Devin Leary

Position
Quarterback
Aktuelles Team
Gewicht
216 lbs
Größe
6' 1"
Age
25
College
Kentucky

Devin Leary trägt das Trikot der Baltimore Ravens und kämpft um seinen Platz als Quarterback in der NFL. Er ist kein Top-Pick, kein Wunderkind – aber einer, der sich nach jedem Rückschlag wieder aufrappelt. In einer Liga voller Supertalente fällt Leary nicht durch große Schlagzeilen auf, sondern durch seine Hartnäckigkeit. Heute arbeitet er daran, sich als Backup hinter Lamar Jackson zu empfehlen. Sein Weg dorthin war alles andere als einfach.

Wer Leary beobachtet, merkt schnell: Hier steht keiner, dem alles in den Schoß gefallen ist. Seine Karriere ist eine Geschichte von Rückschlägen – und vom Willen, immer weiterzumachen. Von Rekorden als High-School-Spielmacher bis zu Verletzungen im College, von Enttäuschungen im NFL-Alltag bis zu neuen Chancen. Learys Laufbahn steht für Durchhaltevermögen. Wie kommt ein Quarterback aus Sicklerville, New Jersey, an diesen Punkt? Und was macht ihn so besonders?

Diese Fragen führen direkt zum roten Faden seiner Karriere: Immer, wenn es nicht weiterzugehen schien, hat Leary sich Wege gesucht, um doch noch eine Chance zu bekommen. Seine Geschichte ist ein Musterbeispiel für den langen Atem, den man braucht, um es im Profifußball zu schaffen. Wer verstehen will, warum Leary heute im Kader der Ravens steht, muss zurück an den Anfang gehen – dorthin, wo alles begann.

Vom Rekordmann zum Hoffnungsträger: Die ersten Schritte

Learys Football-Weg beginnt in Sicklerville, New Jersey. An der Timber Creek Regional High School wirft er Jahr für Jahr Touchdowns am Fließband. 9.672 Yards, 117 Touchdowns – kein Quarterback in der Geschichte des Bundesstaats hat jemals mehr erzielt. Gleich zweimal wird er zum Gatorade Player of the Year gewählt. Schon als Teenager zeigt Leary, was in ihm steckt: Talent, Ehrgeiz, Führungsqualitäten. Die Football-Community im Osten der USA kennt seinen Namen.

Doch der Weg zum College-Football ist auch für Stars aus kleinen Städten kein Selbstläufer. Leary entscheidet sich für NC State, ein Team aus der starken ACC. Hier wird aus dem gefeierten High-School-Spielmacher ein junger Quarterback, der lernen muss, dass Geduld genauso wichtig ist wie Talent. Im ersten Jahr steht er nur am Seitenrand, lernt das Spiel auf dem nächsten Level kennen. Es ist die erste Phase, in der Leary nicht im Rampenlicht steht. Aber auch das ist Teil seines Wegs.

In seiner zweiten College-Saison bekommt er die ersten echten Chancen. Die Leistungen sind solide, doch die nächste Hürde lässt nicht lange auf sich warten. Ein Beinbruch nach nur vier Spielen reißt ihn aus dem Rhythmus. Für viele wäre das ein Grund, aufzugeben. Nicht für Leary. Mit harter Arbeit und Disziplin kämpft er sich zurück. Die Belohnung folgt in der nächsten Saison: 35 Touchdowns, über 3.400 Yards – Leary liefert eine der stärksten Spielzeiten, die NC State je von einem Quarterback gesehen hat. Sein Name taucht plötzlich in Diskussionen über NFL-Potenzial auf.

Doch das Glück bleibt nicht lange auf seiner Seite. Nach einem starken Start in die nächste Saison reißt ihm ein Brustmuskel – wieder ist die Spielzeit vorzeitig vorbei. Wieder steht er vor der Frage: Aufgeben oder weitermachen? Leary entscheidet sich für Letzteres. Genau diese Einstellung zieht sich wie ein roter Faden durch seine Laufbahn.

Neustart und neue Chancen: Der Weg über Kentucky

Nach mehreren Verletzungen sucht Leary einen Neuanfang. Er wechselt zur University of Kentucky, verlässt sein vertrautes Umfeld und stellt sich einer neuen Herausforderung in der SEC – einer Conference, in der der Konkurrenzkampf noch härter ist. In Kentucky übernimmt er sofort die Rolle des Starters. 2.746 Yards und 25 Touchdowns stehen am Ende auf dem Konto. Fehler passieren, Interceptions gehören dazu – aber Leary beweist, dass er auch in einem neuen System bestehen kann.

Mit seinem Wechsel nach Kentucky setzt Leary ein klares Zeichen: Er will es wissen. Er nimmt das Risiko auf sich, noch einmal von vorne zu beginnen. Für viele NFL-Scouts ist das ein Pluspunkt. Wer mehrere Systeme erfolgreich spielen kann, hat in der NFL bessere Karten. Leary ist nach Will Levis der zweite Kentucky-Quarterback in Folge, der den Sprung in den Draft schafft. Das zeigt, dass er sich auch in neuen Umgebungen behaupten kann.

Dieser Schritt ist ein Wendepunkt. Leary beweist nicht nur, dass er nach Verletzungen zurückkommen kann – sondern auch, dass er bereit ist, sich auf völlig neue Situationen einzulassen. Das macht ihn für Profiteams interessant. Er ist kein Quarterback, der aufgibt, wenn es schwierig wird. Im Gegenteil: Gerade nach Rückschlägen wächst sein Ehrgeiz.

NFL: Die nächste Bewährungsprobe

Im Draft landet Leary in der sechsten Runde bei den Baltimore Ravens. Keine Garantie auf Spielzeit, kein großer Vertrag – aber endlich die Chance, sich auf höchstem Niveau zu zeigen. Die Erwartungen sind überschaubar. Viele halten ihn für einen klassischen Camp-Body, einen Spieler, der im Training aushelfen soll. Doch Leary denkt nicht daran, sich mit einer Nebenrolle abzufinden.

Der Start in der NFL ist hart. Nach der Vorbereitung erhält er keinen Platz im aktiven Kader. Stattdessen geht es in das Practice Squad – ein erster Rückschlag. Doch Leary nimmt die Herausforderung an. Er nutzt jede Trainingseinheit, um an seinen Schwächen zu arbeiten. Im Laufe der Saison wächst sein Standing im Team. Die Coaches sehen, dass er nicht aufgibt, sondern immer wieder an sich arbeitet. Am Ende der Saison bekommt er einen Reserve/Future-Vertrag – ein Zeichen, dass die Ravens weiter an ihn glauben.

Heute kämpft Leary um die Rolle als Backup. Er trainiert Seite an Seite mit Lamar Jackson, einem der spektakulärsten Quarterbacks der Liga. Die Konkurrenz ist groß, die Chancen auf einen festen Platz sind nicht garantiert. Doch Leary bleibt dran. Er weiß, dass er sich jede Minute auf dem Feld erarbeiten muss. Seine Erfahrung aus College-Zeiten hilft ihm dabei: Wer schon mehrfach zurückgeworfen wurde und trotzdem immer wieder aufsteht, lässt sich so leicht nicht unterkriegen.

Station Jahre Yards TD INT Besonderheiten
High School 2014–2017 9.672 117 - New-Jersey-Rekorde, 2x Gatorade Player of Year
NC State 2018–2022 7.655 62 25 Comeback 2021, mehrere Verletzungen
Kentucky 2023 2.746 25 12 Starter, NFL Draft
NFL (Ravens) seit 2024 - - - Practice Squad, Reserve/Future-Vertrag

Die Zahlen zeigen: Leary hat auf jeder Stufe geliefert, wenn er die Chance bekommen hat. Von den Rekorden in der High School über den Durchbruch im College bis hin zum harten Alltag in der NFL – Leary hat nie aufgegeben. Die Tabelle fasst seine Stationen und wichtigsten Erfolge zusammen. Sie ist der Beweis dafür, dass er immer wieder zurückkommt, auch wenn es nicht nach Plan läuft.

Was kommt als Nächstes? Learys Kampfgeist bleibt sein größtes Kapital

Devin Leary steht heute an einem Punkt, von dem viele Footballer nur träumen. Er ist Teil eines NFL-Teams, trainiert mit und gegen die Besten der Welt. Seine Rolle ist noch nicht festgeschrieben. Wird er den Sprung auf das aktive Roster schaffen? Kann er sich als Backup durchsetzen? Oder wartet die nächste Herausforderung schon um die Ecke?

Was für Leary spricht, ist sein Erfahrungsschatz. Er hat gelernt, wie man mit Rückschlägen umgeht. Verletzungen, Positionskämpfe, Enttäuschungen – all das kennt er. Für die Ravens ist er mehr als nur ein Trainingsspieler. Er bringt Führungsqualitäten aus dem College mit, kennt verschiedene Systeme und weiß, wie man sich in einer neuen Umgebung behauptet. Seine Ausbildung in Sportmanagement zeigt, dass er auch neben dem Platz weiß, worauf es im Profi-Sport ankommt.

Leary ist 1,85 Meter groß, bringt knapp 100 Kilo auf die Waage – ein klassisches Quarterback-Profil. Doch seine größte Stärke ist nicht seine Physis, sondern sein Kopf. Wer so oft zurückgeworfen wurde und trotzdem immer wieder aufsteht, bringt genau das mit, was in der NFL oft den Unterschied ausmacht: den Willen, immer weiterzumachen.

Seine Geschichte ist noch nicht zu Ende. Vielleicht bekommt er bald die nächste Chance, sich im Spiel zu beweisen. Vielleicht muss er noch einmal von vorne beginnen. Aber eines ist sicher: Devin Leary wird nicht aufgeben. Sein roter Faden bleibt der Kampf gegen jede Widrigkeit. Und genau das macht ihn zu einem Spieler, auf den man in Zukunft achten sollte.

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