David Ojabo

Position
Linebacker
Aktuelles Team
Gewicht
252 lbs
Größe
6' 4"
Age
24
College
Michigan
Experience
3

David Ojabo ist Outside Linebacker bei den Baltimore Ravens. Nach einer langen Zeit voller Verletzungen, Reha und Rückschläge ist er zum ersten Mal komplett fit und bereit, sich seinen Platz in der Rotation zu erkämpfen. In seinem letzten Jahr des Rookie-Vertrags steht für den Pass-Rusher so viel auf dem Spiel wie nie zuvor. Die Ravens hoffen auf das Talent, das sie vor Jahren im Draft gesehen haben – und Ojabo selbst weiß: Jetzt zählt es. Doch wie kam es dazu, dass Ojabo erst jetzt an diesem Punkt steht?

Wer heute auf die Depth Chart der Ravens blickt, sieht einen Spieler, der nie den einfachen Weg hatte. Hinter gestandenen Namen wie Kyle Van Noy und Odafe Oweh kämpft Ojabo um jede Chance. Die Coaches loben seine Einstellung, die Fans hoffen auf den Durchbruch. Die Geschichte, die zu diesem Moment geführt hat, ist alles andere als gewöhnlich. Sie beginnt weit entfernt von den Lichtern der NFL-Stadien – und ist geprägt von Neustarts, Rückschlägen und einer unglaublichen Geduld.

Doch bevor Ojabo überhaupt daran denken konnte, für die Ravens aufzulaufen, musste er mehrfach ganz von vorne anfangen. Die Frage, wie viel Geduld ein Talent wirklich braucht, zieht sich durch seine gesamte Karriere.

Vom Außenseiter zum Football-Hoffnungsträger

David Ojabo wächst als Sohn nigerianischer Eltern in Port Harcourt auf. Die Familie zieht nach Schottland, als er sieben Jahre alt ist. Fußball und Basketball stehen im Mittelpunkt – American Football kennt er nur aus dem Fernsehen. Erst mit 17 Jahren, als die Familie einen weiteren Neuanfang in den USA wagt, ändert sich alles. An der Blair Academy in New Jersey versucht sich Ojabo zunächst als Basketballer. Doch schnell wird klar: Seine enorme Athletik und Größe – 1,96 Meter, 113 Kilo – machen ihn auch für Football-Coaches interessant.

Der Wechsel auf das Footballfeld ist alles andere als selbstverständlich. Ojabo ist ein Rohdiamant, dem Erfahrung und Spielpraxis fehlen. Während andere schon seit der Kindheit Pads tragen, muss er sich alles von Grund auf erarbeiten. Schnell fällt sein Talent auf – aber noch ist er weit davon entfernt, ein Star zu sein. Gemeinsam mit Odafe Oweh, der später ebenfalls in der NFL landet, sammelt Ojabo erste Football-Erfahrungen. Die beiden verbindet eine Freundschaft, die bis heute hält und ihn durch schwere Zeiten tragen wird.

Diese ersten Schritte als Außenseiter prägen seinen Weg. Immer wieder muss Ojabo beweisen, dass er dazugehört. Die Zeit an der Blair Academy ist der Startschuss – doch der Weg zum College-Football bleibt steinig.

Durchbruch und Dämpfer: Die College-Jahre

Mit dem Wechsel zur University of Michigan beginnt für Ojabo eine neue Etappe. Im ersten Jahr bleibt er ohne Einsatz, das zweite Jahr bringt nur wenig Spielzeit. Erst im dritten College-Jahr gelingt der große Durchbruch: Elf Sacks, fünf erzwungene Fumbles, Auszeichnung ins First-Team All-Big Ten. NFL-Scouts werden aufmerksam, Experten trauen ihm eine Karriere als Top-Pass-Rusher zu. Doch der nächste Rückschlag lässt nicht lange auf sich warten.

Beim Pro Day – dem wichtigsten Vorspielen für NFL-Teams – reißt Ojabo die Achillessehne. Für viele wäre das das Ende aller Hoffnungen. Für Ojabo beginnt eine weitere Geduldsprobe. Trotzdem entscheiden sich die Baltimore Ravens, ihn im Draft zu holen. Das Team glaubt an sein Potenzial, auch wenn klar ist: Der Weg zurück aufs Feld wird lang.

Aus dem Hoffnungsträger wird ein Wackelkandidat. Kaum ein NFL-Neuling startet mit so schweren Voraussetzungen. Ojabo muss erneut Geduld beweisen – und das in einer Liga, in der Zeit und Chancen knapp sind.

Vier Jahre Anlauf: Rückschläge und kleine Siege

Nach dem Draft beginnt für Ojabo eine Phase voller Rehabilitation und Frust. In seiner ersten NFL-Saison steht er nur in zwei Spielen auf dem Platz, erzielt immerhin seinen ersten Sack. Doch die Euphorie hält nicht lange. Die nächste Verletzung – dieses Mal am Knie – wirft ihn erneut zurück. Wieder verpasst Ojabo fast die komplette Saison. Während andere junge Talente Spielpraxis sammeln, verbringt er seine Zeit in der Reha und auf der Bank.

Jeder NFL-Spieler kennt das Gefühl, um seinen Platz kämpfen zu müssen. Doch bei Ojabo ist der Kampf besonders hart. Zweimal schwere Verletzungen, zweimal monatelange Ausfallzeiten. Die Ravens bleiben geduldig, aber die Konkurrenz im Kader schläft nicht. Spieler wie Kyle Van Noy und Odafe Oweh nutzen ihre Chancen. Ojabo hingegen muss immer wieder bei null anfangen.

Doch die Geduld zahlt sich langsam aus. In seiner dritten Saison bleibt Ojabo zum ersten Mal gesund. Er kommt in dreizehn Spielen zum Einsatz, erzielt zwei Sacks und ist als Teil der Rotation ein wichtiger Baustein. Für Außenstehende mögen diese Zahlen unscheinbar wirken – für Ojabo sind sie ein Zeichen, dass der Durchbruch doch noch möglich ist. Endlich kann er zeigen, was in ihm steckt.

Jahr Spiele Sacks Bemerkung
1. Saison 2 1 Comeback nach Achillessehnenriss
2. Saison 3 1 Knieverletzung, Saison fast komplett verpasst
3. Saison 13 2 Erstmals verletzungsfrei

Die Zahlen zeigen: Ojabo musste viel Geduld aufbringen, um sich langsam in die Rotation zu spielen. Doch die Entwicklung stimmt – und erstmals ist der Weg nach oben offen. Was bedeutet das für seine Zukunft?

Die große Chance: Jetzt zählt es für Ojabo

Mit dem letzten Jahr seines Rookie-Vertrags steht Ojabo an einem Scheideweg. Die Ravens setzen auf erfahrene Kräfte, aber sie wissen, dass Ojabo das Potenzial für mehr hat. Nach drei Jahren voller Pausen, Reha und Rückschläge kann er zum ersten Mal eine komplette Offseason durchziehen. Die Coaches loben seinen Einsatz, die Konkurrenz ist groß – doch Ojabo ist bereit, alles zu geben.

Seine Ausgangslage ist klar: Wer jetzt überzeugt, kann sich einen Stammplatz sichern – oder zumindest den Grundstein für eine Vertragsverlängerung legen. Gelingt Ojabo der Durchbruch, könnte er zu einem wichtigen Baustein der Ravens-Defense werden. Bleibt der Erfolg aus, droht der Neustart bei einem anderen Team. Für Ojabo steht alles auf dem Spiel – und das weiß er auch.

Ojabo hat aus den Rückschlägen gelernt. Die ständigen Unterbrechungen haben ihn gezwungen, an seinem Körper und an seiner mentalen Stärke zu arbeiten. Heute profitiert er von diesen Erfahrungen. Das Vertrauen der Coaches, die Unterstützung von Teamkollegen wie Odafe Oweh und der Rückhalt seiner Familie geben ihm die nötige Kraft. Die Ravens wissen: Kaum ein Spieler hat sich so oft zurückgekämpft wie Ojabo.

Körpermaße 1,96 m, 113 kg
Geburtsort Port Harcourt, Nigeria
High School Blair Academy, New Jersey
College University of Michigan
Freundschaft Odafe Oweh (NFL-Spieler, Ravens)
Vertrag Letztes Jahr des Rookie-Vertrags

Die Tabelle zeigt: Ojabo bringt alles mit, was ein moderner Pass-Rusher braucht. Seine internationale Herkunft, die sportlichen Wurzeln im Basketball und die enge Verbindung zu Oweh machen ihn auch im Locker Room zu einer spannenden Persönlichkeit. Gerade für junge Spieler mit ähnlichem Weg ist Ojabo ein Vorbild.

Offene Geschichte: Wird Ojabo jetzt zum Durchstarter?

Die Geduld, die David Ojabo bisher aufbringen musste, ist beispiellos. Vom Außenseiter an einer High School in New Jersey bis zum Hoffnungsträger der Baltimore Ravens – kaum ein NFL-Spieler musste so oft von vorne anfangen. Die Verletzungen haben ihm den schnellen Durchbruch verwehrt. Doch die Zeichen stehen gut, dass Ojabo jetzt alles in der eigenen Hand hat.

Seine Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Schafft er es, sein Potenzial voll auszuschöpfen, könnte er zum langfristigen Bestandteil der Ravens-Defense werden. Gelingt der letzte Schritt nicht, muss er sich vielleicht woanders neu beweisen. Doch eines steht fest: Ojabo hat mehr Geduld bewiesen als viele andere – und zeigt damit, dass sich Durchhaltevermögen in der NFL manchmal doch auszahlt.

Für die Ravens, für seine Teamkollegen und für alle jungen Spieler, die nicht den geraden Weg gehen: David Ojabo bleibt ein Beispiel dafür, dass sich der lange Anlauf am Ende lohnen kann.

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