Ben Cleveland

Position
Guard
Aktuelles Team
Gewicht
360 lbs
Größe
6' 6"
Age
26
College
Georgia
Experience
4

Ben Cleveland spielt heute eine Rolle, die in der NFL selten im Rampenlicht steht, aber für jedes Spitzenteam Gold wert ist. Als erfahrener Backup-Guard bei den Baltimore Ravens sorgt er für Tiefe in einer der besten Offensive Lines der Liga. Nach seinem neuen Vertrag bleibt er ein fester Bestandteil des Teams – nicht als Star, sondern als Anker im Hintergrund. Cleveland ist der Typ Spieler, der bereitsteht, wenn es darauf ankommt. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach.

Wer Cleveland beobachtet, erkennt sofort: Hier steht ein Spieler, der seine Aufgabe kennt – und sie auch dann erfüllt, wenn die Scheinwerfer aus sind. Seine Vielseitigkeit macht ihn für die Ravens unverzichtbar, besonders wenn die Starter ausfallen oder Spezialaufgaben anstehen. Doch wie wurde aus einem Drittrundenpick, der jahrelang auf seinen Durchbruch wartete, ein wichtiger Rollenspieler? Die Antwort liegt in Clevelands Geduld, seiner Entwicklung – und in einem Jahr, das alles verändert hat.

Diese Geschichte beginnt nicht mit Ruhm und Rekorden. Sie beginnt mit kleinen Schritten, mit Rückschlägen und mit der Bereitschaft, Chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten. Genau das zeigte Cleveland in seiner vierten NFL-Saison, als er zum ersten Mal wirklich Spuren hinterließ.

Chancen nutzen, wenn sie kommen – Clevelands Durchbruchsmoment

Die Saison, in der Ben Cleveland zum ersten Mal aus dem Schatten trat, war geprägt von seiner Zuverlässigkeit und einem besonderen Highlight. Er stand in allen Spielen der regulären Saison auf dem Feld, meist als Backup, aber immer bereit, einzuspringen und seinen Job zu machen. Der Moment, der seinen Namen endgültig im Team verankerte, kam gegen die Washington Commanders: Cleveland blockte einen Field-Goal-Versuch – eine Aktion, die den knappen Sieg der Ravens sicherte.

Solche Szenen sind selten für O-Liner, die sonst im Verborgenen arbeiten. Doch genau dieser Block war das Symbol für Clevelands Entwicklung. Er hatte sich das Vertrauen der Coaches erarbeitet, weil er in jeder Situation bereit war, Verantwortung zu übernehmen. In einer Offensive Line, die von Verletzungen nie verschont bleibt, ist so ein Backup mehr als nur ein Lückenfüller – er ist die Lebensversicherung der Quarterbacks.

Diese Leistung kam nicht von ungefähr. Der Grundstein wurde schon früh gelegt, lange bevor Cleveland im NFL-Trikot auflief. Um zu verstehen, wie aus dem stillen Reservisten ein verlässlicher Faktor wurde, lohnt sich der Blick zurück auf seinen Weg von Georgia nach Baltimore.

Vier Jahre Anlauf – Von Toccoa nach Baltimore

Ben Cleveland wuchs in Toccoa im US-Bundesstaat Georgia auf. Schon in der High School war er mehr als nur ein Footballspieler: Baseball, Football, Kraftsport – Clevelands Vielseitigkeit zeigte sich früh. Seine Statur – fast zwei Meter groß, über 160 Kilo schwer – war schon damals beeindruckend. Doch Größe allein reicht nicht. Cleveland musste lernen, Geduld zu haben und an sich zu arbeiten.

An der University of Georgia reifte er zum Starter heran, obwohl er sich zunächst hinten anstellen musste. In seiner letzten College-Saison wurde Cleveland mit Auszeichnungen belohnt, die in der SEC Gewicht haben: All-SEC First Team, Third-Team All-American. Sein Spiel zeichnete sich durch Kraft, Technik und Konstanz aus. Trotzdem war klar, dass er in der NFL einen langen Atem brauchen würde.

Die Ravens wählten ihn in der dritten Runde des Drafts. Die Erwartungen waren hoch, Cleveland galt als potenzieller Starter. Doch die Realität im Profi-Football ist härter als jeder College-Alltag. In seinen ersten Jahren kam Cleveland nur sporadisch zum Einsatz, meist als Backup. Gelegentlich stand er in der Startformation, aber der Sprung zum festen Starter blieb aus. In diesen Phasen lernte er, was es heißt, im Schatten zu arbeiten und trotzdem bereit zu sein.

Dass Cleveland nie aufgab, zahlte sich aus. Nach vier Jahren in Baltimore war er zwar noch kein Stammspieler, aber längst mehr als nur eine Notlösung. Doch dann kam ein Rückschlag, der alles hätte beenden können.

Vertrauen trotz Fehltritt – Die Ravens setzen auf Cleveland

Jeder NFL-Profi weiß: Ein Fehltritt abseits des Platzes kann die Karriere schneller beenden als eine Verletzung. Für Cleveland wurde das zur bitteren Realität, als er in Georgia wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss festgenommen wurde. Die Kritik war groß, die Ungewissheit noch größer. Viele fragten sich, ob die Ravens ihm noch eine Chance geben würden.

Doch Baltimore entschied sich für Vertrauen. Nach dem Vorfall verlängerte das Team seinen Vertrag – ein klares Signal: Die Ravens schätzen nicht nur Clevelands Fähigkeiten, sondern auch seinen Charakter. Für Cleveland war das ein Weckruf. Er übernahm Verantwortung, konzentrierte sich auf seine Aufgaben und zeigte, dass er aus Fehlern lernen kann.

Diese Haltung blieb im Team nicht unbemerkt. Kollegen und Coaches lobten seine Einstellung, seine Bereitschaft, sich jeder Aufgabe zu stellen. Cleveland wurde zum Vorbild für andere Spieler, die nicht immer im Rampenlicht stehen, aber für den Erfolg einer Mannschaft unverzichtbar sind.

Heute profitiert er von diesen Erfahrungen. Die Ravens wissen, was sie an ihm haben: Ein Spieler, der nach Rückschlägen wieder aufsteht und bereit ist, mehr zu leisten als von ihm verlangt wird.

Rolle mit Perspektive – Was bringt die Zukunft?

Aktuell ist Cleveland als erfahrener Backup-Guard gesetzt. Er kennt das System, er kennt die Anforderungen – und er weiß, wie schnell sich in der NFL alles ändern kann. Die Offensive Line der Ravens gilt als eine der besten der Liga, doch Verletzungen oder Formschwankungen können jeden treffen. Cleveland ist der Mann, der dann übernimmt. Seine Vielseitigkeit auf Guard macht ihn zum Joker, wenn es eng wird.

Nach seinem neuen Vertrag hat Cleveland Planungssicherheit – und die Chance, sich weiter zu beweisen. Die Coaches wissen, dass sie sich auf ihn verlassen können, egal ob er von Beginn an spielt oder kurzfristig einspringt. Für viele ist er der Inbegriff eines "Role Players": Nicht der Star, aber der, der da ist, wenn es zählt.

Ob Cleveland den Sprung zum festen Starter schafft, bleibt offen. Klar ist aber: Seine Geschichte zeigt, wie wertvoll Geduld, Selbstkritik und Einsatzbereitschaft in der NFL sind. Für viele junge Spieler ist er ein Beispiel dafür, dass es nicht immer der direkte Weg zum Erfolg ist, der am Ende zählt.

Fakten zu Ben Cleveland Details
Position Guard (Offensive Line)
Größe/Gewicht 1,98 m / 163 kg
NFL-Draft 3. Runde, Pick 94 (Baltimore Ravens)
Spiele/Starts (bis Saisonende 2024) 54 Spiele / 7 Starts
College University of Georgia (All-SEC, Third-team All-American)
Besonderes Highlight Blockierter Field Goal gegen Washington
Vertragsstatus Neuer Vertrag bei den Ravens (Details nicht veröffentlicht)
Geburtsort Toccoa, Georgia

Diese Zahlen zeigen: Cleveland bringt alles mit, was man für eine lange NFL-Karriere braucht. Seine College-Auszeichnungen belegen sein Talent, seine NFL-Statistiken seine Zuverlässigkeit. Der blockierte Field Goal bleibt sein persönliches Ausrufezeichen – ein Moment, der selten ist für einen O-Liner und der zeigt, wie wichtig jede einzelne Aktion eines Rollenspielers sein kann.

Das Fundament hinter der Karriere – und was bleibt

Ben Cleveland hat nie den einfachen Weg gewählt. Er kam nicht als Überflieger in die NFL, sondern als Arbeiter, der sich über Jahre beweisen musste. Seine Zeit an der University of Georgia, seine Geduld auf der Bank in Baltimore, sein Umgang mit Rückschlägen – all das hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist: Ein verlässlicher Stützpfeiler in der Tiefe des Kaders, auf den sich Coaches und Mitspieler verlassen können.

Sein Werdegang erinnert daran, wie wichtig solche Spieler für den Erfolg eines Teams sind. Die Ravens setzen auf Stars – aber sie gewinnen Spiele auch mit Männern wie Cleveland, die bereit sind, jede Rolle zu übernehmen. Seine Geschichte steht für Durchhaltevermögen, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, auch nach Fehlern wieder aufzustehen.

Wie es für Cleveland weitergeht, entscheidet sich auf dem Feld. Die Tür zum Stammplatz steht offen, wenn er gebraucht wird. Bis dahin bleibt er das, was er am besten kann: Ein Anker in der zweiten Reihe – und ein Beispiel dafür, dass Erfolg in der NFL viele Gesichter hat.

Total Stats
No Data
Spieler-Statistiken
No Data