Sam Hubbard

Position
Defensive end
Aktuelles Team
Gewicht
265 lbs
Größe
6' 5"
Age
29
College
Ohio State
Experience
7

Sam Hubbard hat seinen Helm an den Nagel gehängt – und Cincinnati verliert mehr als nur einen Defensive End. Nach sieben Jahren bei den Bengals, davon mehrere als Kapitän und Gesicht der Defense, verabschiedet sich ein Spieler, der wie kaum ein anderer für Heimatverbundenheit und Einsatz steht. Nicht viele NFL-Karrieren verlaufen so stringent und emotional wie seine: Von der High School über das College bis in die NFL – immer blieb Hubbard seiner Stadt und seinem Team treu. Sein Rücktritt ist für Cincinnati ein echtes Kapitelende, aber auch der Beginn eines neuen Abschnitts für einen, der nie vergessen wird.

Wie schafft es ein Spieler, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zur Identifikationsfigur einer ganzen Stadt zu werden? Die Antwort auf diese Frage beginnt in den Straßen Cincinnatis – und zieht sich wie ein roter Faden durch Hubbards gesamte Laufbahn.

Der Grundstein für diese außergewöhnliche Karriere wurde schon früh gelegt. Noch bevor Hubbard in der NFL für Aufsehen sorgte, entwickelte er in seiner Heimat alles, was ihn später auszeichnen sollte: Disziplin, Teamgeist und den unbedingten Willen, immer für seine Mannschaft da zu sein. Diese Wurzeln machten ihn am Ende zu mehr als nur einem Spieler – sie machten ihn zum Symbol für Cincinnati.

Wurzeln in Cincinnati: Die Geschichte eines Lokalhelden beginnt

Hubbard wurde in Cincinnati geboren und wuchs in einer Familie auf, in der Sport zum Alltag gehörte. Schon auf der Archbishop Moeller High School zeigte er, dass er mehr als nur Talent besaß. Im Football und Lacrosse sammelte er Auszeichnungen, doch vor allem fiel er durch seinen Ehrgeiz und seine Vielseitigkeit auf. Mit 1,96 Meter Körpergröße und 120 Kilogramm war er schon damals eine imposante Erscheinung – aber was ihn wirklich abhob, war sein Engagement für die Gemeinschaft und seine Loyalität zur Heimat.

Diese Eigenschaften blieben sein Markenzeichen, als es für ihn nach der High School an die Ohio State University ging. Dort spielte er ab seinem ersten Jahr eine wichtige Rolle für die Buckeyes und entwickelte sich zum Leistungsträger. 116 Tackles und 17 Sacks sprechen eine klare Sprache, doch auch abseits der Statistiken war er ein Spieler, auf den sich Coaches und Mitspieler verlassen konnten. 2017 wurde er ins Second-Team All-Big Ten gewählt – ein weiterer Beleg dafür, dass sein Weg nach oben führte.

Die Jahre an der Ohio State waren für Hubbard mehr als nur eine sportliche Ausbildung. Sie schärften seinen Charakter und stärkten die Verbindung zu seiner Heimat. Schon damals war klar: Sollte es mit der NFL klappen, wäre Cincinnati der perfekte Ort. Genau so kam es dann auch.

Vom College zur NFL: Ein Heimkehrer schreibt seine eigene Story

Im NFL Draft wurde Hubbard von den Cincinnati Bengals gezogen – ein Szenario, das für viele junge Spieler ein Traum bleibt. Für Hubbard war es die Chance, nicht nur Profi zu werden, sondern auch seine Stadt auf der größten Football-Bühne zu vertreten. Gleich in seinem ersten Jahr kam er regelmäßig zum Einsatz, sammelte Tackles und Sacks und spielte sich in die Herzen der Fans.

Der Sprung vom College zur NFL ist für viele eine Herausforderung. Für Hubbard war es ein Heimspiel. Durch seine lokale Verwurzelung und die Unterstützung von Familie und Freunden konnte er sich schnell an das Tempo und die Härte der Liga gewöhnen. In den ersten Jahren steigerte er seine Statistiken stetig, wurde zum festen Bestandteil der Defensive Line und übernahm immer mehr Verantwortung auf und neben dem Feld.

Diese Entwicklung kam nicht von ungefähr. Schon in seiner zweiten NFL-Saison zeigte sich, dass Hubbard mehr als nur ein Rollenspieler war. Mit seiner Physis, Spielintelligenz und seinem Teamgeist wurde er schnell zu einem der wichtigsten Verteidiger der Bengals. Doch es war nicht nur sein Spiel, das Eindruck machte – es war auch seine Art, die Mannschaft zu führen und den Takt vorzugeben.

Mit jedem Jahr wuchs Hubbards Einfluss. Die Coaches setzten auf ihn, die Mitspieler schätzten ihn. Spätestens als er zum Teamkapitän gewählt wurde, war klar: Hier steht einer auf dem Feld, der mehr als nur seine Aufgabe erfüllt. Hubbard wurde zur Stimme in der Kabine und zum Vorbild für jüngere Spieler. Seine Führungsqualitäten zeigten sich in entscheidenden Momenten – und genau diese Momente sollten seiner Karriere einen besonderen Stempel aufdrücken.

Schlüsselrolle, Rekorde und unvergessene Momente in Orange und Schwarz

Hubbards Zeit als Teamkapitän war geprägt von Highlights und großen Spielen. Einer der Höhepunkte: sein legendärer 98-Yard-Fumble-Return-Touchdown in einem Playoff-Spiel gegen die Baltimore Ravens. Kaum ein Bengals-Fan wird diesen Moment vergessen – nicht nur wegen der Länge des Returns, sondern auch, weil Hubbard damit ein Ausrufezeichen setzte. Solche Aktionen machten ihn zum Gesicht der Defense, zum Anführer in kritischen Situationen.

Doch auch abseits solcher Glanzlichter zeigte Hubbard Woche für Woche, warum er so wertvoll für die Bengals war. Seine Statistiken sprechen für sich: 398 Tackles, 38,5 Sacks, 6 erzwungene Fumbles, 5 Fumble Recoveries, 16 abgewehrte Pässe, 1 Interception und insgesamt 3 Touchdowns – darunter auch ein Offensiv-Touchdown. Mit diesen Zahlen gehört er zu den produktivsten Verteidigern, die das Bengals-Trikot je getragen haben.

Karriere-Meilenstein Jahr
Draft Pick (#77) 2018
Starter bei den Bengals ab 2018
Teamkapitän Defense ab 2021
98-Yard-Fumble-Return-TD (Playoffs) 2023
Karriereende als Bengal 2025

Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Stationen in Hubbards Karriere. Jeder Meilenstein steht für einen neuen Schritt – vom Draft über die Führungsrolle bis hin zu den großen Playoff-Momenten, die ihn endgültig zum Publikumsliebling machten.

Sein Wert für das Team zeigte sich auch abseits der Zahlen. 2021 verlängerten die Bengals seinen Vertrag um vier Jahre – ein klares Zeichen, dass man auf seine Erfahrung und sein Können setzte. Für Hubbard war das mehr als nur ein Zahltag. Es war die Bestätigung, dass sein Weg, der immer auch der Weg seiner Stadt war, weitergeht.

Doch wie bei so vielen NFL-Karrieren blieb auch Hubbard nicht von Rückschlägen verschont. Verletzungen gehören zum Alltag eines Profis – und in einer seiner letzten Saisons musste er nach einer PCL-Verletzung vorzeitig Schluss machen. Das war der Moment, in dem er über die Zukunft nachdachte und sich schließlich für den Abschied entschied. Ein Schritt, der nicht nur sportlich, sondern auch emotional schwerwog.

Abschied mit Größe: Rücktritt, Resonanz und Vermächtnis

Hubbards Entscheidung, die Football-Schuhe an den Nagel zu hängen, kam nach reiflicher Überlegung. Gesundheitliche Gründe spielten eine Rolle, aber ebenso das Gefühl, alles für sein Team gegeben zu haben. Für die Bengals und ihre Fans war der Abschied ein echter Einschnitt. Plötzlich fehlte nicht nur ein Leistungsträger, sondern auch das emotionale Zentrum der Defense.

Die Reaktionen aus der Mannschaft, der Stadt und der gesamten NFL ließen nicht lange auf sich warten. Teamkollegen lobten seinen Einsatz, Trainer hoben seine Führungsqualitäten hervor und Fans erinnerten sich an die großen Momente, die er ihnen beschert hatte. Besonders in Cincinnati spürte man, wie eng Hubbard mit seiner Heimat verbunden war – und wie sehr er das Team und die Stadt geprägt hat.

Doch sein Einfluss reicht weit über das Spielfeld hinaus. Mit der Gründung der Sam Hubbard Foundation setzte er ein Zeichen für soziales Engagement. Die Stiftung kümmert sich um bedürftige Kinder und Jugendliche in Cincinnati, organisiert Sportprogramme und setzt sich für Bildungschancen ein. Auch nach dem Karriereende bleibt Hubbard der Stadt erhalten – jetzt als Förderer, Unterstützer und Vorbild für die nächste Generation.

Statistik Wert
Tackles (gesamt) 398
Sacks 38,5
Erzwungene Fumbles 6
Fumble Recoveries 5
Pass Deflections 16
Interceptions 1
Touchdowns (Defensiv/Offensiv) 3 (2/1)

Die Zahlen zeigen, wie konstant und vielseitig Hubbard über die Jahre war. Doch sie erzählen nur einen Teil der Geschichte. Viel wichtiger ist, was sein Charakter und seine Loyalität für das Team und die Stadt bedeuten.

Mehr als ein Spieler: Hubbards Vermächtnis in Cincinnati

Mit dem Rücktritt endet eine Ära bei den Bengals, aber das Vermächtnis von Sam Hubbard bleibt. Kaum ein NFL-Spieler verkörpert die Verbindung zwischen Team und Stadt so glaubhaft wie er. Für viele junge Talente aus Cincinnati ist er zum Vorbild geworden – nicht nur wegen seiner Leistungen, sondern auch wegen seiner Haltung und seinem Engagement.

Auch abseits des Feldes bleibt Hubbard präsent. Seine Stiftung wächst stetig, und sein Einsatz für die Gemeinschaft zeigt, dass Football für ihn immer mehr war als nur ein Spiel. Die nächste Generation von Spielern profitiert von seinem Weg und seinem Beispiel. In den Trainingszentren der Bengals und auf den Straßen Cincinnatis wird man noch lange über seine Tackles, Sacks und großen Momente sprechen – aber genauso über den Menschen Sam Hubbard.

Die Geschichte von Sam Hubbard ist die eines Heimkehrers, der es geschafft hat, auf der größten Bühne des Sports für seine Stadt zu kämpfen – und dabei nie vergessen hat, wo er herkommt. Mit seinem Rücktritt verliert die NFL einen starken Verteidiger, Cincinnati aber behält einen Helden.

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