Shemar Bartholomew trägt das Trikot der Carolina Panthers – und das ist keine Selbstverständlichkeit. Als Cornerback im Kader der Panthers arbeitet er daran, sich einen festen Platz im Team zu sichern. Noch vor kurzem galt er als Außenseiter: Ohne Draftplatz, ohne großes Aufsehen, aber mit einer Geschichte, die zeigt, wie weit Zielstrebigkeit im Pro Football führen kann. Bartholomew beweist, dass auch Spieler abseits des Rampenlichts ihren Weg in die NFL finden können.
Wer heute auf das Trainingsfeld der Panthers blickt, sieht einen Verteidiger, der sich in jeder Einheit beweisen will. Shemar Bartholomew ist kein Star, aber ein Kämpfer. Er ist der Typ Spieler, der nach Rückschlägen nicht aufgibt, sondern erst recht angreift. Sein Weg in die NFL war steinig – und genau das macht seine Geschichte so besonders.
Doch bevor Bartholomew im Panthers-Dress um Einsatzzeit kämpfte, musste er einen langen und oft steinigen Weg gehen. Seine Geschichte ist ein Beispiel für all jene, die bei der Draft leer ausgehen und trotzdem an ihre Chance glauben.
Vom Undrafted Rookie zum NFL-Spieler: Bartholomews Durchbruch
Der Sprung in die NFL gelingt den wenigsten – und noch seltener denen, die beim Draft nicht ausgewählt werden. Shemar Bartholomew gehörte zu dieser Gruppe. Nach einer starken College-Karriere blieb ihm die große Bühne zunächst verwehrt. Kein Team griff beim Draft zu, kein Medienrummel, keine Garantie auf einen Vertrag. Doch Bartholomew ließ sich davon nicht entmutigen.
Seine erste Station waren die New York Jets. Dort erhielt er einen Dreijahresvertrag, der finanziell zwar keine Schlagzeilen machte, aber die Tür zur NFL öffnete. In der Vorbereitung auf die Saison sammelte Bartholomew erste Erfahrungen im Profigeschäft. In drei Vorbereitungsspielen kam er auf sieben Tackles. Doch das reichte nicht: Die Jets trennten sich von ihm, bevor die Saison richtig begann.
Für viele wäre das der Moment gewesen, den Traum aufzugeben. Nicht für Bartholomew. Fast nahtlos bot sich eine neue Gelegenheit: Die Carolina Panthers sicherten sich seine Dienste. Von da an hieß es, sich erneut zu beweisen – diesmal in einem Team, das für junge Verteidiger bekannt ist, die ihre Chancen bekommen.
Schon in seinem ersten Einsatz für die Panthers setzte Bartholomew ein Ausrufezeichen. Drei Tackles in seinem ersten Spiel für Carolina zeigten, dass er nicht nur auf dem Papier konkurrenzfähig ist. Die Zeit der Zweifel war vorbei – jetzt zählte nur noch die Leistung auf dem Feld.
Diese ersten Erfolge kamen nicht von ungefähr. Der Grundstein wurde Jahre zuvor gelegt – weit entfernt von den Scheinwerfern der NFL.
Der lange Weg aus Louisiana: Bartholomews Football-Anfänge
Wer Shemar Bartholomew heute sieht, ahnt kaum, wie früh er sich an harte Konkurrenz gewöhnen musste. Geboren in New Orleans, wuchs er in Texas auf. Schon an der Cypress Ranch High School wurde sein Talent als Verteidiger sichtbar. Mit 40 Tackles, fünf Interceptions und zwölf Pass-Breakups im Abschlussjahr zählte er zu den Leistungsträgern seines Teams.
Doch der Sprung von der High School ins College war nur der erste Schritt. Bartholomew entschied sich für Northwestern State. Dort entwickelte er sich über mehrere Jahre zum Führungsspieler. Doch die ganz große Aufmerksamkeit blieb aus – ein Schicksal, das viele Defensive Backs an kleineren Colleges teilen.
Sein Wechsel zu Georgia Southern brachte schließlich den Durchbruch. In seinem letzten College-Jahr wurde Bartholomew ins Second Team All-Sun Belt gewählt. Seine Leistungen sprachen für sich: Schnelligkeit, Spielverständnis, und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment zur Stelle zu sein. Trotzdem blieb ihm der große Sprung in den NFL-Draft verwehrt.
Wie geht man mit einer solchen Enttäuschung um? Bartholomew machte einfach weiter. Er arbeitete an seinen Schwächen, verließ sich auf seine Stärken und blieb geduldig. Die Erfahrung aus den College-Jahren half ihm, auch in der NFL nicht den Kopf zu verlieren.
Doch die härteste Prüfung wartete noch – der Sprung ins Profigeschäft und der Kampf um einen Platz im Kader.
Chance genutzt: Von der Entlassung zum neuen Team
Der Start bei den New York Jets war vielversprechend: Drei Vorbereitungsspiele, sieben Tackles, solide Leistungen im Training. Doch im NFL-Geschäft zählt oft nicht nur das Talent, sondern auch das richtige Timing. Bartholomew musste das Team wieder verlassen. Für viele junge Spieler ist das eine bittere Erfahrung – das Ende eines Traums, bevor er richtig begonnen hat.
Doch Bartholomew ließ sich davon nicht beirren. Kaum freigestellt, meldeten sich die Carolina Panthers. Für ihn war das die nächste Chance. In Carolina traf er auf ein Team, das immer wieder jungen Verteidigern eine Plattform bietet. Bartholomew wusste: Jetzt darf er sich keinen Fehler erlauben.
Im Training zeigte er Präsenz, arbeitete an seiner Technik und überzeugte mit seiner Spielintelligenz. Die Panthers belohnten seinen Einsatz – und gaben ihm direkt in der regulären Saison eine Chance. Drei Tackles im ersten Spiel, dazu ein sicherer Auftritt auf dem Feld. Damit machte er klar: Wer ihm eine Chance gibt, bekommt vollen Einsatz.
Bartholomews Weg ist geprägt von Rückschlägen, aber auch von der Fähigkeit, daraus zu lernen. Er bleibt auf dem Boden, arbeitet an den Details und nutzt jede Gelegenheit, sich zu zeigen. Genau das macht ihn für Coaches interessant – und für Mitspieler zum Vorbild.
Heute bei den Panthers: Status, Perspektive und Zahlen
Aktuell steht Bartholomew als Cornerback im Kader der Carolina Panthers. Sein Vertrag läuft über drei Jahre, das Gehalt ist solide – aber noch lange kein Spitzenverdienst. In seinem zweiten NFL-Jahr kämpft er darum, mehr Spielzeit zu bekommen und sich langfristig in der Liga zu halten. Die Panthers setzen auf seine Lernbereitschaft und seine Athletik.
Kategorie | Wert |
---|---|
Körpergröße | 1,85 m |
Gewicht | 91 kg |
Position | Cornerback |
Vertrag | 3 Jahre, 2,84 Mio. US-Dollar |
Jährliches Gehalt | 960.000 US-Dollar |
Preseason 2024 (Jets) | 7 Tackles in 3 Spielen |
Regular Season 2024 (Panthers) | 3 Tackles in 1 Spiel |
College-Auszeichnung | Second Team All-Sun Belt |
Die Zahlen zeigen, wo Bartholomew aktuell steht – und welches Potenzial noch in ihm steckt. Coaches loben vor allem seine Entwicklung seit dem College und seine Bereitschaft, sich in neue Systeme einzufügen. Experten sehen ihn als Spieler, der sich durch harte Arbeit nach oben kämpft. Die kommenden Monate werden zeigen, ob er sich in der Startelf festsetzen kann.
Auch die Konkurrenz schläft nicht. Im Kader der Panthers gibt es erfahrene Cornerbacks und junge Talente. Doch Bartholomew bringt eine besondere Mentalität mit: Er weiß, wie es ist, außen vor zu sein – und wie man sich zurückkämpft. Genau das schätzen die Trainer an ihm.
Der Mensch hinter dem Helm: Herkunft, Ausbildung und Persönlichkeit
Abseits des Feldes bleibt Bartholomew bodenständig. Seine Wurzeln liegen in New Orleans, seine Jugend verbrachte er in Texas. Die Familie hält sich aus der Öffentlichkeit heraus, über private Hintergründe ist wenig bekannt. Dafür spricht seine sportliche Laufbahn umso deutlicher für ihn: Erst die High School in Cypress, dann Northwestern State, schließlich Georgia Southern – und der Abschluss an der Universität.
Bartholomew gilt als ruhiger Typ, der lieber mit Leistung überzeugt als mit großen Sprüchen. Im Team ist er geschätzt, weil er zuhört, Fragen stellt und sich nie mit dem Erreichten zufriedengibt. Seine College-Coaches beschreiben ihn als Spieler, der immer an sich arbeitet und auch nach Rückschlägen nicht aufgibt.
Gerade diese Eigenschaften helfen ihm, sich in der NFL zu behaupten. Während andere an der ersten Entlassung zerbrechen, nimmt Bartholomew sie als Ansporn. Für ihn ist jeder Tag in der Liga eine neue Chance – und genau das macht ihn für junge Spieler zum Vorbild.
Fazit: Vom Undrafted zum Hoffnungsträger
Shemar Bartholomews Weg in die NFL ist eine Geschichte über Geduld, Ehrgeiz und den Glauben an sich selbst. Vom Undrafted Free Agent zum aktiven Cornerback bei den Panthers – diesen Sprung schaffen nur wenige. Bartholomew hat es geschafft, weil er nie aufgegeben hat. Jeder Rückschlag war für ihn Antrieb, noch härter zu arbeiten.
Seine Geschichte zeigt, dass Talent wichtig ist – aber nicht alles. Es geht um Einsatz, Lernwille und den Mut, auch nach Enttäuschungen weiterzumachen. Für die Panthers ist Bartholomew mehr als nur ein weiterer Cornerback. Er steht für den Traum, dass es auch ohne Draftplatz in die NFL gehen kann. Wer sich durchbeißt, bekommt irgendwann seine Chance. Shemar Bartholomew ist der beste Beweis dafür.