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Präsident Donald Trump sagt traditionellen Empfang des NFL-Champions beleidigt ab

Der „Hymnenstreit“ in den USA ist offenbar noch lange nicht beendet. US-Präsident Donald Trump hat beleidigt darauf reagiert, dass nur eine Handvoll Spieler des Super-Bowl-Champions Philadelphia Eagles am traditionellen Empfang im Weißen Haus teilnehmen wollen – und lud die gesamte Mannschaft daraufhin aus. „Die Philadelphia Eagles können nicht mit ihrem gesamten Team kommen“, wurde Trump in einem Statement zitiert: „Sie streiten mit ihrem Präsidenten, nur weil er darauf besteht, dass sie während der Hymne mit der Hand auf dem Herzen stehen, um die großartigen Männer und Frauen unseres Militärs und die Menschen unseres Landes zu ehren.“

Foto: Donald Trump/Imago/Icon SMI

Hymnenstreit bereits seit zwei Jahren

Ein weiteres, unrühmliches Kapitel zu diesem Thema. Einige Spieler protestieren bereits seit zwei Jahren durch Hinknien während des Abspielens der Hymne vor den Ligaspielen gegen Rassismus und willkürliche Polizeigewalt. Doch der Präsident ist mit dieser Art von Protest nicht einverstanden und beschimpfte die betreffenden Spieler und Teams immer wieder auf teilweise kneipenhafte Art und Weise. Damit ist der, eigentlich, unpolitische Empfang zu einem Symbol geworden, wie tief der Riss innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft inzwischen tatsächlich ist.

Nur zehn Personen hatten zugesagt

Die Planungen für diesen Empfang liefen schon seit mehreren Wochen, erst jetzt konnte ein Termin dafür gefunden werden. Insgesamt sollten 80 Personen aus der Mannschaft und dem Trainerteam kommen, nur zehn hatten zugesagt – ein Affront gegen den Präsidenten.

Bürgermeister Kenney übt Kritik an der Absage Trumps

Der Bürgermeister von Philadelphia, Jim Kenney, übte Kritik an der Absage der Veranstaltung durch Trump. In Philadelphia wurde einst die Unabhängigkeitserklärung der USA sowie die Verfassung beschlossen. Kenney: „Die Eagles sind in der Geburtsstätte unserer Demokratie zu Hause. Deshalb ist es keine Überraschung, dass das Team für das steht, was unser Land und unsere Stadt großartig macht. Die Spieler stehen für die Werte ein, an die sie glauben. Sie repräsentieren die Vielfalt unserer Nation – eine Nation, in der wir frei unsere Meinung sagen können.“

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