Jackson Sirmon steht als Linebacker der New York Jets auf dem aktiven NFL-Roster. Nach Jahren voller Zweifel, Verletzungen und Enttäuschungen kämpft er heute um eine feste Rolle im Team. Sein Vertrag läuft noch mehrere Saisons, seine Gesundheit ist zurück – und seine Motivation war nie größer. Doch der Weg hierher war alles andere als vorgezeichnet. Sirmon ist nicht der Superstar, der im Draft gefeiert wurde. Er ist der Spieler, der immer wieder aufstehen musste, weil ihn niemand auf dem Zettel hatte. Wie schafft es so jemand, sich in der NFL zu behaupten?
Die Antwort liegt in seiner Geschichte. Sirmon hat nie den leichten Weg gewählt. Er musste sich nach einer schweren Verletzung im College zurückkämpfen, wurde im Draft übergangen und landete zunächst nur im Practice Squad. Jeder Rückschlag hat ihn geformt. Heute steht er nicht nur für die Jets auf dem Feld, sondern auch für eine Haltung: Wer nicht aufgibt, bekommt irgendwann seine Chance.
Der lange Weg – Sirmon kämpft sich nach oben
Jackson Sirmons Karriere ist ein Musterbeispiel für Beharrlichkeit. Schon früh zeigte sich, dass er Talent mitbringt. In Brentwood, Tennessee, wächst er in einer Football-Familie auf. Sein Vater Peter war selbst NFL-Linebacker, heute ist er Defensive Coordinator auf College-Niveau. Für Jackson war Football mehr als nur ein Sport – es war Familientradition.
Nach ersten Erfahrungen an der Loyola High School wechselt Sirmon zur Brentwood Academy. Dort wird er zum Leistungsträger: 59 Tackles, 13 davon für Raumverlust, und 10 Sacks zeigen, dass er auf dem Feld den Unterschied machen kann. Doch der Weg ins College ist kein Selbstläufer. Sirmon muss sich beweisen, erst als Rollenspieler, dann als Starter. Er entscheidet sich für die University of Washington, wo er Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernimmt.
In seiner Zeit bei den Huskies steigert sich Sirmon jedes Jahr. In der zweiten Saison stehen bereits 33 Tackles zu Buche, ein Jahr später sind es 92. Im letzten College-Jahr an der Westküste wird er mit einer All-Pac-12-Auszeichnung belohnt. Doch der ganz große Durchbruch bleibt aus. Die Konkurrenz ist stark, die NFL scheint weit weg. Sirmon sucht einen Neuanfang – und wechselt zur University of California, Berkeley.
Rückschläge und neue Chancen – Sirmons College-Jahre
Der Wechsel zu Cal bringt Sirmon eine neue Rolle und mehr Verantwortung. In seiner ersten Saison für die Golden Bears spielt er so stark wie nie zuvor: 104 Tackles, 6 für Raumverlust, 3,5 Sacks – und die Auszeichnung als First-Team All-Pac-12. Sirmon wird zum Anführer der Defense, seine Spielintelligenz und sein Instinkt machen ihn zum Herzstück des Teams.
Doch dann folgt der nächste Rückschlag. In der folgenden Saison verletzt er sich schwer am Bizeps. Nach nur sechs Spielen ist die College-Karriere vorbei. Für viele wäre das das Ende gewesen. Doch Sirmon bleibt dran. Trotz der Verletzung erhält er eine Einladung zum Senior Bowl – ein Zeichen, dass seine Klasse und sein Potenzial auch außerhalb von Statistiken gesehen werden. Für NFL-Teams ist das ein Signal: Hier ist jemand, der sich durchbeißt und nicht aufgibt, wenn es schwierig wird.
College-Station | Spiele | Tackles | Tackles for Loss | Sacks | Auszeichnung |
---|---|---|---|---|---|
Washington | 29 | 152 | 7,5 | 1,0 | Honorable Mention All-Pac-12 |
Cal | 17 | 153 | 9,0 | 3,5 | First-Team All-Pac-12 |
Die Zahlen zeigen, wie Sirmon sich vom Rollenspieler zum Leistungsträger entwickelt hat. Doch Statistiken erzählen nicht die ganze Geschichte. Entscheidend ist, wie er nach dem Rückschlag weitermacht. Mit der Einladung zum Senior Bowl bleibt er im Fokus der Scouts. Die NFL-Tür öffnet sich – aber nur einen Spalt breit.
Vom Undrafted Free Agent zum NFL-Roster – Sirmons Kampf um den Platz
Im Draft bleibt Sirmons Name ungenannt. Für viele Spieler ist das ein Schock. Doch für Sirmon ist es nur ein weiteres Hindernis. Er unterschreibt als Undrafted Free Agent bei den New York Jets – ein Vertrag, der keine Garantien bietet. Im ersten Anlauf schafft er es nicht in den endgültigen Kader. Die Jets entlassen ihn, nehmen ihn aber wenig später ins Practice Squad auf. Für Sirmon ist das kein Rückschritt, sondern die nächste Herausforderung.
Im Training zeigt er, dass er mehr ist als nur ein Lückenfüller. Seine Physis – 1,88 Meter, 109 Kilo – und sein Spielverständnis helfen ihm, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Die Coaches schätzen seinen Einsatz und seine Lernbereitschaft. Sirmon bekommt einen Reserve/Future-Vertrag und bleibt dem Team erhalten. Jeder Tag ist ein neuer Beweis, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Inzwischen steht er fest im Kader der Jets. Seine Rolle wächst, und mit jedem Snap verdient er sich mehr Vertrauen.
Karrierestationen | Erfolge |
---|---|
High School | 59 Tackles, 10 Sacks |
Washington | 92 Tackles in einer Saison |
Cal | First-Team All-Pac-12 |
Jets | Dreijahresvertrag, aktiver Roster |
Die Tabelle zeigt: Sirmon hat auf jeder Stufe seines Werdegangs geliefert. Doch seine eigentliche Stärke liegt darin, dass er sich von Rückschlägen nie hat aufhalten lassen. Wer ihn heute im Jets-Trikot sieht, sieht einen Spieler, der sich seinen Platz hart erarbeitet hat.
Jetzt zählt die NFL – Sirmons neue Chance bei den Jets
Mit einem Dreijahresvertrag in der Tasche und als Teil des aktiven Linebacker-Corps hat Sirmon die nächste Hürde genommen. Seine Aufgaben sind klar: Im Training und auf dem Feld überzeugen, die Defensive verstärken, in den Special Teams aushelfen. Sein Ziel ist einfach – er will mehr als nur ein Kaderplatz. Er will zeigen, dass auch ein Undrafted Player ein Spiel entscheiden kann.
Sirmons Stärken liegen in seiner Vielseitigkeit. Er liest Spielzüge schnell, attackiert den Ballträger entschlossen und bringt Erfahrung aus zwei großen College-Programmen mit. Mit über 300 Tackles, mehreren Sacks und Auszeichnungen im Gepäck hat er bewiesen, dass er auf höchstem Niveau mithalten kann. Die NFL ist schneller, härter, unbarmherziger – doch Sirmon hat schon oft gezeigt, dass er sich anpassen kann.
Auch abseits des Feldes bleibt er bodenständig. Der Sohn eines ehemaligen NFL-Profis weiß, wie schnell sich Karrieren ändern können. Sein Abschluss an der University of California, Berkeley, ist ihm genauso wichtig wie seine Football-Karriere. Die Familie bleibt sein Rückhalt, sein Vater ein ständiger Ratgeber.
Statistik | Wert |
---|---|
Körpergröße | 1,88 m |
Gewicht | 109 kg |
College-Tackles | 301 |
Vertrag Jets | 3 Jahre, 2,83 Mio. USD |
Auszeichnungen | First-Team All-Pac-12, Senior Bowl-Teilnahme |
Diese Zahlen machen deutlich: Sirmon bringt alles mit, was ein NFL-Linebacker braucht – und mehr. Er ist nicht der Spieler, der mit großen Vorschusslorbeeren kam. Er ist der, der jeden Tag beweisen muss, dass er dazugehört.
Fazit: Sirmon steht für alle, die kämpfen müssen
Jackson Sirmon ist heute Teil der New York Jets. Sein Weg dorthin war steinig, voller Hürden und Rückschläge. Doch genau das macht ihn aus. Sirmon steht für all die Spieler, die im Draft übersehen werden, die sich nach Verletzungen zurückarbeiten und die nie den einfachen Weg gehen. Er ist das Beispiel dafür, dass sich Beharrlichkeit auszahlt – im Football und im Leben.
Für die Jets ist Sirmon mehr als nur ein weiterer Name auf dem Roster. Er bringt Energie, Erfahrung und eine Geschichte mit, die das Team inspiriert. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie weit er es noch bringen kann. Doch eines ist klar: Wer so oft zurückkommt wie Jackson Sirmon, der hat sich seinen Platz in der NFL mehr als verdient.