Braelon Allen steht am Beginn seiner zweiten NFL-Saison und gilt schon jetzt als einer der spannendsten jungen Spieler im Kader der New York Jets. Als Backup-Runningback hinter Breece Hall wartet er auf die nächste Gelegenheit, sich in der Offense der Jets zu beweisen – und die Erwartungen steigen. Was Allen so besonders macht? Er war der jüngste NFL-Profi seiner Rookie-Saison, beeindruckte mit Kraft und Reife und hat das Potenzial, in naher Zukunft mehr als nur ein Ersatzmann zu sein. Die Geschichte eines Ausnahmetalents, das sich Schritt für Schritt ins Rampenlicht kämpft.
Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Allens Weg an die Spitze war geprägt von ungewöhnlicher Frühreife, enormem Arbeitseifer und einer klaren Zielstrebigkeit. Schon als Teenager in Wisconsin wusste er, was er wollte – und ließ sich von Zweifeln oder Wettbewerb nie ausbremsen. Heute steht er an der Schwelle zum nächsten Karriereschritt. Doch bevor Allen sich zur festen Größe im Backfield der Jets machen kann, gilt es, die nächste Stufe zu nehmen: als Passfänger, als Blocker, als kompletter Runningback. Die Grundlage dafür wurde schon früh gelegt.
Der Durchbruch: Allen nutzt seine Chance
Die erste NFL-Saison von Braelon Allen war ein Vorgeschmack auf das, was möglich ist. Als Rookie kam er in 15 Spielen zum Einsatz, sammelte 334 Rushing Yards und erzielte zwei Touchdowns am Boden. Hinzu kamen 19 gefangene Pässe für 148 Yards und ein weiterer Touchdown. Die Zahlen würden für viele junge Runningbacks als solide gelten – doch das Besondere: Allen war der jüngste Spieler der gesamten Liga. Sein Debüt mit gerade einmal 20 Jahren machte ihn zur Ausnahmeerscheinung im Kader der Jets und in der NFL insgesamt.
Seine Rolle wuchs im Laufe der Saison. Ursprünglich als Nummer-zwei-Runningback hinter Breece Hall eingeplant, rückte Allen ab Woche 14 in den Fokus, als Verletzungen im Backfield die Tür für mehr Spielzeit öffneten. Plötzlich stand der Rookie im Rampenlicht – und nutzte die Chance. Seine Physis, sein Instinkt für Lücken und sein kompromissloser Laufstil überzeugten Coaches und Mitspieler gleichermaßen. Allen bewies, dass er nicht nur als Ersatzmann, sondern auch als Starter liefern kann. Für einen so jungen Profi ist das keine Selbstverständlichkeit.
Diese Leistung kam nicht aus dem Nichts. Vielmehr war es der nächste Schritt in einer Entwicklung, die schon Jahre zuvor ihren Anfang nahm. Der Grundstein für Allens NFL-Durchbruch wurde schon in seiner Heimat Wisconsin gelegt.
Von Fond du Lac in die NFL: Allens Weg nach oben
Der Traum von einer NFL-Karriere begann für Braelon Allen in Fond du Lac, Wisconsin. Schon an der High School fiel er als Ausnahmetalent auf – nicht nur als Runningback, sondern auch als Linebacker. Seine Vielseitigkeit und Athletik machten ihn zum Leistungsträger in beiden Mannschaftsteilen. Doch schon früh zeichnete sich ab, dass seine Zukunft im Angriff liegt. Mit seiner Statur – 1,85 Meter groß, 107 Kilogramm schwer – und seiner Explosivität dominierte er die Konkurrenz.
Nach der High School führte ihn sein Weg an die University of Wisconsin. Dort wurde Allen in drei Jahren zum Star der Badgers. Bereits als Freshman knackte er die 1.200-Yard-Marke, erzielte zwölf Touchdowns und wurde zum MVP des Las Vegas Bowl gewählt. Auch in den beiden folgenden Jahren blieb er der Motor der Offense: Über 3.500 Rushing Yards und 35 Touchdowns in drei College-Saisons sprechen eine klare Sprache. Dreimal wurde Allen ins Second-Team All-Big Ten gewählt – ein Beleg für seine Konstanz auf höchstem Niveau.
Jahr | Rushing Yards | Touchdowns | Auszeichnung |
---|---|---|---|
1. College-Saison | 1.268 | 12 | Las Vegas Bowl MVP |
2. College-Saison | 1.248 | 11 | Second-Team All-Big Ten |
3. College-Saison | 984 | 12 | Second-Team All-Big Ten |
Die Zahlen zeigen: Allen war in jedem Jahr ein Leistungsträger. Trotzdem gab es Zweifel, ob sein Stil – kraftvoll, direkt, manchmal etwas eindimensional – auch in der NFL funktionieren würde. Vor allem seine Fähigkeiten als Passfänger und Blocker galten als ausbaufähig. Im Draft fiel er deshalb bis in die vierte Runde, wo die New York Jets zugriffen. Für Allen war das ein Ansporn – nicht nur, um sich im Training zu beweisen, sondern auch, um sich als kompletter Runningback zu präsentieren.
Plötzlich im Rampenlicht: Der nächste Schritt
Mit dem Sprung in die NFL begann für Allen ein neues Kapitel. Die Konkurrenz war größer, das Tempo höher, die Erwartungen enorm. Doch als sich im Verlauf seiner Rookie-Saison die Möglichkeit ergab, mehr Verantwortung zu übernehmen, war Allen bereit. Die Verletzungen im Backfield der Jets öffneten ihm die Tür zur Startformation – und Allen nutzte die Gelegenheit. In den entscheidenden Spielen zeigte er, dass er nicht nur als Läufer, sondern auch als Passfänger und Blocker Fortschritte gemacht hatte. Seine 19 Receptions und ein Touchdown durch die Luft waren ein klares Signal an die Coaches: Allen ist mehr als ein Power-Back.
Der Konkurrenzkampf mit Breece Hall bleibt hoch. Hall gilt als einer der explosivsten Runningbacks der Liga und ist gesetzt. Doch Allen hat sich als zuverlässige Alternative etabliert, die jederzeit einspringen kann. Was ihn auszeichnet, ist nicht nur sein physischer Stil, sondern auch seine Lernbereitschaft. Im Training arbeitet er gezielt an seinen Schwächen – vor allem im Passspiel und beim Blocking. Die Coaches der Jets loben seinen Einsatz und seine Entwicklung. Für einen jungen Spieler, der erst seit Kurzem auf diesem Niveau agiert, ist das keine Selbstverständlichkeit.
Der Erfolg kommt nicht über Nacht. Doch Allen hat gezeigt, dass er bereit ist, jede neue Herausforderung anzunehmen. Mit jedem Snap, jedem Lauf, jedem Catch sammelt er Erfahrung – und setzt sich damit immer mehr im Team fest. Die Medien und Fans der Jets nehmen ihn längst als Hoffnungsträger wahr. Die Frage ist nicht mehr, ob Allen eine größere Rolle übernehmen kann – sondern wann.
Saison | Spiele | Rushing Yards | Rushing TDs | Receptions | Receiving Yards | Receiving TDs |
---|---|---|---|---|---|---|
Rookie-Saison | 15 | 334 | 2 | 19 | 148 | 1 |
Diese Bilanz ist für einen Rookie stark – vor allem, wenn man bedenkt, dass Allen der jüngste NFL-Spieler der Saison war. Kein anderer Runningback in seinem Alter sammelte seit Jahrzehnten so viele Yards. Für die Jets war das ein Versprechen auf mehr.
Die nächste Stufe: Allen als Hoffnungsträger der Jets
Inzwischen ist Allen fester Bestandteil des Kaders und geht mit klaren Zielen in seine zweite NFL-Saison. Die Rolle als Backup hinter Breece Hall bleibt – doch die Erwartungen steigen. Die Coaches trauen ihm eine größere Rolle in der Offense zu, vor allem wenn er sich als Passfänger und Blocker weiter verbessert. Auch die Vertragslage spricht für eine langfristige Perspektive: Allen steht noch mehrere Jahre bei den Jets unter Vertrag, das Team setzt auf seine Entwicklung.
Für Allen selbst ist das mehr als nur ein Job. Seine Wurzeln in Wisconsin, die Jahre bei den Badgers und der Sprung in die NFL haben ihn geprägt. Trotz aller Erfolge ist er bodenständig geblieben. Im Locker Room gilt er als Teamplayer, der immer bereit ist, für den Erfolg der Mannschaft zu arbeiten. Seine Lernbereitschaft und sein Einsatz im Training sind Vorbild für jüngere Spieler. Die Jets wissen, was sie an ihm haben – und bauen auf seine weitere Entwicklung.
Die Zukunft ist offen. Doch alles spricht dafür, dass Allen in den kommenden Jahren eine noch größere Rolle einnehmen kann. Seine Mischung aus Kraft, Reife und Lernwillen macht ihn zu einem der spannendsten Runningbacks seiner Generation. Die Jets brauchen genau diesen Typ Spieler: jung, hungrig, bereit, Verantwortung zu übernehmen. Für Allen ist der nächste Schritt greifbar nah. Die NFL-Karriere eines Hoffnungsträgers hat gerade erst begonnen.
Name | Position | Team | Vertragsdauer | Basisgehalt (aktuelle Saison) | Körpergröße | Gewicht |
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Braelon Allen | Runningback | New York Jets | 4 Jahre | 960.000 USD | 1,85 m | 107 kg |
Der Blick auf die Fakten zeigt, dass Allen alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche NFL-Karriere mitbringt. Doch entscheidend ist, wie er seine Chancen nutzt – auf und neben dem Feld. Die Jets setzen auf ihn. Die Fans hoffen auf den nächsten großen Schritt. Und Allen? Der arbeitet weiter an seinem Traum, die Nummer eins im Backfield zu werden.