Head Coaches in der NFL müssen die Challenge Flag künftig nicht mehr selbst werfen. Die Liga hat für diese Saison die Formulierung in Rule 15, Section 1 des Regelwerks geändert und erlaubt es, diese Aufgabe an einen Assistenten zu übertragen. Seit Einführung der aktuellen Instant-Replay-Regel im Jahr 1999 durfte ausschließlich der Head Coach eine strittige Entscheidung auf diesem Weg anfechten.

Im Regelwerk heißt es dazu in Article 1 (a): „Der Head Coach oder der vor dem Spiel von ihm benannte Vertreter kann eine Challenge einleiten, indem er eine rote Flagge auf das Spielfeld wirft, bevor der nächste reguläre Snap oder Kick erfolgt.“

Wer die Challenge Flag künftig werfen darf

Ein Head Coach, der die Aufgabe abgeben will, muss das Schiedsrichterteam vor dem Spiel darüber informieren. An der Entscheidung selbst ändert die neue Formulierung nichts. Ob eine Challenge kommt, klären die Coaches in aller Regel mit den Mitarbeitern in der Coaches Booth ab, das letzte Wort hat der Head Coach. Daran dürfte sich auch dann nichts ändern, wenn künftig ein Assistent die Challenge Flag wirft.

Was sich anfechten lässt und was nicht

Jedes Team hat zwei Challenges pro Spiel. Wird eine der ersten beiden Entscheidungen nach der Überprüfung gedreht, kommt eine dritte hinzu.

Der Instant Replay greift unter anderem bei der Frage, wer im Ballbesitz ist, ob Ball oder Spieler den Boden berührt haben, ob ein Spieler im Feld war, ob ein First Down erreicht wurde und wie viele Spieler auf dem Feld standen.

Nicht anfechtbar sind Situationen, die ohnehin automatisch überprüft werden. Dazu zählen alle Scoring Plays, Turnover, gescheiterte Fourth Downs, der Ballbesitz nach einem Kick und Disqualifikationen.