Zack Kuntz ist Tight End bei den New York Jets. Mit 2,03 Metern Körpergröße, außergewöhnlicher Athletik und der Erfahrung aus zwei NFL-Saisons will er endlich mehr als nur Trainingsgast sein. Wer auf die Kaderlisten der Jets schaut, stößt immer wieder auf seinen Namen – mal als Hoffnungsträger, mal als Ergänzungsspieler. Doch Kuntz ist mehr als nur eine Nummer im Roster. Er steht für die Sorte Footballspieler, die sich nicht mit dem ersten Rückschlag zufriedengibt. Seine Geschichte ist der Beweis dafür, dass Durchbruch in der NFL selten geradlinig verläuft.
Während viele seiner Mitspieler schon früh als sichere Starter galten, musste Kuntz immer wieder beweisen, dass er dazugehört. Seine Karriere ist ein ständiger Kampf um Spielzeit, geprägt von Enttäuschungen, Transfers und Neuanfängen. Dabei bringt er alles mit, was ein moderner Tight End braucht: Größe, Reichweite, Speed und ein Gefühl für Räume. Doch sein Weg ins Rampenlicht war lang und steinig. Wie wurde aus dem einstigen Highschool-Phänomen ein Spieler, der in der NFL um jede Minute kämpfen muss?
Diese Frage führt direkt zum roten Faden in Kuntz’ Laufbahn: Wer es in die NFL schaffen will, braucht mehr als Talent. Man braucht Geduld, Mut zum Neuanfang und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten – auch dann, wenn die Karriere auf der Kippe steht.
Im Schatten der Starter: Kuntz und der tägliche Kampf bei den Jets
Heute ist Kuntz Teil des Tight-End-Kaders der New York Jets. Er steht auf dem Sprung zwischen Practice Squad und aktivem Roster, bereit für die nächste Chance. Sein Vertrag sichert ihm die Teilnahme am Team, doch die Konkurrenz ist groß. Andere junge Tight Ends kämpfen ebenfalls um Einsatzzeit, Veteranen geben den Ton an. Kuntz muss sich in jedem Training beweisen – und lebt genau von dieser Herausforderung.
Was ihn von vielen Kollegen unterscheidet, sind nicht nur seine Maße. Es sind die Erfahrungen, die er auf dem Weg hierher gesammelt hat. Während andere über ihren Draft-Status definiert werden, kennt Kuntz das Gefühl, nach Entlassungen zurückzukommen, sich im Practice Squad zu beweisen und auf den Anruf zu warten, der den Sprung in den aktiven Kader bedeutet. Das macht ihn zu einem besonderen Spielertyp im Team – einer, der weiß, wie schnell sich alles ändern kann.
Doch wie kam es dazu, dass ein Spieler mit Kuntz’ Anlagen überhaupt um einen Platz kämpfen muss? Der Grundstein für diese Mentalität wurde schon früh gelegt. Wer seine Geschichte verstehen will, muss zurück an den Anfang gehen.
Der lange Weg: Von Camp Hill über Penn State zu Old Dominion
In Camp Hill, Pennsylvania, begann alles. Schon in der Highschool war Kuntz ein Ausnahmetalent – nicht nur im Football, sondern auch in Basketball und Leichtathletik. In seinem zweiten Jahr fing er 49 Pässe für 793 Yards und elf Touchdowns, als Senior sogar 1.060 Yards und neun Touchdowns. Hinzu kamen Titel als Hürdensprinter. Wer damals auf die Statistiken schaute, sah einen Allrounder, der scheinbar jede Sportart beherrschte.
Der Wechsel ans College war der nächste logische Schritt. Kuntz entschied sich für Penn State, eines der renommiertesten Football-Programme des Landes. Doch die Realität dort war ernüchternd: Drei Jahre lang blieb er meist Ersatzspieler, kam kaum zum Zug. Drei Catches in drei Jahren – das war nicht der Traumstart, den er sich vorgestellt hatte. Viele hätten an diesem Punkt aufgegeben oder sich mit der Reservistenrolle abgefunden. Nicht so Kuntz. Er suchte nach einer Chance, sich zu zeigen.
Der Wechsel zu Old Dominion war ein Risiko. Das Programm war kleiner, die Chancen auf Einsatzzeit größer – aber der Sprung in die NFL schien weiter weg. Genau in diesem Umfeld blühte Kuntz auf. In seiner ersten Saison bei den Monarchs wurde er zur zentralen Offensivwaffe: 73 Receptions, 692 Yards, fünf Touchdowns. Plötzlich war er nicht mehr nur ein Talent, sondern ein Leistungsträger. Die Auszeichnung ins First-Team All-Conference USA folgte – ein Beleg dafür, dass sich der Wechsel ausgezahlt hatte.
Station | Receptions | Yards | Touchdowns | Auszeichnung |
---|---|---|---|---|
High School (Senior) | 40 | 1.060 | 9 | – |
Penn State (3 Jahre) | 3 | 26 | 0 | – |
Old Dominion | 73 | 692 | 5 | First-Team All-Conference USA |
Der tabellarische Vergleich zeigt: Kuntz hat immer dann abgeliefert, wenn er die Chance dazu bekam. Gerade die Saison bei Old Dominion war der Wendepunkt. Sie machte ihn wieder zum NFL-Kandidaten. Doch der Wechsel brachte mehr als nur bessere Zahlen. Er zwang Kuntz, sich neu zu erfinden: als Führungsspieler, als Zielspieler in der Offense, als jemand, der Verantwortung übernimmt. Heute profitiert er von diesen Erfahrungen – gerade in einem Umfeld wie der NFL, wo Anpassung und Selbstvertrauen entscheidend sind.
Immer wieder zurück: NFL-Träume zwischen Entlassungen und Chancen
Nach dem College meldete sich Kuntz zum NFL Draft – und wurde spät gezogen. Siebte Runde, 220. Pick – ein Platz, der keine Garantien verspricht. Bei den Jets unterschrieb er seinen ersten Profi-Vertrag, doch die Realität holte ihn schnell ein. Kaum war das Training vorbei, wurde er entlassen. Doch statt aufzugeben, blieb er dran. Die Jets holten ihn ins Practice Squad – die Talentschmiede für Spieler, die noch nicht ganz bereit sind, aber Potenzial zeigen.
In seiner ersten Saison pendelte Kuntz zwischen Practice Squad und Kader. Erst spät bekam er die Gelegenheit, im aktiven Team zu stehen. Doch auch in der zweiten Saison wiederholte sich das Spiel: Entlassung, Rückkehr ins Practice Squad, ein Einsatz im aktiven Kader. Seine Bilanz: zwei NFL-Spiele, keine Statistiken – aber jede Menge Erfahrung im Umgang mit Rückschlägen. Für viele wäre das ein Grund, sich nach Alternativen umzuschauen. Kuntz aber blieb und unterschrieb einen Reserve/Future-Vertrag – ein Zeichen, dass die Jets weiter an ihn glauben.
NFL-Station | Kaderstatus | Bemerkung |
---|---|---|
Draft | 7. Runde, Pick 220 | Späte Auswahl |
Rookie-Saison | Practice Squad / Kader | Erster Einsatz im aktiven Team |
Zweite Saison | Practice Squad / Kader | Wiederholte Entlassungen und Rückkehr |
Aktueller Stand | Reserve/Future-Vertrag | Chance auf den Kader |
Die Liste der Transaktionen wirkt auf den ersten Blick wie eine Achterbahnfahrt. Doch genau diese Erlebnisse haben Kuntz geformt. Er kennt die Unsicherheit, die mit jedem Cut kommt. Er weiß, wie es ist, im Schatten der Starter zu stehen und trotzdem bereit zu sein, wenn der Anruf kommt. Heute ist er ein Beispiel dafür, wie sich junge Spieler in der NFL immer wieder beweisen müssen – auch wenn der Weg länger dauert als erhofft.
Die nächste Chance: Wie Kuntz 2025 endlich den Sprung schaffen kann
Der Blick nach vorn zeigt: Kuntz hat noch alle Möglichkeiten. Er bringt die körperlichen Voraussetzungen mit, die Coaches lieben. Seine Größe macht ihn zu einem gefährlichen Ziel im Passspiel, besonders in der Red Zone. Gleichzeitig hat er Athletik und Speed, um auch gegen schnellere Linebacker und Safeties zu bestehen. Die Frage ist: Wie nutzt er diese Stärken, um sich im Kader der Jets zu behaupten?
Die Konkurrenz bleibt hart. Andere Tight Ends sind erfahrener, manche haben in der Vergangenheit schon geliefert. Doch Kuntz kennt die Anforderungen. Er weiß, dass er im Training jede Route, jeden Block, jedes Play perfekt ausführen muss. Sein Vorteil: Er hat schon bewiesen, dass er mit Rückschlägen umgehen kann. Die NFL ist ein Geschäft, in dem auch der letzte Mann auf dem Depth Chart plötzlich zum Matchwinner werden kann – wenn er bereit ist.
Was seine Geschichte so besonders macht: Kuntz ist kein klassischer Underdog. Er bringt alles mit, was ein NFL-Tight End braucht – nur der Durchbruch steht noch aus. Für viele junge Spieler ist er ein Vorbild: Wer bereit ist, sich immer wieder zu beweisen und für jede Chance zu kämpfen, kann es schaffen. Vielleicht wird er noch zum festen Bestandteil der Jets-Offense. Vielleicht bleibt er der ewige Kämpfer, der immer wieder zurückkommt. In jedem Fall zeigt seine Karriere, dass es im Profi-Football nicht nur auf Talent, sondern auch auf Charakter ankommt.
Mehr als Football: Der Mensch Zack Kuntz
Abseits des Feldes ist Kuntz bodenständig geblieben. Geboren und aufgewachsen in Camp Hill, hat er nie den Bezug zu seiner Heimat verloren. In der Highschool war er nicht nur Footballspieler, sondern auch Leichtathlet und Basketballer – ein Sportler durch und durch. Sein Weg führte ihn über Penn State und Old Dominion, wo er nicht nur als Spieler, sondern auch als Student neue Erfahrungen sammelte. Über seine Familie ist wenig bekannt, doch wer mit ihm spricht, merkt schnell: Kuntz ist jemand, der an sich glaubt, aber nie vergisst, wo er herkommt.
Seine Geschichte steht für mehr als nur Football. Sie zeigt, wie wichtig es ist, nach Rückschlägen aufzustehen und neue Wege zu gehen. Für viele junge Athleten aus kleineren Städten ist Kuntz ein Beispiel: Auch wenn der Weg steinig ist, lohnt es sich, weiterzumachen. Wer bereit ist, Umwege zu gehen und Chancen zu ergreifen, kann es bis in die NFL schaffen.
Fazit: Beharrlichkeit schlägt Blitzkarriere – was Kuntz’ Weg bedeutet
Zack Kuntz hat nie den leichten Weg gewählt. Vom Highschool-Star über die Reservistenrolle am College bis zum ständigen Kampf um einen Platz in der NFL – seine Karriere steht für Ausdauer und Selbstvertrauen. Noch wartet er auf den großen Durchbruch im Profi-Football. Doch schon heute zeigt seine Geschichte: Wer bereit ist, Rückschläge zu akzeptieren und immer wieder zurückzukommen, kann sich in der härtesten Liga der Welt behaupten. Kuntz steht für all die Spieler, die im Schatten der Stars arbeiten – und irgendwann genau deshalb ins Rampenlicht rücken.