Kyron Johnson

Position
Linebacker
Aktuelles Team
Gewicht
235 lbs
Größe
6' 0"
Age
26
College
Kansas
Experience
3

Kyron Johnson steht aktuell ohne NFL-Vertrag da. Nach Stationen bei den Philadelphia Eagles, Pittsburgh Steelers und Tennessee Titans ist er Free Agent – wieder einmal. Johnson hat sich in der Liga den Ruf eines Special-Teams-Spezialisten erarbeitet, doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Seine Geschichte ist die eines Spielers, der immer wieder neu ansetzen musste: Teamwechsel, Verletzungen, kurze Verträge – und trotzdem nie aufgegeben hat. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf seinen Weg.

Viele NFL-Fans kennen Johnson kaum. In den Boxscores taucht sein Name selten auf. Doch in den Special Teams, dort wo Spiele oft entschieden werden, war er zuletzt ein verlässlicher Faktor. Und genau das macht ihn zu einem der „unsichtbaren Helden“ auf dem Feld – Spieler, die selten Schlagzeilen schreiben, aber für jeden Kaderkampf unverzichtbar sind. Doch wie wird man eigentlich zu so einem Spezialisten? Johnsons Werdegang liefert Antworten.

Der Spezialist im Spotlight – Kyron Johnsons aktueller Stand

Seit seiner Entlassung bei den Tennessee Titans ist Johnson Free Agent. Ein neuer Vertrag ist nicht in Sicht. Die letzte Zeit verbrachte er als Special-Teams-Spieler, oft im Practice Squad, ab und zu im aktiven Kader. Die genaue Verletzung, die zu seiner Trennung von den Titans führte, ist nie öffentlich geworden. Klar ist nur: Aktuell sucht Johnson einen neuen Arbeitgeber – und das nach mehreren Jahren, in denen er sich in der NFL immer wieder behaupten musste.

Seine Rolle in den letzten Teams war klar definiert. Johnson war selten für Defense-Snaps eingeplant. Stattdessen setzte man auf seine Schnelligkeit und Physis in den Special Teams – beim Kickoff, beim Punt, überall dort, wo Athletik und Disziplin gefragt sind. Für viele Spieler ist diese Aufgabe ein Sprungbrett, für Johnson wurde sie zur Hauptaufgabe. Der Weg dorthin war lang – und alles andere als geradlinig.

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Denn schon früh musste sich Johnson immer wieder neu beweisen. Wie er zu diesem Spezialisten wurde, zeigt ein Blick zurück auf seine Karriere – von den Anfängen in Texas bis zum Sprung in die NFL.

Auf der Suche nach der NFL-Nische – Johnsons Weg von Texas bis zum Draft

Geboren und aufgewachsen in Arlington, Texas, stand Football für Kyron Johnson schon früh im Mittelpunkt. In der High School zeigte er sich als vielseitiger Spieler, der in der Defense und den Special Teams Akzente setzte. Doch schon hier lernte er die Schattenseiten des Sports kennen: Eine schwere Verletzung im Abschlussjahr zwang ihn zur Pause – auf einer Trage wurde er damals vom Feld gebracht. Trotzdem blieb er dran und sicherte sich ein Stipendium bei den Kansas Jayhawks.

In Kansas entwickelte sich Johnson zum Leistungsträger. In fünf Jahren absolvierte er 57 Spiele, sammelte fast 200 Tackles, über zehn Sacks und war immer wieder für Big Plays gut. Sein Markenzeichen: Aggressivität im Pass Rush und ein gutes Gespür für den Ball. 2021 wurde er ins Second-Team All-Big 12 gewählt – ein Beleg für seine Entwicklung. Doch trotz starker College-Statistiken galt er im Draft als Außenseiter. Die Scouts lobten seine Athletik, waren aber unsicher, ob er als klassischer Linebacker oder Edge in der NFL bestehen kann.

Im Draft wurde Johnson spät gezogen – in der sechsten Runde griffen die Philadelphia Eagles zu. Für viele Spieler ist das der Anfang vom Ende. Doch für Johnson begann damit der Kampf um eine Nische in der besten Football-Liga der Welt.

Vom College-Star zum Rollenspieler – dieser Übergang ist für viele ein Schock. In Kansas war Johnson Stammspieler, in der NFL musste er sich hinten anstellen. Doch genau hier zeigte sich sein Charakter: Er nahm jede Aufgabe an, konzentrierte sich auf die Special Teams und wartete auf die nächste Chance. Dort, wo andere resignieren, begann für ihn der nächste Abschnitt.

Zwischen Teams und Verletzungen – Der harte Weg durch die NFL

In seiner ersten NFL-Saison kam Johnson für die Eagles in fast allen Spielen zum Einsatz – allerdings fast ausschließlich in den Special Teams. Acht Tackles stehen in den Statistiken, große Highlight-Plays blieben aus. Doch Johnson erfüllte seine Rolle zuverlässig. Trotzdem wurde er nach der zweiten Saison entlassen, kurz darauf in den Practice Squad aufgenommen – und wenig später endgültig freigestellt. Die nächste Chance ließ nicht lange auf sich warten: Die Pittsburgh Steelers holten ihn in ihren Practice Squad, später sogar in den aktiven Kader.

Auch bei den Steelers blieb Johnson das, was er am besten kannte – ein Spieler für die Special Teams. In sechs Spielen zeigte er, dass er auf diesem Niveau bestehen kann. Doch der Konkurrenzdruck ist hoch, die Verträge kurz. Die Steelers trennten sich nach wenigen Monaten wieder von ihm. Es folgte ein neues Kapitel – dieses Mal bei den Tennessee Titans.

Bei den Titans unterschrieb Johnson zunächst im Practice Squad, später bekam er einen Reserve/Future-Vertrag. Doch auch hier blieb ihm das Glück nicht treu. Eine Verletzung sorgte dafür, dass er erneut ohne Team dasteht. Die Art der Verletzung wurde nie öffentlich, aber sie reichte aus, um seinen Vertrag aufzulösen. Was bleibt, ist die Erfahrung aus mehreren NFL-Stationen und der ständige Kampf um einen Platz im Kader.

Jahr Team Rolle Spiele (NFL)
Rookie-Saison Philadelphia Eagles Special Teams 16
Zweite Saison Philadelphia Eagles Practice Squad -
Dritte Saison Pittsburgh Steelers Special Teams 6
Letzte Station Tennessee Titans Practice Squad / Reserve -

Die Tabelle zeigt: Johnsons Karriere ist geprägt von Wechseln, kurzen Verträgen und wenigen Einsätzen in der Defense. Doch genau das macht seinen Weg interessant. Während viele Talente früh scheitern, hat er sich immer wieder in den Vordergrund gespielt – wenn auch „nur“ in den Special Teams.

Der Mensch hinter dem Spezialisten – Zahlen, Fakten, Charakter

Kyron Johnson bringt alles mit, was ein moderner Special-Teams-Spieler braucht: 1,83 Meter groß, 107 Kilogramm schwer, dazu eine beeindruckende Athletik. Seine College-Statistiken können sich sehen lassen: 191 Tackles, 22 Tackles für Raumverlust, 11,5 Sacks, acht erzwungene Fumbles in 57 Spielen. In der NFL stehen acht Tackles in 22 Spielen zu Buche – fast ausschließlich in den Special Teams.

Doch Johnson ist mehr als nur Zahlen. Er hat sein Studium an der University of Kansas abgeschlossen, ist in Arlington, Texas verwurzelt und gilt als Teamplayer. Wer mit Coaches oder Mitspielern spricht, hört immer wieder das Gleiche: Johnson gibt nie auf, nimmt jede Rolle an und bleibt auch in schwierigen Phasen fokussiert. Gerade diese Eigenschaften haben ihm immer wieder neue Chancen verschafft.

Station Spiele (NFL) Special Teams Tackles (NFL) College Tackles College Sacks
Eagles 16 8 - -
Steelers 6 - - -
Kansas Jayhawks - - 191 11,5

Die Zahlen zeigen: Als College-Spieler war Johnson ein Playmaker, in der NFL wurde er zum Rollenspieler. Doch gerade auf den Special Teams braucht jedes Team solche Typen – Spieler, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen, ohne auf die große Bühne zu schielen.

Ausgangslage und Ausblick – Was kommt nach der Verletzung?

Johnson steht wieder am Scheideweg. Als Free Agent ist unklar, ob und wo er eine neue Chance bekommt. Die NFL ist bekannt dafür, Spezialisten in den Special Teams zu schätzen – vor allem, wenn sie flexibel einsetzbar sind und Erfahrung mitbringen. Johnson erfüllt beide Kriterien. Gleichzeitig ist das Risiko für Teams überschaubar: Kurze Verträge, überschaubares Gehalt, aber ein Spieler, der sofort helfen kann.

Die Frage ist, ob Johnson nach der letzten Verletzung den Sprung zurück schafft. Viele Spieler in seiner Situation entscheiden sich für einen anderen Weg – sei es als Coach, als Mentor für junge Spieler oder ganz außerhalb des Sports. Doch wer Johnsons Karriere verfolgt hat, weiß: Er wird es zumindest versuchen. Seine Geschichte steht für viele „Nischen-Spieler“ in der NFL – Profis, die nie im Rampenlicht stehen, aber jede Woche alles geben, um im Kader zu bleiben.

Was bleibt, ist der Respekt vor seinem Weg. Johnson hat sich nie als Star gesehen, sondern als Teil eines Teams – egal, wie groß oder klein die Rolle war. Und vielleicht liegt genau darin seine größte Stärke. Denn in einer Liga, in der viele Karrieren schnell enden, ist es gerade diese Haltung, die den Unterschied macht. Ob als Spieler, Trainer oder in einer ganz neuen Rolle – Kyron Johnson wird auch den nächsten Abschnitt seiner Karriere annehmen. Der Spezialist bleibt auf der Suche nach seiner NFL-Nische – und vielleicht wartet irgendwo schon die nächste Gelegenheit.

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