Jermaine Burton steht am Scheideweg. Der Wide Receiver der Cincinnati Bengals geht in seine zweite NFL-Saison – und kämpft um mehr als nur Snaps. Nach einer schwierigen ersten Spielzeit mit wenigen Highlights, aber auffälligen Disziplinproblemen, muss Burton jetzt liefern. Das Talent ist unübersehbar, doch sein Ruf als Risikospieler eilt ihm voraus. Die Bengals setzen auf ihn, doch Geduld ist in der NFL ein knappes Gut. Kann Burton sein Versprechen endlich einlösen – oder bleibt er der Spieler, dem immer etwas im Weg steht?
Während Head Coach Zac Taylor seine Fortschritte lobt und die Tür für eine größere Rolle offenlässt, ist klar: Für Jermaine Burton zählt nur noch das Hier und Jetzt. Die Konkurrenz im Receiver-Corps ist groß, die Erwartungen im Umfeld noch größer. Die Saison könnte zum Wendepunkt werden – für Burton und für die Bengals.
Doch dieser Moment kommt nicht von ungefähr. Burtons Karriere ist geprägt von Hochs und Tiefs, von explosiven Big Plays und selbstverschuldeten Rückschlägen. Wer verstehen will, wie Burton an diesen Punkt kam, muss zurückblicken – auf einen Weg voller Chancen, aber auch voller Stolpersteine.
Talent auf Bewährung – Das Jahr der Bewährung für Jermaine Burton
Die Bengals vertrauen auf Burtons Fähigkeiten, doch sie wissen um das Risiko. In seiner zweiten NFL-Saison steht der Receiver vor der vielleicht wichtigsten Bewährungsprobe seiner Laufbahn. Im ersten Jahr blieb er deutlich hinter den Erwartungen – vier Receptions, 107 Yards, kein Touchdown. Auf dem Papier wenig, auf dem Feld oft unsichtbar. Was auffiel: Seine Explosivität als Returner. Mit 13 Kickoff-Returns und einem Schnitt von 29,1 Yards pro Versuch sorgte er immer wieder für Gefahr im Special Team.
Doch diese Lichtblicke konnten nicht über die Schattenseiten hinwegtrösten. Mehrfach fehlte Burton bei Teamaktivitäten, Disziplinlosigkeiten führten zu Suspendierungen. Die Geduld der Coaches wurde auf die Probe gestellt. Jetzt, im zweiten Jahr, muss Burton beweisen, dass er mehr ist als ein reines Risiko. Die Konkurrenz im Kader schläft nicht. Junge Receiver drängen nach, Routiniers bringen Erfahrung mit. Für Burton ist klar: Wer in der NFL bestehen will, braucht mehr als nur Talent – er muss Tag für Tag liefern.
Die ersten Rückmeldungen aus dem Team geben Anlass zur Hoffnung. Head Coach Taylor spricht von einer „guten Entwicklung“, die Mitspieler loben Burtons Arbeitsmoral. Doch Lob allein bringt keine Yards. Der Kader der Bengals ist tief besetzt, die Ansprüche hoch. Wer sich durchsetzen will, muss konstant abliefern. Für Burton ist die Saison ein „Make-or-Break“-Jahr: Entweder gelingt der Durchbruch, oder das Kapitel NFL könnte schneller enden, als es begonnen hat.
Wie kam es soweit? Die Antwort findet sich in Burtons wechselvoller Laufbahn – von Atlanta nach Kalifornien, von Georgia nach Alabama, vom College-Champion zum NFL-Risiko.
Vom Hoffnungsträger zum „Boom-or-Bust“-Prospect – Burtons Weg ins Rampenlicht
Der Grundstein für Burtons Karriere wurde früh gelegt. Geboren in Atlanta, aufgewachsen in Kalifornien, galt er schon an der Calabasas High School als Ausnahmetalent. Im Under Armour All-America Game zeigte er, was in ihm steckt: Schnelligkeit, sichere Hände, Big-Play-Potential. Das weckte Begehrlichkeiten – und führte ihn direkt ins Herz des College-Footballs.
Bei Georgia startete Burton durch. Bereits als Freshman sammelte er 404 Yards und drei Touchdowns, im zweiten Jahr legte er noch eine Schippe drauf. Höhepunkt: Der Gewinn der College Football Playoffs. Doch der Durchbruch blieb aus, zu wechselhaft präsentierte sich der Receiver auf und neben dem Feld. Immer wieder sorgten kleinere Disziplinprobleme für Unruhe. Die Folge: Der Wechsel ins Transferportal – und der Sprung zu Alabama.
In Tuscaloosa suchte Burton die große Bühne. Und er fand sie – zumindest phasenweise. In zwei Jahren für die Crimson Tide gelangen ihm 1.475 Yards und 15 Touchdowns, 2023 führte er die SEC mit durchschnittlich 20,5 Yards pro Reception an. Kaum ein Receiver war gefährlicher, wenn der Ball tief flog. Doch auch in Alabama sorgte Burton nicht nur mit Big Plays für Schlagzeilen. Nach einem hitzigen Spiel gegen Tennessee wurde er wegen eines Vorfalls abseits des Platzes suspendiert. Die Fragezeichen blieben – trotz aller Zahlen.
Im NFL Draft galt Burton als „Boom-or-Bust“-Prospect. Die Bengals griffen in Runde drei zu – ein kalkuliertes Risiko. Die Statistiken sprachen für ihn, der Charakter ließ Zweifel. Doch Cincinnati wollte es wissen: Kann Burton seine PS endlich auf die Straße bringen?
Station | Spiele | Receptions | Yards | Touchdowns | Bemerkungen |
---|---|---|---|---|---|
Georgia (College) | 21 | 53 | 901 | 8 | National Champion |
Alabama (College) | 26 | 79 | 1.475 | 15 | SEC-Leader Yards/Reception |
Bengals (NFL, 1. Jahr) | 9 | 4 | 107 | 0 | 13 Kickoff-Returns (29,1 Yards/Return) |
Die Zahlen zeigen: Überall, wo Burton spielte, war er für Big Plays gut – aber nie für konstante Produktion. Genau das ist das Problem, das er jetzt in Cincinnati lösen muss.
Zwischen Hoffnung und Risiko – Burtons zweite Chance in der NFL
Der Sprung in die NFL war für Burton kein Selbstläufer. Im ersten Jahr sammelte er kaum offensive Stats, fiel aber als explosiver Returner auf. Die Bengals setzten ihn vor allem in den Special Teams ein – ein Fingerzeig, dass das Vertrauen als Receiver fehlte. Noch schwerer wogen die Disziplinarprobleme. Wiederholt fehlte Burton unentschuldigt bei Team-Meetings und Trainingseinheiten, was zu Suspendierungen führte. In der NFL sind solche Aussetzer selten verziehen.
Doch Burton nutzte die Chance. In der Offseason arbeitete er intensiv an sich. Coaches berichten von einem gereiften Spieler, der die Lektionen aus dem ersten Jahr verstanden hat. Burton selbst äußert sich zurückhaltend, spricht von „neuen Zielen“ und „mehr Verantwortung“. Im Training zeigt er sich konzentriert, im Team wächst das Vertrauen. Die Bengals geben ihm die Plattform – der Rest liegt bei ihm.
Die Situation ist klar: Burton muss liefern. Die Konkurrenz im Receiver-Corps ist groß, die NFL kennt keine Schonfrist. Doch der Receiver bringt alles mit, was es braucht: Tempo, Athletik, sichere Hände. Vor allem aber kann er Spiele mit einem Play kippen. Jetzt muss er zeigen, dass er auch im Alltag eines NFL-Profis bestehen kann – Woche für Woche, Training für Training.
Vertragsjahr | Grundgehalt | Cap Hit | Vertragsdauer |
---|---|---|---|
2. Jahr (aktuell) | $1.059.586 | $1.322.931 | 4 Jahre (Rookie-Vertrag) |
Der Vertrag läuft noch zwei Jahre, doch Garantien gibt es in der NFL nicht. Wer sich nicht durchsetzt, landet schnell auf dem Abstellgleis. Für Burton ist klar: Jeder Snap zählt.
Kann Jermaine Burton seine Geschichte neu schreiben?
Für die Bengals ist die Saison eine Standortbestimmung – für Burton ein Karriere-Kreuzweg. Der Receiver muss sich im Kader behaupten, als Playmaker überzeugen und vor allem als Teamplayer auftreten. Die Rolle als Return-Spezialist ist ein Anfang, reicht aber nicht aus, um langfristig in der NFL zu bleiben. Die Coaches setzen auf seinen Fortschritt, doch die Konkurrenz schläft nicht. Junge Talente und erfahrene Profis machen Druck, der Spielraum für Fehler ist gering.
Burton hat schon viele Chancen bekommen. Im College wechselte er von Georgia nach Alabama, suchte den Neuanfang und fand ihn – zumindest zeitweise. In der NFL bekommt er nun eine weitere Möglichkeit, sein Bild zu ändern. Die Frage ist: Reicht sein Talent, um die Zweifel zu vertreiben? Oder bleibt er das ewige Versprechen, das nie ganz eingelöst wird?
Körpermaße | 6'0" (1,83 m), 204 lbs (93 kg) |
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Geburtsort | Atlanta, Georgia |
Ausbildung | University of Alabama |
Familie | Keine öffentlich bekannten Sportbezüge |
Burtons Geschichte ist die eines Spielers, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt – auf und neben dem Platz. Seine große Stärke: Explosivität, Big-Play-Gefahr, Tempo. Seine größte Schwäche: Disziplin und Zuverlässigkeit. Genau daran arbeitet er jetzt. Die Bengals geben ihm die Bühne – ob er sie nutzt, entscheidet sich in jedem Training, jedem Spiel.
Burton zwischen Chance und Risiko – das entscheidende Jahr
Für Jermaine Burton ist klar: Die NFL gibt selten mehr als eine zweite Chance. Im College galt er als Hoffnungsträger, dann als Problemkind. In Cincinnati bekommt er jetzt die Möglichkeit, seine Geschichte umzuschreiben. Seine Leistungen als Returner zeigen, was in ihm steckt. Doch wer in der NFL bestehen will, muss mehr bieten als Highlights – er braucht Konstanz, Disziplin und das Vertrauen des Teams.
Die Saison wird zeigen, wohin Burtons Weg führt. Gelingt ihm der Durchbruch als Receiver, könnte er zum X-Faktor im Bengals-Angriff werden. Bleibt er ein Spezialist für Special Teams, wird der Weg zurück in die Startformation schwer. Scheitert er erneut an den eigenen Ansprüchen, droht das Ende des NFL-Traums.
Burtons Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Das Talent ist da, die Bühne vorbereitet. Jetzt zählt nur, was er daraus macht. Die Bengals setzen auf ihn – aber nicht für immer. Für Jermaine Burton beginnt das wichtigste Jahr seiner Karriere.