Treyton Welch

Position
Tight end
Aktuelles Team
Gewicht
240 lbs
Größe
6' 4"
College
Wyoming

Treyton Welch trägt das Trikot der New Orleans Saints. Als Tight End kämpft er um einen festen Platz im NFL-Kader – und steht damit für eine Geschichte, wie sie im Profisport selten ist. Welch kam nicht über den direkten Weg in die Liga, sondern musste sich nach dem College erst beweisen, wurde von Teams aussortiert und steht nun vor der größten Chance seiner Karriere. Sein Weg ist geprägt von Rückschlägen, harter Arbeit und einem Ziel: Endlich in der NFL anzukommen.

In der NFL zählt nur Leistung. Wer nicht sofort überzeugt, ist schnell wieder draußen. Gerade für Spieler, die wie Welch nicht im Draft ausgewählt wurden, ist jeder Tag ein Test. Doch genau das scheint ihn anzuspornen. Mit jeder Trainingseinheit, mit jedem Catch, mit jedem Block arbeitet er an seinem Traum – und rückt Schritt für Schritt näher an die NFL heran.

Doch wie kam es dazu, dass ein Spieler mit solider College-Karriere den schwierigen Weg über Practice Squads und Entlassungen gehen musste?

Vom Draft übersehen: Der harte Start eines Underdogs

Der Sprung in die NFL beginnt für viele Spieler mit dem Draft. Für Treyton Welch blieb dieser Schritt jedoch zunächst aus. Nach vier Jahren an der University of Wyoming, in denen er sich als zuverlässiger Tight End präsentierte, wartete er vergeblich auf seinen Namen. Die NFL-Teams setzten auf andere Talente, und Welch musste sich als Undrafted Free Agent neu orientieren.

Das erste Angebot kam von den Cleveland Browns. Dort unterschrieb er einen Vertrag, der Hoffnung gab – aber nicht lange hielt. Noch vor dem Start der neuen Saison trennten sich die Browns wieder von ihm. Für viele junge Profis ist das ein schwerer Schlag. Die Konkurrenz ist riesig, die Chancen auf einen neuen Vertrag schwinden schnell. Doch für Welch war die Absage kein Grund aufzugeben. Im Gegenteil: Sie wurde zum Antrieb, es allen zu zeigen.

Wer als Undrafted Free Agent in die NFL kommt, weiß, dass jeder Tag zählt. Die Erwartungen sind niedrig, die Fehler dürfen nicht zu häufig passieren. Welch nutzte die Zeit, arbeitete an seinen Fähigkeiten und blieb bereit für die nächste Gelegenheit. Genau diese Hartnäckigkeit sollte sich bald auszahlen.

Die Basis: Sportliche Vielseitigkeit und stetige Entwicklung

Diese Entschlossenheit kommt nicht von ungefähr. Schon in seiner Heimat Buffalo, Minnesota, war Welch mehr als nur ein Football-Talent. In der High School sammelte er über 1.000 Receiving Yards und 13 Touchdowns in einer Saison. Doch Football war nicht sein einziger Sport. Er spielte auch Hockey, Lacrosse und machte Leichtathletik – ein echter Allrounder, der sich in jedem Team durchsetzen wollte.

Mit dem Wechsel an die University of Wyoming begann für Welch die Spezialisierung auf die Rolle des Tight Ends. Im ersten Jahr kam er nur sporadisch zum Einsatz, doch mit jeder Saison wuchs seine Bedeutung für das Team. Er startete immer mehr Spiele, fing Bälle, erzielte Touchdowns und entwickelte sich zu einer festen Größe in der Offense der Cowboys. Besonders auffällig: seine Zuverlässigkeit in der Red Zone und seine Bereitschaft, auch als Blocker wichtige Aufgaben zu übernehmen.

Saison Spiele Receptions Yards Touchdowns
2019 7
2020 6 5 95 0
2021 12 19 163 2
2022 12 22 308 5
2023 13 31 308 2

Mit insgesamt 77 Receptions, 874 Yards und 9 Touchdowns hinterließ Welch Spuren im College-Football. Seine Entwicklung war stetig, seine Rolle immer wichtiger. Trotzdem blieb ihm der direkte Weg in die NFL verwehrt. Warum? Die Konkurrenz auf der Tight-End-Position ist groß, und oft zählen nicht nur die Zahlen, sondern auch Faktoren wie Geschwindigkeit, Athletik und das Potenzial für die nächste Stufe. Viele Teams setzen auf Offensivwaffen mit spektakulären Messwerten – und übersehen dabei manchmal den Teamplayer, der seine Aufgaben zuverlässig erfüllt.

Doch genau diese Qualitäten brachten Welch die nächste Chance. Nach dem Rückschlag bei den Browns sollte sich bald ein neues Fenster öffnen.

Neue Hoffnung: Die Saints geben ihm eine zweite Chance

Nach dem Ende bei den Browns wechselte Welch zur Practice Squad der New Orleans Saints. Ein Schritt, der für viele junge Profis zunächst wie ein Umweg wirkt, aber oft die Tür zur NFL öffnet. Hier zählt, was im Training gezeigt wird, wie schnell neue Spielzüge gelernt werden und wie groß der Wille ist, sich einzubringen.

Die Saints sicherten sich die Dienste von Welch für die kommenden Jahre – ein klares Zeichen des Vertrauens. Mit dem Reserve/Future-Vertrag bekam er die Möglichkeit, sich im Team zu etablieren. Die Konkurrenz ist auch hier groß. Doch Welch bringt alles mit, was Coaches schätzen: Arbeitswille, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, sich in verschiedene Rollen einzufügen. Er weiß, dass jeder Tag zählt, und nutzt jede Trainingseinheit, um sich zu zeigen.

Für die Saints zählt in der Offense nicht nur das Passspiel. Tight Ends müssen blocken, Räume schaffen und als Sicherheitsventil für den Quarterback bereitstehen. Welch kann all das – und hat bei Wyoming gezeigt, dass er auch in Drucksituationen den Ball fangen kann. Seine Vielseitigkeit macht ihn für das Team wertvoll. Gerade als Backup oder in bestimmten Formationen könnte er schnell zur Option werden.

Die zweite Chance bei den Saints ist mehr als nur ein neuer Vertrag. Sie ist die Belohnung für die Arbeit nach Rückschlägen, für den Glauben an sich selbst – und die Gelegenheit, endlich in der NFL Fuß zu fassen.

Zahlen, Fakten und Persönlichkeit: Wer ist Treyton Welch?

Was steckt hinter dem Spieler, der immer wieder aufsteht? Ein Blick auf die wichtigsten Daten und Fakten:

Kriterium Wert
Position Tight End
Größe 6 Fuß 4 Zoll (193 cm)
Gewicht 240 Pfund (109 kg)
College University of Wyoming
Geburtsort Buffalo, Minnesota
College-Statistiken 77 Receptions, 874 Yards, 9 Touchdowns
Vertragsdetails Mehrjahresvertrag bei den Browns, Reserve/Future-Vertrag bei den Saints

Welchs Karriere ist geprägt von harter Arbeit und Anpassungsfähigkeit. Er ist kein Spieler, der sich in den Vordergrund drängt, sondern einer, der Aufgaben übernimmt, die nicht jeder sieht – aber für den Teamerfolg unverzichtbar sind. Seine Vielseitigkeit aus der Jugend, die Erfahrungen aus dem College und der Umgang mit Rückschlägen haben ihn zu einem Spieler gemacht, auf den sich Coaches verlassen können.

Der familiäre Hintergrund ist wenig dokumentiert, doch seine Wurzeln in Minnesota und der erfolgreiche Abschluss an der University of Wyoming zeigen, dass er sich durchbeißen kann. Die Zeit im College hat ihn geformt, die Enttäuschungen auf dem Weg in die NFL haben ihn stärker gemacht.

Heute profitiert er von dieser Erfahrung – und steht bereit, wenn die nächste Chance kommt.

Der nächste Schritt: Wie weit trägt ihn sein langer Atem?

Welch steht weiter im Wettbewerb um einen Platz im aktiven Kader der Saints. Die Coaches beobachten genau, wie er sich gegen gestandene Profis und andere Talente durchsetzt. Seine Rolle könnte zunächst die des Backups oder Spezialisten sein – doch gerade in der NFL reicht oft eine einzige Gelegenheit, um sich zu beweisen.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt: Welch gibt nie auf. Er arbeitet an seinen Schwächen, nimmt Kritik an und nutzt jede neue Aufgabe als Ansporn. Die Saints setzen auf Spieler, die sich ins Team einfügen, flexibel sind und auch in den Special Teams helfen können. Welch bringt all das mit – und wartet auf den Moment, in dem er seine Fähigkeiten auf dem Feld zeigen kann.

Sein Weg in die NFL ist ein Beispiel für Beharrlichkeit und den unbedingten Willen, das Ziel zu erreichen. Vom Undrafted Free Agent zum Hoffnungsträger – Treyton Welch steht für all jene, die im Profisport immer wieder aufstehen und an sich glauben. Egal, wie viele Rückschläge es gibt, am Ende zählt nur eines: Nie aufgeben.

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