosen Verlauf zu gewährleisten.