Kendric Pryor

Position
Wide receiver
Aktuelles Team
Gewicht
189 lbs
Größe
5' 11"
Age
26
College
Wisconsin
Experience
2

Kendric Pryor ist Wide Receiver der Cincinnati Bengals. Nach Jahren im Schatten kämpft er heute um einen festen Platz im Kader – und steht damit für einen seltenen Weg in der NFL. Während viele Talente früh glänzen, musste Pryor lange warten, bis er erstmals auf dem Feld stand. Sein erster Catch in einem NFL-Spiel kam spät, doch genau dieser Moment macht seine Geschichte so besonders. Pryor ist kein Star, aber ein Muster an Ausdauer. Seine Karriere zeigt, dass Geduld und Glaube an sich selbst manchmal mehr zählen als pure Begabung.

Der Weg bis zu diesem Punkt war steinig. Pryor hat in der NFL schon mehrmals die Enttäuschung einer Entlassung erlebt, war oft Teil der Practice Squad und musste sich immer wieder neu beweisen. Doch genau diese Erfahrungen haben ihn geprägt. Heute kämpft er in seiner dritten NFL-Saison erneut um einen Platz im aktiven Kader der Bengals. Seine Geschichte ist ein Beispiel für all jene, die in der NFL nicht den einfachen Weg gehen – und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Der späte Durchbruch: Pryors erster NFL-Catch

Nach Jahren voller Rückschläge endlich der Moment, auf den Kendric Pryor so lange hingearbeitet hatte: sein erster Catch in einem NFL-Spiel. Es war kein Touchdown, kein spektakuläres Big Play – aber für Pryor bedeutete dieser eine Passfang alles. In einer Partie gegen die Las Vegas Raiders fing er einen Ball für neun Yards. Statistisch kaum der Rede wert, emotional aber ein Befreiungsschlag. Für einen Spieler, der zuvor fast ausschließlich in der Practice Squad trainierte, war es der Beweis: Der lange Weg hat sich gelohnt.

Dieser Moment kam nicht von ungefähr. Über Jahre hinweg hatte Pryor im Training auf sich aufmerksam gemacht, sich nie hängen lassen und jede Gelegenheit genutzt, um den Coaches zu zeigen, dass auf ihn Verlass ist. Viele andere hätten nach mehreren Entlassungen längst aufgegeben, doch Pryor blieb dran. Sein erster Catch war das Ergebnis harter Arbeit und unbeirrbaren Glaubens an die eigene Chance. Genau solche Geschichten fehlen oft in einer Liga, die von Stars und schnellen Karrieren geprägt ist.

Doch warum dauerte es so lange, bis Pryor seine ersten NFL-Snaps bekam? Die Antwort liegt in den Jahren davor – einer Zeit, in der er immer wieder an der letzten Hürde scheiterte.

Vier Jahre Anlauf: Der beschwerliche Weg zum NFL-Debüt

Der Grundstein für Pryors Karriere wurde schon früh gelegt. Aufgewachsen in Hazel Crest, Illinois, besuchte er die Homewood-Flossmoor High School und fiel dort als vielseitiger Athlet auf. Sein Talent führte ihn an die University of Wisconsin-Madison, wo er in fünf Jahren 99 Pässe für 1.265 Yards und sieben Touchdowns fing. Keine überragenden Zahlen, aber solide – und ein Beleg für seine Zuverlässigkeit.

Trotzdem blieb Pryor beim NFL Draft 2022 ohne Auswahl. Für viele Spieler ist das das Ende aller Träume, doch für ihn war es der Startschuss in einen langen Kampf um Anerkennung. Die Cincinnati Bengals gaben ihm als Undrafted Free Agent eine Chance. Doch schon wenige Monate später folgte die erste Entlassung. Es war der Auftakt zu einer Achterbahnfahrt durch die NFL.

Direkt nach dem Cut meldeten die Jacksonville Jaguars Anspruch auf ihn an. Doch auch dort reichte es nur für die Practice Squad. Pryor trainierte, wartete – und wurde wieder nicht für das aktive Roster nominiert. Als die Bengals ihn erneut verpflichteten, begann ein weiteres Kapitel. Wieder hieß es: Training, Geduld, Hoffnung. Immer wieder fehlte nur ein Schritt bis zur großen Bühne. Doch Pryor ließ sich davon nicht unterkriegen. Er nutzte jede Trainingseinheit, um an sich zu arbeiten, sich im Detail zu verbessern und den Coaches zu zeigen, dass er mehr als ein Kaderfüller ist.

Station Jahre Rolle
Cincinnati Bengals 2022 Undrafted Free Agent, Entlassung vor Saisonstart
Jacksonville Jaguars 2022–2023 Practice Squad
Cincinnati Bengals ab 2023 Practice Squad, später aktiver Kader

Die Tabelle zeigt: Pryors Weg verlief alles andere als gradlinig. Immer wieder musste er Rückschläge verkraften, immer wieder neu ansetzen. Doch genau diese Erfahrungen haben ihn geprägt – und am Ende auf seinen großen Moment vorbereitet.

2024 als Wendepunkt: Beharrlichkeit zahlt sich aus

Der Durchbruch kam, als viele schon nicht mehr damit rechneten. Nach Jahren als Trainingsgast und Ersatzspieler bekam Pryor endlich seine Chance. Verletzungen im Receiver-Corps der Bengals öffneten die Tür, doch Pryor war bereit. Im Training überzeugte er mit sicheren Händen, sauberem Route-Running und einer Professionalität, die bei den Coaches Eindruck hinterließ.

Das Vertrauen des Trainerstabs war kein Zufall. Pryor hatte in den Jahren zuvor an allen Schwächen gearbeitet: Er verbesserte seine Physis, feilte an seiner Technik und entwickelte eine Mentalität, die ihn von vielen anderen unterscheidet. Während andere Spieler mit ähnlichem Werdegang irgendwann resignierten, legte Pryor im Training immer noch eine Schippe drauf. Diese Einstellung machte den Unterschied, als es darauf ankam.

Mit seinem ersten NFL-Catch war der Bann gebrochen. Die Bengals honorierten seine Entwicklung mit einem Reserve/Future-Vertrag – ein Zeichen, dass sie an weiteres Potenzial glauben. Für Pryor ist das mehr als nur ein Stück Papier. Es ist die Bestätigung, dass sich sein langer Kampf gelohnt hat. Und es ist die Motivation, noch mehr zu erreichen.

Gegenwart und Zukunft: Die nächste Bewährungsprobe

Heute steht Kendric Pryor erneut vor einer Bewährungsprobe. Im Wide Receiver Corps der Bengals herrscht große Konkurrenz. Junge Talente drängen nach, erfahrene Profis beanspruchen die Stammplätze. Pryor muss sich gegen Spieler durchsetzen, die entweder höher gedraftet wurden oder bereits mehr NFL-Erfahrung gesammelt haben. Doch genau diese Herausforderung kennt er bereits – und sie hat ihn nie abgeschreckt.

Sein Ziel ist klar: Einen festen Platz im aktiven Kader sichern, mehr Spielzeit bekommen und sich als zuverlässige Option im Passspiel beweisen. Die Coaches schätzen seine Arbeitseinstellung, seine Konzentration im Training und den Teamgeist, den er mitbringt. Pryor weiß, dass jeder Tag zählt. Er arbeitet an den kleinen Details, kämpft um jeden Rep – und nutzt jede Gelegenheit, um sich zu zeigen. Für ihn geht es nicht nur um Statistiken, sondern um Vertrauen und Verantwortung im Team.

Statistik College NFL
Receptions 99 1
Yards 1.265 9
Touchdowns 7 0

Die Zahlen zeigen: Pryor ist kein Spieler der großen Statistiken – noch nicht. Doch er hat sich mit harter Arbeit bis hierher gekämpft. Sein nächstes Ziel ist greifbar nahe. Die Zukunft liegt in seinen eigenen Händen.

Persönliches & Charakter: Mehr als Football

Abseits des Feldes ist Kendric Pryor bodenständig geblieben. Geboren und aufgewachsen in Hazel Crest, Illinois, hat er nie vergessen, woher er kommt. An der Homewood-Flossmoor High School lernte er früh, dass Teamgeist und Disziplin wichtiger sind als Einzelstatistiken. Sein Studium an der University of Wisconsin-Madison schloss er erfolgreich ab – ein Beweis dafür, dass er auch abseits des Footballs Ziele verfolgt.

Coaches und Teamkollegen loben Pryor für seinen Charakter. Seine Professionalität im Training, seine Bereitschaft, für das Team alles zu geben, und sein Umgang mit Rückschlägen machen ihn zu einem Vorbild – vor allem für junge Spieler, die ebenfalls nicht gedraftet wurden. In einer Liga, in der viele Karrieren nach wenigen Monaten enden, zeigt Pryor, dass es sich lohnt, dran zu bleiben.

Für viele ist er der Beweis, dass man auch ohne große Namen und Vorschusslorbeeren in der NFL bestehen kann. Seine Geschichte motiviert nicht nur Teamkollegen, sondern auch Fans, die an den Außenseiter glauben wollen.

Fazit: Die Kraft der Beharrlichkeit

Kendric Pryor hat es geschafft – nicht als Star, sondern als Kämpfer. Vom undrafteten Rookie über mehrere Entlassungen bis hin zum ersten NFL-Catch hat er nie aufgegeben. Sein Weg ist ein Beispiel dafür, dass Durchhaltevermögen und täglicher Einsatz manchmal mehr zählen als Talent allein. Heute kämpft er um einen festen Platz bei den Bengals – und seine Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

Für die Bengals ist er mehr als nur ein Name auf der Kaderliste. Er steht für den Glauben an die zweite Chance, für die Hoffnung, dass sich harte Arbeit auszahlt – und für die Kraft, auch nach Rückschlägen immer wieder aufzustehen. Wer wissen will, wie man sich in der NFL durchbeißt, muss nur auf Kendric Pryor schauen. Seine Reise ist eine Erinnerung daran, dass es im Football – wie im Leben – nicht immer auf den ersten Versuch klappt. Manchmal braucht es Geduld, Mut und den festen Willen, bis die Tür endlich aufgeht.

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