Beau Brade

Position
Safety
Aktuelles Team
Gewicht
209 lbs
Größe
6' 0"
Age
22
College
Maryland

Beau Brade spielt als Safety für die Baltimore Ravens – und ist damit genau dort angekommen, wo er immer hinwollte. Der gebürtige Clarksville-Native steht bei seinem Heimatteam unter Vertrag, hat sich als Undrafted Rookie einen Platz im 53-Mann-Kader erarbeitet und agiert vor allem in den Special Teams. Was ihn auszeichnet? Brade ist nicht nur ein Spieler mit lokalem Bezug, sondern ein echter Kämpfer: Vom unauffälligen High-School-Star über die College-Jahre bis zum NFL-Debüt verlief sein Weg alles andere als gradlinig. Seine Geschichte zeigt, wie viel Mut und Beharrlichkeit es braucht, um im Profi-Football Fuß zu fassen – und wie aus einem Außenseiter ein Lokalheld werden kann.

Heute steht Brade in seiner zweiten NFL-Saison bei den Ravens unter Vertrag. Nach einer leichten Knöchelverletzung im Sommer ist er wieder fit und bereit für die nächsten Aufgaben. Die Coaches setzen weiterhin auf seinen Einsatzwillen – vor allem in den Special Teams, aber auch als Backup-Safety mit Perspektive auf mehr. Doch wie konnte ausgerechnet ein unscheinbarer Safety aus Maryland diesen Sprung schaffen? Wie wurde aus Beau Brade der Spieler, der heute den Traum so vieler Football-Kids in seiner Heimat lebt?

Ein Traum nimmt Fahrt auf – Brades Durchbruch als Underdog

Jeder NFL-Spieler erinnert sich an den Moment, in dem sich alles ändert. Für Beau Brade war es die Aufnahme in den 53-Mann-Kader der Baltimore Ravens. Noch ein Jahr zuvor hatte ihm kaum jemand diese Chance zugetraut. Ohne große Vorschusslorbeeren, ohne Draft-Status, ohne Garantien – Brade ging als Undrafted Rookie ins Camp. Die Konkurrenz war riesig, die Erwartungen überschaubar. Doch genau das reizte ihn: „Ich wusste, dass ich meine Chance nutzen muss, wenn sie kommt. Für mich gab es keinen Plan B“, sagte er später.

In den Wochen vor Saisonstart lieferte Brade ab – im Training wie in den Preseason-Spielen. Seine Bilanz: 19 Tackles, davon zwei für Raumverlust, und ein erzwungener Fumble. Die Coaches lobten seinen Einsatz, seine Lernbereitschaft und seine Vielseitigkeit. Am Ende stand sein Name tatsächlich auf der finalen Kaderliste. Kurz darauf durfte er erstmals für die Ravens auflaufen – ein Moment, der für Brade mehr bedeutete als jeder College-Erfolg. „Hier aufzulaufen, wo ich aufgewachsen bin – das ist mehr als nur Football. Das ist mein Traum“, so Brade.

Doch dieser Durchbruch kam nicht aus dem Nichts. Wer Brades Karriere verfolgt hat, weiß: Der Grundstein für diesen Erfolg wurde schon viel früher gelegt. Sein Weg ins NFL-Aufgebot der Ravens ist die Geschichte eines Spielers, der sich nie mit dem Naheliegenden zufriedengab.

Vier Jahre Anlauf – Von der High School bis zum Sprung in die NFL

Beau Brade wuchs in Clarksville, Maryland, auf und besuchte die River Hill High School – keine fünfzig Kilometer vom heutigen Ravens-Stadion entfernt. Schon als Teenager machte er auf sich aufmerksam: 450 Tackles, 107 davon in seinem Abschlussjahr, 6 Interceptions, 7 erzwungene Fumbles – dazu über 1.300 Yards und 11 Touchdowns in der Offense. 2019 wurde er zum Defensive Player of the Year seiner Region gewählt. Doch trotz dieser Zahlen blieb er für viele Scouts ein unbeschriebenes Blatt. Die großen Programme riefen nicht an, stattdessen entschied er sich für die University of Maryland.

Auch im College musste Brade Geduld beweisen. In seiner ersten Saison kam er nur sporadisch zum Einsatz. Erst im zweiten Jahr fand er langsam seinen Rhythmus, setzte Akzente in den Special Teams und sammelte erste wichtige Erfahrungen als Backup-Safety. Sein Durchbruch folgte in Jahr drei: Plötzlich führte er das Team mit 85 Tackles an, stellte einen persönlichen Rekord mit 15 Tackles in einem Spiel auf und sicherte sich seine erste Interception für die Terrapins. Brade wurde zum Leader der Defense, zum Ansprechpartner für die Jüngeren – und zum Hoffnungsträger für die NFL.

Doch beim NFL Draft blieb sein Name unerwähnt. Keine Auswahl, keine Garantie, kein Vertrag – für viele Spieler das Ende des Traums. Für Brade war das nur ein weiterer Ansporn. „Ich wusste, dass ich mehr zeigen muss als andere. Aber ich wusste auch, dass ich das kann“, sagte er später. Kurz danach kam das Angebot der Ravens: Undrafted Free Agent, Einladung ins Camp, ein letzter Versuch. Brade nahm an – und setzte alles auf eine Karte.

Karriere-Abschnitt Leistungsdaten
High School (River Hill) 450 Tackles, 6 Interceptions, 7 Forced Fumbles, 11 Offense-TDs
College (Maryland) 85 Tackles (Saisonbestwert), 15 Tackles in einem Spiel, 1 Interception
Preseason (Ravens) 19 Tackles, 2 Tackles for Loss, 1 Forced Fumble

Die Zahlen belegen: Brade war nie der spektakulärste Spieler, aber einer, auf den sich Coaches immer verlassen konnten. Seine Entwicklung ist das Ergebnis harter Arbeit – und der Fähigkeit, Rückschläge als Motivation zu nutzen. Gerade diese Mentalität half ihm, im entscheidenden Moment abzuliefern.

Der entscheidende Sommer – Wie Brade sich ins Team kämpfte

Im Camp der Ravens ging es für Beau Brade um alles. Die Konkurrenz auf der Safety-Position war groß, die Special Teams heiß umkämpft. Brade wusste, dass er sich mit jedem Snap neu empfehlen musste. Seine Preseason-Leistungen sprachen für sich: Mit 19 Tackles gehörte er zu den auffälligsten Defensivspielern unter den Rookies, dazu kam ein forciertes Fumble – ein klares Statement an die Coaches. In den Meetings überzeugte er mit Disziplin und Spielverständnis, auf dem Feld mit Energie und Hartnäckigkeit.

Doch es blieb eng. Nur wenige Undrafted Rookies schaffen es überhaupt, den Sprung ins aktive Aufgebot zu machen. Brade aber ließ nicht locker. Auch eine leichte Knöchelverletzung bremste ihn nicht aus. Im Gegenteil: Nach kurzer Pause meldete er sich fit zurück und zeigte erneut, warum er für das Team wertvoll ist. Die Entscheidung der Coaches fiel schließlich zu seinen Gunsten – nicht zuletzt, weil Brade als Local Hero auch die Fans hinter sich wusste.

  • 19 Tackles in der Preseason
  • 2 Tackles for Loss
  • 1 Forced Fumble
  • Platz im 53-Mann-Kader als Undrafted Rookie

Diese Zahlen sind mehr als nur Statistik. Sie zeigen, wie viel Einsatz und Leidenschaft in Brades Spiel steckt. Für Head Coach John Harbaugh war klar: „Beau hat sich alles selbst erarbeitet. Er ist ein Vorbild für jeden jungen Spieler, der an seinen Traum glaubt.“ Heute gilt Brade als einer der wenigen Undrafted Spieler, die es im aktuellen Jahrgang in den Kader geschafft haben. Seine Geschichte macht Mut – nicht nur in Maryland.

Zwischen Special Teams und Defensive: Brades Rolle heute und sein Blick nach vorn

Nach seinem Sprung ins NFL-Aufgebot war Beau Brade zunächst vor allem in den Special Teams gefragt. Als Gunner, Blocker oder beim Kickoff – überall dort, wo Einsatz und Zuverlässigkeit zählen, ist Brade zur Stelle. Gleichzeitig arbeitet er daran, sich auch als Safety in der Defensive zu empfehlen. Die Coaches schätzen seine Vielseitigkeit, seine Lernbereitschaft und seine Teamorientierung. Verletzungsbedingt musste er zuletzt kurz pausieren, meldete sich aber schnell wieder einsatzbereit.

Sein Vertrag läuft weiter, Details bleiben wie bei vielen Undrafted Rookies unter Verschluss. Klar ist: Brade will mehr. Sein Ziel ist es, sich mehr Spielzeit in der Defense zu erarbeiten – und langfristig als Stammspieler für die Ravens aufzulaufen. Für viele Fans ist er schon jetzt ein Symbol dafür, was möglich ist, wenn man nie aufgibt. „Ich will zeigen, dass es egal ist, wo du herkommst oder ob du gedraftet wurdest. Es zählt nur, was du bereit bist zu investieren“, sagt Brade.

Seine Geschichte ist damit längst nicht zu Ende erzählt. Im Gegenteil: Brade steht erst am Anfang seiner NFL-Karriere – und hat schon jetzt mehr erreicht, als viele für möglich hielten. Für die Ravens ist er eine wertvolle Ergänzung im Kader, für die Region Maryland ein echtes Vorbild. Sein Weg von Clarksville ins NFL-Trikot der Baltimore Ravens beweist, dass der Traum vom Football-Profi auch ohne große Namen Realität werden kann. Und dass manchmal genau die Underdogs am Ende die größten Geschichten schreiben.

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