Deion Jones trägt das Trikot der Tampa Bay Buccaneers. Noch vor wenigen Jahren galt er als einer der besten Coverage-Linebacker der Liga, heute kämpft er um seine zweite große Chance. Jones ist nicht mehr der gefeierte Pro-Bowl-Star aus Atlanta, sondern ein Veteran, der sich über den Umweg Practice Squad zurück ins Rampenlicht gearbeitet hat. Seine Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie ein NFL-Profi nach Rückschlägen und Teamwechseln den Weg zurück auf den Platz findet – und warum 2025 für ihn mehr ist als nur eine weitere Saison.
Wer auf die Karriere von Deion Jones blickt, erkennt sofort: Hier steht kein gewöhnlicher Linebacker. Geschwindigkeit, Spielintelligenz, ein Instinkt für Big Plays – das war sein Markenzeichen in Atlanta. Doch der Weg von der Spitze zurück in die NFL-Rotation ist steinig. Nach Entlassungen, Verletzungen und der Suche nach einem neuen Team hat Jones bei den Buccaneers wieder eine Perspektive. Wie wurde aus dem einstigen Franchise-Star ein Kämpfer um die nächste Chance? Die Antwort führt durch eine NFL-Karriere mit Höhen und Tiefen, geprägt von Entschlossenheit und dem Glauben an das eigene Comeback.
Die zweite Chance – Warum 2025 zum Schlüsseljahr wird
Nach seiner Zeit bei den Atlanta Falcons, in der er als Pro Bowler und Franchise-Rekordhalter gefeiert wurde, folgten für Deion Jones Jahre voller Veränderungen. Der Trade zu den Cleveland Browns war der erste große Bruch – weg von der vertrauten Umgebung, hinein in die Unsicherheit. Es folgten Stationen bei den Carolina Panthers und ein kurzer Abstecher zu den Buffalo Bills, doch nirgends konnte er langfristig Fuß fassen. Für viele wäre das der Anfang vom Ende gewesen. Jones aber wollte es noch einmal wissen.
Mit seinem Wechsel zu den Buccaneers begann ein neues Kapitel. Erst als Teil der Practice Squad, dann mit der Chance, sich im aktiven Kader zu beweisen. Für Jones ist das mehr als ein Job: Es ist die Gelegenheit, zu zeigen, dass er immer noch auf NFL-Niveau spielen kann. Die Motivation ist klar – Jones hat genug erlebt, um zu wissen, wie schnell sich das Blatt im Profigeschäft wenden kann. Gerade deshalb ist 2025 für ihn ein Schicksalsjahr. Ein Jahr, in dem er nicht nur um seine Karriere, sondern auch um seinen Ruf kämpft.
Diese Ausgangslage hätte es vor einigen Jahren kaum gegeben. Damals war Jones der unumstrittene Leader in Atlanta, heute muss er sich neu beweisen. Doch die Erfahrung aus den letzten Jahren hat ihn geprägt. Jones weiß, was es heißt, sich zurückzukämpfen. Und genau das macht ihn in Tampa Bay so wertvoll.
Der lange Weg – Von New Orleans in die NFL
Diese Hartnäckigkeit kommt nicht von ungefähr. Der Grundstein wurde in New Orleans gelegt, wo Deion Jones als Sohn der Stadt seine ersten Football-Erfahrungen sammelte. Schon an der Jesuit High School fiel er durch seine Athletik und Vielseitigkeit auf. Es war keine große Überraschung, dass er sich für die LSU entschied – ein College, das für seine starken Defensivspieler bekannt ist. Dort entwickelte er sich vom Spezialisten für Special Teams zum Leistungsträger in der Defense.
Sein Durchbruch an der LSU kam spät, doch als Starter im letzten College-Jahr spielte er sich in die Notizbücher der NFL-Scouts. Die Atlanta Falcons sicherten sich Jones in der zweiten Runde des Drafts. Damit begann eine Profi-Karriere, die in den ersten Jahren steil nach oben zeigte. Jones überzeugte mit seiner Reichweite, Geschwindigkeit und Spielübersicht – Eigenschaften, die ihn schnell zum Stammspieler machten.
Doch der Weg in die NFL ist selten geradlinig. Auch Jones musste lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Schon früh im College wurde ihm klar, dass Talent allein nicht reicht. Fleiß, Disziplin und der Wille, sich immer wieder neu zu beweisen, waren die Zutaten für seinen späteren Erfolg.
Der Durchbruch in Atlanta – Pro Bowl, Rekorde und die Rolle als Anführer
Die ersten Jahre bei den Falcons waren geprägt von Erfolgen. In seiner Debütsaison stand Jones direkt als Starter auf dem Feld, sammelte Tackles, stoppte Laufspielzüge und glänzte vor allem in der Passverteidigung. Schon in seinem zweiten Jahr zählte er zu den besten Coverage-Linebackern der Liga. Sein Mix aus Geschwindigkeit und Antizipation machte ihn zur Waffe gegen moderne Offenses.
Der Höhepunkt: Die Pro-Bowl-Nominierung – ein Ritterschlag für jeden NFL-Spieler. Jones war nicht nur Leistungsträger, sondern auch emotionaler Leader in Atlantas Defense. Er knackte Franchise-Rekorde, darunter die meisten Interceptions, die ein Falcons-Linebacker für Touchdowns zurücktrug. Mit über 700 Tackles, 13 Interceptions und fünf Defensive Touchdowns setzte er Maßstäbe.
Statistik | Wert |
---|---|
Gesamttackles | 732 |
Sacks | 12 |
Interceptions | 13 |
Defensive Touchdowns | 5 |
Diese Zahlen zeigen, warum Jones als Herzstück der Falcons-Defense galt. Doch kein NFL-Leben verläuft ohne Rückschläge. Nach einer Fußverletzung kämpfte er sich zurück aufs Feld – und zeigte, dass er auch nach einem Rückschlag Leistung bringen kann. Doch wie so oft im Profigeschäft änderte sich die Lage schneller als gedacht.
Herausforderungen und Neuanfänge – Verletzung, Trades und der Kampf um Relevanz
Nach mehreren erfolgreichen Jahren in Atlanta kam der Moment, den jeder NFL-Profi fürchtet: Der Trade. Die Falcons entschieden sich, Jones abzugeben. Die Cleveland Browns wurden sein neues Team, doch dort fand er nie wirklich die Rolle, die er sich erhofft hatte. Elf Spiele, solide Leistungen, aber kein dauerhafter Platz in der Defense. Es folgte ein Wechsel zu den Carolina Panthers, dann ein kurzer Aufenthalt bei den Buffalo Bills. Überall das gleiche Bild: Jones musste sich beweisen, bekam aber nie die Chance, dauerhaft zu glänzen.
Für viele Spieler ist so eine Phase das Ende der NFL-Karriere. Doch Jones wollte es nicht dabei belassen. Nach mehreren Entlassungen und Unsicherheiten suchte er weiter nach einer Möglichkeit, sein Können zu zeigen. Der Weg zurück in die NFL war steinig, doch er gab nicht auf. Diese Einstellung macht ihn gerade für junge Spieler zu einem Vorbild.
Die Zeit im Practice Squad der Buccaneers war für Jones eine Chance, sich neu zu präsentieren. Er nutzte jede Trainingseinheit, um sich in den Vordergrund zu spielen. Die Coaches lobten seinen Einsatz, seine Erfahrung und seine Bereitschaft, jede Rolle anzunehmen. Am Ende wurde er mit einem Reserve/Future-Vertrag belohnt – das Ticket für die nächste Bewährungsprobe.
Neustart in Tampa Bay – Erfahrung, Vorbild und Hoffnungsträger
Mit dem Wechsel zu den Buccaneers ist Jones wieder mittendrin im NFL-Geschehen. Als erfahrener Linebacker bringt er nicht nur Spielintelligenz, sondern auch Führungsqualitäten in die Kabine. Die Buccaneers setzen auf seine Vielseitigkeit: Jones kann sowohl in der Mitte als auch auf der Weakside spielen, ist stark gegen den Pass und bringt Routine in die Special Teams.
Seine Rolle im Team ist klar: Die Coaches erwarten von ihm, dass er als Mentor für jüngere Spieler auftritt und in entscheidenden Phasen Verantwortung übernimmt. Für Jones ist das keine neue Aufgabe. Schon in Atlanta war er der verlängerte Arm der Defensive Coordinator auf dem Feld. Die Erfahrung aus über 100 NFL-Spielen ist Gold wert – besonders in einem Team, das sich im Umbruch befindet.
Der Reserve/Future-Vertrag sichert ihm die Chance, sich im Training zu beweisen und um einen Stammplatz zu kämpfen. Jones weiß, dass er sich jede Minute auf dem Feld neu verdienen muss. Doch genau das ist seine Stärke. Er hat gelernt, mit Rückschlägen umzugehen und sich immer wieder zu motivieren.
Zahlen, Fakten und Besonderheiten – Das Profil eines NFL-Kämpfers
Jones bringt alles mit, was ein moderner Linebacker braucht: Mit 1,85 Meter Größe und 100 Kilogramm Gewicht ist er athletisch und beweglich. Seine Karriere-Statistiken sprechen für sich. Über 700 Tackles, zwölf Sacks, 13 Interceptions – dazu fünf Touchdowns nach Ballgewinnen. Jones hält den Falcons-Rekord für Interceptions, die für Touchdowns zurückgetragen wurden. Seine Bestleistungen machen ihn zu einem der produktivsten Linebacker seiner Generation.
Kriterium | Wert |
---|---|
Größe | 1,85 m |
Gewicht | 100 kg |
Draft-Pick | 2. Runde, Pick 52 |
Pro Bowl-Nominierung | 1 |
Franchise-Rekorde (Falcons) | Interceptions für TDs |
Auch finanziell hat Jones in seiner Karriere Meilensteine gesetzt. Mit einem Vierjahresvertrag über 57 Millionen Dollar bei den Falcons gehörte er zeitweise zu den bestbezahlten Linebackern der Liga. Doch Geld allein ist nicht alles. Für Jones zählt der sportliche Erfolg – und die Möglichkeit, sich noch einmal auf höchstem Niveau zu beweisen.
Persönliches – Verwurzelt in Louisiana, geschätzt in der NFL
Jones’ Verbindung zu Louisiana und seiner Alma Mater LSU ist bis heute spürbar. Als Kind von New Orleans und ehemaliger Tiger weiß er, was es heißt, für seine Heimat zu spielen. Im College lernte er Disziplin und Teamgeist – Eigenschaften, die ihn auch in der NFL auszeichnen. Seine Teamkollegen schätzen ihn als ruhigen, aber bestimmten Anführer. Coaches loben seine Arbeitsmoral und seine Bereitschaft, sich immer wieder in den Dienst der Mannschaft zu stellen.
Privat hält sich Jones aus dem Rampenlicht. Es gibt keine Berichte über sportliche Aktivitäten in seiner Familie, keine großen Schlagzeilen abseits des Platzes. Sein Fokus liegt auf Football – und darauf, das Beste aus jeder Gelegenheit zu machen. Gerade deshalb gilt er als Musterprofi, der von jungen Spielern als Vorbild gesehen wird.
Die Zukunft – Chance auf das große Comeback?
Was bringt die nächste Saison für Deion Jones? Die Antwort liegt in seiner eigenen Hand. Er hat gezeigt, dass er sich in neuen Rollen zurechtfindet, sich immer wieder neu motiviert und als Teamplayer überzeugt. Die Buccaneers setzen auf seine Erfahrung, seine Spielintelligenz und seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Ob er am Ende einen Stammplatz erkämpft, hängt auch davon ab, wie er im Training und in den Spielen auftritt.
Klar ist: Jones hat sich den Respekt der NFL erarbeitet. Seine Geschichte steht für den langen Atem, den es in dieser Liga braucht. Vom gefeierten Pro Bowler zum Außenseiter, vom Practice Squad zurück in den aktiven Kader – Jones hat nie aufgegeben. Für die Buccaneers könnte er zum X-Faktor werden: als Mentor, als Playmaker, als Symbol für den Wert harter Arbeit. Seine Karriere zeigt, dass im Football alles möglich ist – wenn man bereit ist, für die zweite Chance zu kämpfen.