Die Polizei in Southlake hat ihren Einsatz bei einer Auseinandersetzung mit Dez Bryant begründet. Der ehemalige Wide Receiver der Dallas Cowboys kritisiert das Vorgehen der Beamten. Zugleich schildern andere Beteiligte den Beginn des Streits anders als Bryant.
Polizei erläutert Einsatz bei Dez Bryant
Nach der Auseinandersetzung mit Dez Bryant auf einem Parkplatz in Southlake hat die Polizei erklärt, warum ihre Beamten mit gezogenen Waffen eintrafen. Mehrere Anrufer hatten am Sonntag einen Streit und eine mögliche Waffe gemeldet. Polizeisprecher Blas Hernandez zufolge zogen die Einsatzkräfte ihre Dienstwaffen deshalb vorsorglich. Am Ort fanden sie keine Schusswaffen.
Der frühere Wide Receiver der Dallas Cowboys erhielt eine „citation“, eine schriftliche Mitteilung über den Vorwurf „Assault by Contact“. Die Polizei ordnete diesen als „Class C misdemeanor“ ein und ließ Bryant am Ort gehen. Das von OutKick eingesehene Dokument vermerkt ausdrücklich keine Festnahme. Die citation ist keine Verurteilung. Gegen andere Beteiligte stellte die Polizei nach ihren Angaben keine citation aus.
Dez Bryant fordert gründlichere Untersuchung
Bryant räumte im Interview mit OutKick ein, einem Mann das Telefon aus der Hand geschlagen zu haben. Er schilderte, zuvor im Verkehr geschnitten und später bedroht worden zu sein. Ein Mann habe eine Schussdrohung angedeutet, allerdings keine Waffe gezogen. Bryant bezeichnete sein Handeln als Selbstverteidigung.
Seine Kritik richtet sich auch gegen die Untersuchung am Parkplatz: Die Beamten hätten nur einen Ausschnitt des Geschehens berücksichtigt und einseitig ermittelt, sagte er OutKick. Bryant verlangt eine gründlichere Untersuchung. Dass die Polizei eine solche neue Untersuchung beschlossen hat, geht aus ihrer Erklärung nicht hervor.
Andere Beteiligte widersprechen seiner Darstellung
Zwei am Streit beteiligte Männer schilderten FOX 4 einen anderen Beginn der Auseinandersetzung. Sie hätten einander angehupt und für einen Spurwechsel beschleunigt, Bryant aber nicht absichtlich provoziert. Sie warfen ihrerseits Bryant vor, ihnen gedroht zu haben.
FOX 4 berichtet über ein von den Männern bereitgestelltes Video, auf dem Bryant das Telefon wegschlägt. Ob Überwachungskameras auch den Beginn des Geschehens auf dem Parkplatz aufgenommen haben, ist laut dem Sender unklar.
