Drake London ist der unangefochtene Nummer-eins-Receiver der Atlanta Falcons. Mit seiner Größe, seiner Physis und einem sicheren Händchen hat er sich in wenigen Jahren zum Herzstück der Falcons-Offense gespielt. Der junge Passempfänger steht für eine neue Generation von NFL-Receivern – athletisch, vielseitig und mit dem Selbstbewusstsein eines echten Playmakers. Heute ist er nicht nur Leistungsträger, sondern auch Hoffnungsträger für ein Team, das nach schwierigen Jahren wieder angreifen will. Doch bis zu diesem Punkt war es ein weiter Weg – mit Rückschlägen, Erwartungen und einem entscheidenden Durchbruch.
Seine Entwicklung ist kein Zufall. London überzeugt durch konstante Steigerung, Führungsqualitäten und einen Spielstil, der ihn auf dem Feld jederzeit gefährlich macht. Die Atlanta Falcons setzen voll auf ihn – mit einem langfristigen Vertrag und einer Offensive, die um seinen Spielertyp gebaut ist. Wie hat es ein junger Spieler aus Kalifornien geschafft, in der NFL so schnell zur festen Größe zu werden?
Der Schlüssel liegt in einer Geschichte, die von Talent, harter Arbeit und dem Willen zum Comeback nach Rückschlägen erzählt. Die Saison, in der London endgültig durchstartete, war kein Zufallsprodukt. Sie ist das Ergebnis von Erfahrungen, die schon früh seinen Charakter geformt haben.
Die Saison des Durchbruchs: London wird zum Star der Falcons
Der entscheidende Schritt gelang London in seiner dritten NFL-Saison. Mit 100 Receptions, 1.271 Yards und neun Touchdowns lieferte er Bestwerte ab, die ihn endgültig in die Riege der Top-Receiver katapultierten. Erstmals knackte er die 1.000-Yards-Marke deutlich, wurde in die NFL Top 100 Players gewählt und spielte Woche für Woche auf höchstem Niveau. Die Falcons gaben ihm das Vertrauen – und London zahlte es zurück.
Die Zahlen sprechen für sich: Kein anderer Passempfänger der Falcons fing in den ersten drei NFL-Saisons so viele Bälle wie London. Er wurde zum wichtigsten Anspielpunkt, egal ob bei dritten Versuchen, in der Red Zone oder wenn das Spiel auf der Kippe stand. In engen Situationen suchten die Quarterbacks ihren großgewachsenen Receiver – und London lieferte.
Doch diese Entwicklung kam nicht aus dem Nichts. Die Basis für diesen Leistungssprung wurde schon viel früher gelegt. Wer Londons Weg verfolgt, erkennt: Die Saison des Durchbruchs war die logische Folge jahrelanger Arbeit und der richtige Umgang mit Rückschlägen.
Von Kalifornien nach Atlanta: Ein Talent wächst über sich hinaus
Der Grundstein für Londons Karriere wurde in Moorpark, Kalifornien, gelegt. Schon an der High School machte er nicht nur als Footballspieler, sondern auch als Basketballer auf sich aufmerksam. Seine Vielseitigkeit auf dem Feld prägte seinen Spielstil – London kombiniert Sprungkraft, Ballgefühl und Athletik wie kaum ein anderer Receiver in der NFL.
Mit dem Wechsel an die University of Southern California (USC) folgte der nächste Schritt. London überzeugte bei den Trojans mit beeindruckenden Zahlen: 160 Receptions, 2.153 Yards und 15 Touchdowns in drei College-Jahren. 2021 wurde er zum Pac-12 Offensive Player of the Year gewählt. Doch der Weg verlief nicht ohne Stolpersteine. Eine schwere Knöchelverletzung beendete seine letzte College-Saison vorzeitig. Für viele hätte das das Ende eines Traums bedeuten können. Für London war es der Startschuss für das nächste Kapitel.
Die Erfahrung der Verletzung prägte sein Mindset. Die Reha-Phase nutzte er, um an seiner Physis und Technik zu arbeiten. Dieser Fokus auf Details, gepaart mit der Entschlossenheit, stärker zurückzukommen, zahlte sich aus. NFL-Scouts sahen in ihm trotz des Rückschlags einen potenziellen Star. Im Draft wurde London als achter Pick in der ersten Runde von den Falcons ausgewählt – mit klaren Erwartungen: Er sollte die Offense neu beleben.
Der Einstieg in die NFL verlief vielversprechend. In seiner Rookie-Saison stellte London mit 72 Receptions einen neuen Falcons-Rekord für Neulinge auf. 866 Yards und vier Touchdowns zeigten, dass er vom ersten Tag an mithalten konnte. Doch die Falcons waren im Umbruch, die Offense suchte noch nach dem richtigen Rhythmus. London spielte zuverlässig, doch die ganz großen Durchbrüche blieben zunächst aus.
Auch in seiner zweiten NFL-Saison zeigte er starke Ansätze: 69 Receptions für 905 Yards, dazu zwei Touchdowns. London war konstant, aber das Team suchte weiter nach der perfekten Verbindung zwischen Quarterback und Receiver. Die Rolle als Nummer-eins-Passempfänger war ihm zwar sicher, doch um sich in der NFL-Spitze festzusetzen, musste London noch eine Schippe drauflegen. Genau das gelang ihm in seiner dritten Saison.
Die Falcons setzen alles auf London – und er übernimmt die Verantwortung
Nach zwei Jahren mit soliden Leistungen stand London an einem Scheideweg. Die Falcons entschieden sich, die fünfte Vertragsoption zu ziehen und damit ein klares Zeichen zu setzen: London ist das Herzstück der Offense, um ihn soll die Zukunft gebaut werden. Mit einem garantierten Gehalt von knapp 17 Millionen Dollar für die kommende Saison wurde er zum wichtigsten Baustein der Offensive.
Diese Entscheidung gab London noch mehr Selbstvertrauen. Er übernahm Verantwortung – auf und neben dem Feld. Im Spiel war er nicht nur Ziel für tiefe Pässe, sondern auch in kritischen Situationen der sichere Anspielpunkt. In der Kabine entwickelte er sich zum Leader, der jüngere Spieler an die Hand nimmt und vorangeht.
Die Erfahrungen aus College-Zeiten halfen ihm dabei. Wer nach einer schweren Verletzung den Sprung in die NFL schafft, weiß, wie wichtig mentale Stärke ist. London arbeitete an seinen Routen, verbesserte sein Blocking und wurde zu einem kompletten Receiver. Die Falcons profitierten davon – und setzten immer mehr auf Passspielzüge, die seine Stärken ausspielen.
Saison | Receptions | Yards | Touchdowns |
---|---|---|---|
Rookie-Saison | 72 | 866 | 4 |
Zweite Saison | 69 | 905 | 2 |
Dritte Saison | 100 | 1.271 | 9 |
Die Zahlen zeigen, wie London über drei Jahre hinweg immer besser wurde. Kein anderer Receiver der Falcons hat in den ersten drei Jahren mehr Bälle gefangen. Diese Entwicklung ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis von harter Arbeit, klugen Entscheidungen und dem Vertrauen des Teams.
Heute das Gesicht der Falcons – und die Zukunft fest im Blick
Inzwischen ist London aus der Offensive der Falcons nicht mehr wegzudenken. Mit seiner Größe von 1,96 Metern, einem Gewicht von 95 Kilogramm und seiner Vielseitigkeit ist er für jede Defense schwer zu stoppen. Er hat sich als Zielspieler für tiefe und mittlere Pässe bewährt, ist in der Red Zone brandgefährlich und nutzt seine Basketball-Erfahrung, um auch in engen Situationen den Ball zu sichern.
Die Falcons setzen auf ihn – sportlich und finanziell. Mit der gezogenen Vertragsoption bleibt London mindestens bis zur Saison 2026 in Atlanta. Sein Gehalt spiegelt seine Rolle wider: fast 17 Millionen Dollar sind für einen Passempfänger in dieser Liga eine klare Ansage. Das Team baut die Offensive weiter um ihn auf und sucht gezielt nach Verstärkungen, die seine Stärken ergänzen.
Geburtsort | Moorpark, Kalifornien |
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College | USC Trojans (2019–2021) |
NFL-Draft | 1. Runde, Pick 8 (Atlanta Falcons) |
Körpermaße | 1,96 m / 95 kg |
Vertrag | bis mindestens 2026 (Fifth-Year-Option) |
Die Kombination aus Talent, Arbeitseinstellung und Führungsqualitäten macht London zum Hoffnungsträger für die Falcons. Nach Jahren im Mittelmaß will das Team wieder angreifen – und London soll dabei die Schlüsselrolle übernehmen. Seine Entwicklung gibt Grund zur Hoffnung: Mit jedem Jahr wird er besser, lernt dazu und übernimmt mehr Verantwortung.
Was kommt als Nächstes? London hat die Chance, sich nachhaltig in die Elite der NFL-Receiver zu spielen. Die Zahlen stimmen, das Vertrauen des Teams ist da – jetzt geht es darum, auch in den entscheidenden Spielen abzuliefern. Für die Falcons ist er das Gesicht des Neuaufbaus. Für London selbst ist der Weg noch lange nicht zu Ende. Die Erfahrungen aus College und NFL haben ihn geformt – heute ist er bereit, das nächste Kapitel zu schreiben.
- Pac-12 Offensive Player of the Year (College)
- Falcons-Rookie-Rekord für Receptions
- Erster Falcons-Receiver mit mindestens 65 Receptions in den ersten drei Saisons
- NFL Top 100 Players (Platz 97, dritte Saison)
London ist der Beweis, dass Talent allein nicht reicht. Wer in der NFL bestehen will, braucht Willen, Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, nach Rückschlägen weiterzumachen. Die Falcons haben ihren Schlüsselspieler gefunden – und London ist bereit, das Team in eine neue Ära zu führen.