Die Dallas Cowboys erkennen die Gewerkschaft ihrer Cheerleader an. Das Team und die Dallas Cowboys Cheerleaders Association bestätigten den Schritt am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit um eine bessere Bezahlung.

Dallas Cowboys Cheerleaders erhalten anerkannte Vertretung

Die Association vertritt die Cheerleader künftig bei Tarifverhandlungen mit den Cowboys. Damit steht fest, wer aufseiten der Tänzerinnen mit dem Team verhandelt. Einen neuen Tarifvertrag oder konkrete Gehaltssätze haben beide Seiten mit der Anerkennung nicht bekannt gegeben. Auch Termine für Verhandlungen wurden nicht genannt.

In ihrer gemeinsamen Erklärung würdigten beide Seiten das Talent und den Einsatz der Cheerleader. Sie bezeichneten die Gruppe als geschätzten Teil der Organisation und verwiesen darauf, dass ein Platz im Team unter Tänzerinnen weltweit begehrt sei.

Wie sich die Bezahlung der Dallas Cowboys Cheerleaders verändert hat

Die Auseinandersetzung um die Vergütung hatte schon vor der Gewerkschaft konkrete Folgen. Ein Vergleich mit einer ehemaligen Cheerleaderin führte 2019 dazu, dass sich die Bezahlung je Spiel auf 400 US-Dollar verdoppelte.

Später wurde eine weitere Erhöhung öffentlich: In der zweiten Staffel der Netflix-Serie „America’s Sweethearts: Dallas Cowboys Cheerleaders“, die 2025 erschien, sprach eine Cheerleaderin von einem Gehaltsplus von 400 Prozent. Diese Angabe bezog sich auf die damalige Erhöhung. Aus der aktuellen Erklärung zur Gewerkschaft geht nicht hervor, wie viel die Tänzerinnen heute verdienen oder welche Vergütung sie als Nächstes anstreben.

Die Buffalo Jills organisierten sich bereits 1995

Die Cowboys haben damit nicht die erste Cheerleader-Gruppe der NFL, die sich gewerkschaftlich organisiert. Die Buffalo Jills erhielten 1995 durch eine Entscheidung der US-Arbeitsbehörde National Labor Relations Board die Möglichkeit, eine Gewerkschaft zu gründen. Anschließend stimmten sie für den Beitritt zur National Football League Cheerleaders Association.