Die Pittsburgh Steelers geben Cornerback Joey Porter Jr. per Trade an die Dallas Cowboys ab. Beide Teams einigten sich am Abend des 30. September nach US-Zeit, die Cowboys haben den Trade bekanntgegeben. Pittsburgh bekommt dafür zwei Draft Picks: einen Second Round Pick im Draft 2028 und einen Sixth Round Pick im Draft 2027. Damit endet ein Streit um einen neuen Vertrag, der die Steelers seit dem Sommer begleitet hat.
Warum Joey Porter Jr. in Pittsburgh keinen neuen Vertrag bekam
Porter spielt das letzte Jahr seines Rookie Contracts, den er 2023 als Second Round Pick unterschrieben hatte, und wollte vorzeitig verlängern. Laut ESPN stritten beide Seiten vor allem darüber, wie viel Geld im neuen Vertrag garantiert sein sollte. Verhandelt wurde noch wenige Stunden vor dem ersten Saisonspiel gegen die Atlanta Falcons, danach war Schluss: Die Steelers verhandeln während der Regular Season grundsätzlich nicht über Verträge, und General Manager Omar Khan hatte das vorher auch so angekündigt. Mike McCarthy, Head Coach der Steelers, hatte schon in der Offseason offen gesagt, dass die Gespräche zwischen Verein und Spieler festgefahren seien.
Dazu kamen Probleme mit dem Rücken: Am ersten Tag des Training Camps meldete Porter, dass sich eine bestehende Rückenverletzung verschlimmert habe. Er verpasste das ganze Camp und die Preseason und stand auf der PUP List, der Liste für Spieler, die körperlich noch nicht trainieren können, bis die Steelers Ende August ihren 53-Man Roster festlegten. Wenige Tage später deutete er laut NFL.com an, ohne neuen Vertrag in diesem Jahr womöglich gar nicht zu spielen. In den ersten drei Saisonspielen war er inaktiv, für das anstehende Spiel bei den Cleveland Browns hatten ihn die Steelers schon ausgeschlossen.
Was die Cowboys mit Joey Porter Jr. vorhaben
Dallas fehlen Cornerbacks. Cobie Durant fällt laut ESPN wegen einer Zerrung im hinteren Oberschenkel voraussichtlich zum zweiten Mal aus, sein Ersatz Shavon Revel verletzte sich bei der Niederlage gegen die Baltimore Ravens an Knie und Knöchel. Fest gesetzt ist DaRon Bland. Auch bei den Safeties wird es dünn: Am selben Tag wie der Trade setzten die Cowboys Safety Jalen Thompson mit einer Oberschenkelverletzung auf die IR, P.J. Locke stand dort schon. Nach drei Spielen stehen die Cowboys bei einem Sieg und zwei Niederlagen und sind eines von vier Teams, die noch keine Interception gefangen haben.
Jerry Jones, Besitzer und General Manager der Cowboys, hatte am 28. September im Radiosender 105.3 The Fan auf die Frage nach einem möglichen Trade gesagt, man habe alle Entwicklungen im Blick. Über Porter selbst sprach er wegen der Regeln der Liga gegen unerlaubte Kontaktaufnahme nicht.
Mit Joey Porter Jr. holt Dallas einen Spieler, der in Pittsburgh drei Saisons lang Starter war und 41 Spiele von Beginn an bestritt. In dieser Saison hat er allerdings noch kein Spiel gemacht, und wie es um seinen Rücken steht, ist nicht bekannt. Es ist der dritte Trade zwischen beiden Teams in zwei Jahren; zuvor gingen Wide Receiver George Pickens und Offensive Tackle Broderick Jones von Pittsburgh nach Dallas.
Wie es für beide Teams weitergeht
Die Cowboys spielen am Sonntag, 4. Oktober, bei den Houston Texans. Ob Porter dort schon auf dem Feld steht, ist offen. Offen ist auch, ob Dallas ihm den neuen Vertrag gibt, den er in Pittsburgh nicht bekam. Bei den Steelers wechseln sich auf Porters Position außen weiter Asante Samuel Jr., Jamel Dean und Daylen Everette ab. Everette ist ein Third Round Pick aus diesem Jahr.
