Josh Ali

Position
Wide receiver
Aktuelles Team
Gewicht
200 lbs
Größe
6' 0"
Age
25
College
Kentucky
Experience
2

Josh Ali trägt das grüne Trikot der Saskatchewan Roughriders – ein Wide Receiver aus den USA, der nach Rückschlägen in der NFL in Kanada einen neuen Anlauf wagt. Für viele Fans taucht sein Name plötzlich im Kader der Roughriders auf. Doch hinter dieser Verpflichtung steckt viel mehr als nur ein weiterer Import-Spieler für die Canadian Football League. Ali steht für eine Geschichte, die im US-Football selten erzählt wird: Ein Spieler, der trotz Verletzungen und Enttäuschungen nicht aufgibt, sondern in einer neuen Liga alles auf eine Karte setzt.

Ali kommt aus Miami, hat an der University of Kentucky überzeugt, schaffte es als Undrafted Free Agent zu den Atlanta Falcons – und stand nach nur zwei NFL-Spielen und einer schweren Knöchelverletzung plötzlich vor dem Aus. Aber statt den Helm an den Nagel zu hängen, suchte er eine neue Bühne. Jetzt kämpft er bei den Roughriders um einen Platz im Team. Sein Weg ist geprägt von Rückschlägen, aber auch von einer klaren Haltung: Wer wirklich Profi sein will, muss bereit sein, immer wieder von vorn zu beginnen.

Wie kam es zu diesem Neuanfang? Und was macht Josh Ali zu einem Hoffnungsträger für sein neues Team?

Vom NFL-Traum zum Prüfstein – Josh Alis steiniger Weg

Der Weg nach Kanada beginnt nicht mit einem Triumph, sondern mit einer Enttäuschung. Nach seinem College-Abschluss in Kentucky unterschreibt Ali bei den Atlanta Falcons. Dort läuft es zunächst wie für viele Undrafted Free Agents: Ein Platz im Kader ist keine Selbstverständlichkeit. In seiner ersten Saison bekommt Ali zwei Einsätze, doch der Durchbruch bleibt aus. Stattdessen bringt eine Knöchelverletzung in seiner zweiten Saison alles zum Stillstand. Er landet auf der Injured Reserve-Liste, verpasst die Chance, sich zu beweisen. Die Zeit bei den Falcons endet, als das Team ihn entlässt.

Für viele Spieler ist das der Moment, in dem der Traum von der NFL zerplatzt. Doch Ali sieht die Entlassung nicht als Ende, sondern als Startschuss für einen Neuanfang. Er sucht nach Möglichkeiten, seine Karriere fortzusetzen. Die Canadian Football League wird zur neuen Option. Erst unterschreibt er bei den Calgary Stampeders, schafft es dort aber nicht in den finalen Kader. Doch Ali bleibt dran – und erhält wenig später die Chance bei den Saskatchewan Roughriders.

Diese Hartnäckigkeit kommt nicht von ungefähr. Wer Alis Geschichte kennt, weiß: Schon früh musste er sich durchbeißen. Die Erfahrung aus der NFL, die Verletzung und die Enttäuschung über die Entlassung haben ihn nicht gebrochen – sie haben ihn noch hungriger gemacht.

Vier Jahre Kentucky – Wie aus Josh Ali ein Profi wurde

Wer heute auf Alis Karriere blickt, sieht vor allem die Stationen im Profibereich. Doch der Grundstein für seine Laufbahn wurde schon viel früher gelegt – in Miami, Florida. Ali wächst in einer sportlichen Familie auf. Sein Vater Faheem spielte College-Football an der Louisiana Tech und später in der Arena Football League. Schon in der High School ist Ali ein Leistungsträger: Vier Jahre Starter, 805 Receiving Yards und fünf Touchdowns in seinem Abschlussjahr. Die All-State-Auswahl ist sein erster großer Erfolg.

Mit diesen Leistungen zieht es Ali an die University of Kentucky. Dort wird er zu einem der beständigsten Receiver im Team. Über fünf Jahre kommt er auf 131 Receptions, 1.447 Yards und acht Touchdowns. Er ist kein reiner Deep Threat, sondern ein vielseitiger Spieler, der auch im Special Team Akzente setzt: 29 Punt Returns für 283 Yards stehen in seiner College-Statistik. Sein größter Moment kommt im Belk Bowl, als er mit einem spektakulären Catch den spielentscheidenden Touchdown beisteuert. Für Kentucky-Fans bleibt dieser Augenblick unvergessen – und für Ali ein Beweis, dass er in wichtigen Situationen liefern kann.

Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit machen ihn für die NFL interessant. Doch der Sprung ins Profigeschäft ist ein anderes Kaliber. Als Undrafted Free Agent beginnt für Ali ein harter Kampf um Anerkennung und Spielzeit.

Der Sprung ins Profigeschäft – NFL-Träume und harte Realität

Nach dem College-Abschluss landet Ali bei den Atlanta Falcons. Der Weg in die NFL ist steinig, besonders für Spieler, die nicht gedraftet werden. Ali muss sich im Training beweisen, die Konkurrenz ist groß. In seiner ersten Saison kommt er auf zwei Einsätze, bleibt aber ohne Reception. Das ist für einen Receiver bitter, doch Ali gibt sich nicht geschlagen. Stattdessen nutzt er jede Gelegenheit, um sich zu zeigen. Im zweiten Jahr bringt ihn eine Knöchelverletzung aus dem Rhythmus. Er landet auf Injured Reserve, verpasst wertvolle Zeit, in der andere ihre Positionen festigen.

Die Falcons verlängern seinen Vertrag, doch der große Durchbruch bleibt aus. Am Ende steht die Entlassung – ein harter Schlag für einen jungen Spieler, der sich noch nicht wirklich zeigen konnte. Jetzt steht Ali vor einer Entscheidung: Karriere beenden oder weitermachen? Er entscheidet sich für Letzteres. Die Suche nach einer neuen Chance führt ihn nach Kanada, wo die CFL immer wieder zum Sprungbrett für Spieler mit NFL-Erfahrung wird.

Ali unterschreibt bei den Calgary Stampeders, doch auch dort bleibt ihm der Sprung in den Kader verwehrt. Für viele wäre das der Moment, die Schuhe an den Nagel zu hängen. Aber Ali bleibt dran – und bekommt die nächste Möglichkeit bei den Saskatchewan Roughriders.

Station Spiele Receptions Yards Touchdowns Bemerkung
College (Kentucky) 55 131 1.447 8 Belk Bowl-Winner
NFL (Falcons) 2 0 0 0 Knöchelverletzung
CFL (Calgary/Saskatchewan) n/a n/a n/a n/a Neuer Anlauf

Die Tabelle zeigt: Im College war Ali ein Leistungsträger. In der NFL blieb ihm der Durchbruch verwehrt – auch wegen Verletzungspech. Jetzt steht er vor dem nächsten Kapitel seiner Karriere.

Neuanfang in Kanada – Ali und die Roughriders

Mit dem Wechsel zu den Saskatchewan Roughriders startet Ali bei null. Die CFL ist nicht die NFL, aber sie bietet Spielern wie ihm eine echte Chance. Die Anforderungen sind anders, das Feld ist größer, die Spielregeln variieren. Für einen Receiver bedeutet das: Mehr Raum, mehr Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen. Ali bringt mit 1,83 Metern und 88 Kilo die richtigen körperlichen Voraussetzungen mit. Er ist fit, einsatzbereit und will sich im Kader der Roughriders behaupten.

Die Konkurrenz ist groß, aber Ali weiß, wie man sich durchsetzt. Schon in Kentucky musste er sich gegen erfahrene Spieler behaupten. In Atlanta hat er gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. Jetzt zählt nur noch die Leistung auf dem Platz. Für die Roughriders ist er mehr als nur ein weiterer Neuzugang – er ist ein Spieler, der weiß, was es heißt, um seinen Platz zu kämpfen.

Auch abseits des Feldes bringt Ali das richtige Mindset mit. Seine sportliche Familie, die Erfahrungen aus College und NFL, die Rückschläge und das ständige Arbeiten an sich selbst – all das macht ihn zu einem Profi, der nicht aufgibt. In der CFL will er beweisen, dass sein Weg noch lange nicht zu Ende ist.

Der Blick nach vorn – Was bringt die Zukunft für Josh Ali?

Ali steht am Beginn eines neuen Kapitels. Die CFL ist kein Trostpreis, sondern eine echte Chance, sich zu zeigen und vielleicht noch einmal den Sprung zurück in die große Football-Welt zu schaffen. Für die Roughriders kann er ein wichtiger Baustein werden – als Receiver, als Special Teamer, als erfahrener Profi, der weiß, was harte Arbeit bedeutet.

Seine Geschichte ist auch ein Vorbild für junge Spieler, die nicht aufgeben wollen. Ali zeigt, dass es im Profisport nicht immer geradeaus geht. Verletzungen, Entlassungen, Rückschläge – das alles gehört dazu. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Ali hat sich nie zufrieden gegeben. Er hat sich immer wieder neu erfunden und weitergearbeitet. In Kanada bekommt er jetzt die Chance, das auf einer neuen Bühne zu zeigen.

Für Ali selbst ist der Antrieb klar: Die Liebe zum Spiel, der Traum, Profi zu bleiben, und die Motivation, es allen zu beweisen – vielleicht auch sich selbst. Seine Familie, sein Weg aus Miami bis nach Saskatchewan, die Erfahrungen in College und NFL – all das fließt jetzt in seine neue Aufgabe ein.

Ob Josh Ali in der CFL den großen Durchbruch schafft, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Er ist bereit, alles dafür zu geben. Und vielleicht wird sein Name bald nicht mehr nur in den Statistiken auftauchen, sondern auch als Beispiel dafür, dass es sich lohnt, immer wieder aufzustehen.

Total Stats
No Data
Spieler-Statistiken
No Data