Allen Lazard ist Wide Receiver der New York Jets – ein Spieler, der auf dem Feld durch Größe, sichere Hände und Spielintelligenz überzeugt. Doch was ihn wirklich besonders macht, ist sein Weg in die NFL. Während viele seiner Teamkollegen schon früh als Supertalente galten, kämpfte Lazard lange um Anerkennung. Heute ist er fester Bestandteil der Jets-Offense und ein Beispiel dafür, wie aus Außenseitern Leistungsträger werden. Sein Motto: Wer sich durchbeißt, kann alles erreichen.
Diese Rolle als erfahrener, vielseitiger Receiver bei den Jets kommt nicht von ungefähr. Lazard musste sich jeden einzelnen NFL-Snap hart verdienen. Kaum einer hatte ihn nach dem College auf der Rechnung. Doch genau das wurde zum Antrieb für eine Karriere, die zeigt, wie weit man mit Entschlossenheit und harter Arbeit kommen kann.
Wie wurde aus dem einst übersehenen Receiver aus Iowa ein unverzichtbares Element im Angriff der Jets? Der rote Faden dieser Geschichte: Allen Lazard war immer der Außenseiter – und hat sich mit jeder Station neu bewiesen.
Vom Nobody zum Stammspieler: Der lange Weg in die NFL
Direkt nach dem Draft stand Lazard ohne Vertrag da. Kein Team hatte ihm einen Platz angeboten. Für viele wäre das das Ende des NFL-Traums gewesen. Nicht für Lazard. Die Jacksonville Jaguars gaben ihm als Undrafted Free Agent eine Chance – aber nur im Practice Squad. Dort hieß es Woche für Woche: zeigen, dass man mehr kann als nur Trainingspartner zu sein. Die Unsicherheit war ständiger Begleiter. Ein einziger Fehler, und der Traum wäre vorbei gewesen.
Doch Lazard blieb dran. Nach wenigen Monaten folgte der Wechsel zu den Green Bay Packers. Auch dort startete er im Practice Squad, wieder als einer von vielen. Doch in Green Bay bekam er erstmals die Gelegenheit, sich im aktiven Kader zu beweisen. Mit jedem Training, mit jedem Einsatz in der Offense, arbeitete er sich nach oben. Die Coaches merkten schnell: Hier ist jemand, der nicht nur Talent, sondern auch Biss hat. Lazard nutzte jede Gelegenheit – und wurde schließlich Stammspieler.
Diese Entwicklung kam nicht von ungefähr. Der Grundstein wurde schon früh gelegt – in seiner High-School- und College-Zeit, wo Lazard immer wieder zeigen musste, dass er mehr kann als andere ihm zutrauten.
Wurzeln eines Kämpfers: Von Iowa in die NFL
Der Weg von Allen Lazard begann in Urbandale, Iowa. Schon als Kind war Football ein fester Teil seines Lebens. Sein Vater, Kevin Lazard, hatte selbst an der Iowa State University gespielt und gab ihm das sportliche Rüstzeug mit. In der Urbandale High School sammelte Allen Auszeichnungen und Rekorde – ein Star in seiner Heimatstadt. Doch national blieb er ein Geheimtipp.
Auch an der Iowa State University überzeugte Lazard: 241 Passfänge, 3.360 Yards, 26 Touchdowns – dazu zwei Mal ins First-Team All-Big 12 gewählt. Er stellte Schulrekorde auf, wurde zum Gesicht der Offense. Trotzdem: Beim NFL-Draft blieb sein Name ungenannt. Scouts lobten seine Größe und Ballkontrolle, zweifelten aber an seiner Geschwindigkeit und Explosivität. Für Lazard bedeutete das: Der harte Kampf um Anerkennung ging weiter.
Nach dem College folgte der Sprung zu den Jacksonville Jaguars – und der Start ins NFL-Leben als Undrafted Free Agent. Keine Garantien, keine Versprechen. Nur die Möglichkeit, sich durch Leistung zu empfehlen. Doch genau das zog sich wie ein roter Faden durch seine Karriere: Immer wieder unterschätzt, immer wieder gezwungen, mehr zu zeigen als andere.
Doch der Wechsel zu den Green Bay Packers sollte alles ändern. Dort bekam Lazard seine erste echte Chance – und nutzte sie.
Die Chance bei den Packers: Wie ein Underdog zum Leistungsträger wurde
Der Wechsel nach Green Bay war für Lazard der entscheidende Schritt. Anfangs wieder nur im Practice Squad, arbeitete er sich in die Offense der Packers hoch. Schon in seiner ersten vollen Saison im aktiven Kader zeigte er, dass auf ihn Verlass ist. Mit sicheren Catches, präzisen Routen und seinem Einsatz im Blocking wurde er zu einem wichtigen Ziel für den Quarterback. Die Fans in Green Bay erkannten schnell: Hier spielt jemand, der für jedes Yard kämpft.
In diesen Jahren entwickelte sich Lazard zu einem der zuverlässigsten Receiver der Packers. Touchdowns, Big Plays, entscheidende Catches in engen Spielen – immer wieder war er zur Stelle, wenn es darauf ankam. Seine Statistiken stiegen: Saison für Saison mehr Yards, mehr Receptions, mehr Verantwortung. Die Coaches vertrauten ihm auch in kritischen Situationen. Lazard war kein Star im klassischen Sinn, aber ein Spieler, auf den man bauen konnte.
NFL-Station | Passfänge | Yards | Touchdowns |
---|---|---|---|
Green Bay Packers | 168 | 2.216 | 20 |
New York Jets | 61 | 861 | 7 |
Die Zahlen zeigen: Lazard hat sich bei zwei NFL-Teams durchgesetzt. Doch seine größte Stärke bleibt das, was nicht in der Statistik steht – der unbedingte Wille, sich immer wieder zu beweisen. Diese Eigenschaft macht ihn auch für die New York Jets so wertvoll.
Neustart bei den Jets: Erfahrung, Verantwortung, neue Ziele
Nach mehreren Jahren in Green Bay folgte der Wechsel zu den New York Jets. Mit einem langfristigen Vertrag und klaren Erwartungen wurde Lazard zum wichtigen Baustein in der Jets-Offense. Hier zählt er zu den erfahrenen Anspielstationen, die den Quarterbacks Sicherheit geben – besonders in engen Spielen oder bei dritten Versuchen. Seine Rolle geht aber weit über das reine Fangen von Pässen hinaus: Lazard blockt für das Laufspiel, übernimmt Verantwortung im Team und gibt jüngeren Spielern Orientierung.
Seine Statistiken bei den Jets sprechen für sich: Über 800 Yards und sieben Touchdowns in den ersten beiden Jahren. Noch wichtiger ist aber, wie er sich ins Team einbringt. Lazard ist kein Lautsprecher, sondern ein Arbeiter. Einer, der mit Leistung vorangeht. Die Coaches schätzen seinen Einsatz, die Mitspieler seinen Teamgeist. Auch abseits des Feldes engagiert sich Lazard – zum Beispiel in Projekten für Jugendliche in seiner Heimat Iowa.
Heute profitiert er von all den Erfahrungen, die er als Underdog gesammelt hat. Jeder Rückschlag, jede Entlassung, jedes Training im Practice Squad hat ihn stärker gemacht. Genau das macht ihn für die Jets so wertvoll – und lässt erahnen, dass sein Weg noch längst nicht zu Ende ist.
Mehr als nur ein Spieler: Lazards Vermächtnis
Allen Lazard ist nicht nur ein NFL-Receiver. Er ist Vorbild für alle, die in ihrer Karriere nicht den geraden Weg gehen. Sein Werdegang zeigt: Es braucht keinen perfekten Start, um Großes zu erreichen. Familie und Heimat sind Lazard wichtig – sein Vater hat ihm den Sport nähergebracht, seine Wurzeln in Iowa prägen ihn bis heute. Auch akademisch hat er an der Iowa State University überzeugt. Lazard ist jemand, der nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon Verantwortung übernimmt.
Sein Engagement für junge Sportler, seine Bodenständigkeit und die Verbundenheit zu seiner Heimat heben ihn von vielen NFL-Profis ab. Lazard ist einer, der nie vergisst, woher er kommt – und gerade deshalb für viele ein Vorbild ist. Sein Beispiel macht Mut: Wer dranbleibt, kann es bis ganz nach oben schaffen.
Persönliche Daten | Werte |
---|---|
Größe | 1,96 Meter |
Gewicht | 103 Kilogramm |
College | Iowa State University |
NFL-Passfänge gesamt | 229 |
NFL-Yards gesamt | 3.077 |
NFL-Touchdowns gesamt | 27 |
Vertrag Jets | 4 Jahre, 44 Millionen Dollar |
College-Auszeichnungen | 2x First-Team All-Big 12 |
Die Tabelle fasst die wichtigsten Fakten aus Lazards Karriere zusammen – von den körperlichen Voraussetzungen über die Statistiken bis zu den Auszeichnungen. Doch hinter den Zahlen steckt vor allem eine Geschichte: die eines Spielers, der sich nie mit der Außenseiterrolle abgefunden hat.
Der Wert von Beharrlichkeit: Lazards Weg als Inspiration
Allen Lazard ist das Gesicht einer besonderen NFL-Geschichte. Sein Weg führt vom übersehenen Receiver aus Iowa über den harten Kampf im Practice Squad bis zum Leistungsträger bei den New York Jets. Jeder Abschnitt seiner Karriere erzählt von Rückschlägen, Chancen und dem Willen, niemals aufzugeben.
Für die Jets ist Lazard heute viel mehr als nur ein Receiver. Er steht für Zuverlässigkeit, Einsatz und Teamgeist. Für junge Spieler zeigt sein Beispiel: Auch ohne perfekte Voraussetzungen kann man in der NFL bestehen. Wer sich nicht von Rückschlägen entmutigen lässt und bereit ist, immer wieder an sich zu arbeiten, kann es vom Außenseiter zum Stammspieler schaffen.
Am Ende bleibt bei Allen Lazard vor allem eines hängen: Sein Weg ist der beste Beweis dafür, dass die NFL auch Platz für Kämpfer hat. Nicht jeder wird zum Superstar – aber jeder kann mit der richtigen Einstellung ein wichtiger Teil seines Teams werden. Lazard hat es vorgemacht. Sein Weg ist noch nicht zu Ende – doch schon jetzt ist klar: Er hat sich seinen Platz in der NFL mehr als verdient.