June Jones ist gestorben. Die University of Hawaii bestätigte den Tod des früheren Headcoachs der Atlanta Falcons. Mit der Run-and-Shoot hatte Jones sowohl in der NFL als auch im College-Football gearbeitet; die Falcons würdigten nun seinen Beitrag zum Passspiel.
Hawaii bestätigt den Tod von June Jones
Das Footballprogramm der University of Hawaii hat den Tod von June Jones bestätigt. Der frühere Headcoach der Atlanta Falcons starb am Donnerstag, 29. Oktober, im Alter von 73 Jahren. Eine Todesursache nannte die Hochschule in ihrer Erklärung nicht.
Die Falcons würdigten Jones als Visionär des Passspiels. Timmy Chang, der unter ihm Quarterback gespielt hatte und inzwischen Hawaii trainiert, bezeichnete ihn als Vaterfigur und Mentor.
June Jones führte die Falcons in die Playoffs
In Atlanta übernahm Jones nach seiner Zeit als Offensive Coordinator den Posten des Headcoachs. Von 1994 bis 1996 trainierte er die Falcons und erreichte mit Quarterback Jeff George einmal die Playoffs. Später sprang er bei den damaligen San Diego Chargers ein: 1998 betreute er das Team für zehn Spiele als Interimstrainer.
Jones setzte auf die Run-and-Shoot. Vier Receiver, die ihre Routen während des Spielzugs anpassen, gehören zu diesem System. Kennengelernt hatte er es als Quarterback bei Portland State unter Mouse Davis. Jones half anschließend dabei, die Offense im Profi- und College-Football bekannt zu machen.
Mit Hawaii bis in den Sugar Bowl
Jones trainierte Hawaii neun Spielzeiten lang. Als er 1999 übernahm, kam das Team aus einer Saison ohne Sieg. Schon sein erstes Jahr endete mit einer positiven Bilanz und einem Sieg im Oahu Bowl. Mit insgesamt 76 Siegen wurde er zum Trainer mit den meisten Erfolgen in der Geschichte der Hochschule.
2007 gewann Hawaii mit Quarterback Colt Brennan alle zwölf Spiele der regulären Saison und qualifizierte sich für den Sugar Bowl. Dort verlor das Team gegen Georgia mit 10:41. Nach dieser Saison wechselte Jones zu SMU.
