Nick Chubb hat am Freitag einen Eintagesvertrag bei den Cleveland Browns unterschrieben und sich offiziell als Spieler des Teams verabschiedet. Seinen Rücktritt hatte der 30-Jährige bereits im August angekündigt. Am Sonntag wollen ihn die Browns beim Heimauftakt gegen die Carolina Panthers ehren. Für Chubb ist die Rückkehr nach Cleveland eine Gelegenheit, mit dem verletzungsbedingten Ende seiner Zeit dort abzuschließen.
Ein Abschied vor den Fans der Browns
Sieben seiner acht NFL-Saisons verbrachte Chubb in Cleveland; seine letzte spielte er 2025 für die Houston Texans. Auf der Pressekonferenz am Freitag bezeichnete er das damalige Ende bei den Browns als traurig. Wieder im Stadion zu sein, gut gelaunt und auf den Beinen, helfe ihm und allen anderen, damit abzuschließen. Bei der Ehrung am 27. September erwartet er einen emotionalen Tag, diesmal als Zuschauer.
Warum ihm dieser Abschied so viel bedeutet, lässt sich an seinen letzten beiden Spielzeiten in Cleveland ablesen. In Week 2 der Saison 2023 verletzte er sich gegen die Pittsburgh Steelers schwer am linken Knie. Er verpasste den Rest der Saison und die ersten sechs Spiele des folgenden Jahres. Nach seiner Rückkehr kam er 2024 noch auf acht Einsätze, ehe eine Fußverletzung seine Saison erneut vorzeitig beendete.
Chubb sagte auf der Pressekonferenz, er habe sich damit abfinden müssen, dass seine Laufbahn diesen Verlauf genommen habe. So habe er sie sich nicht zu Ende gewünscht.
Nick Chubb liegt in Cleveland hinter Brown und Kelly
Die Browns hatten Chubb im Draft 2018 an Position 35 aus Georgia geholt. Mit 6.843 Rushing Yards für Cleveland steht er in der Vereinsgeschichte auf Platz drei, hinter Jim Brown und Leroy Kelly. Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt. Von 2019 bis 2022 lief er in jeder Saison für mehr als 1.000 Yards; 2022 erreichte er mit 1.525 Yards seinen persönlichen Höchstwert.
Als liebste Erinnerung an seine Zeit bei den Browns nannte Nick Chubb den Auswärtssieg gegen Pittsburgh in der Wild Card Round der Saison 2020. Trotz der Umstände während der Pandemie sei diese Spielzeit für ihn besonders schön gewesen. Der Playoff-Sieg über den Rivalen blieb ihm dabei am stärksten in Erinnerung.
