Die Saison von Cole Kmet ist beendet. Das bestätigte Bears-Coach Ben Johnson nach der Knieverletzung seines Tight Ends. Für Chicago fehlt damit ein Spieler, der im Laufspiel und in den Formationen mit mehreren Tight Ends viel Arbeit übernommen hat. Johnson hält trotzdem an seiner Offense fest.
Cole Kmet nach Knieverletzung auf Injured Reserve
Die Chicago Bears müssen für den Rest der Saison ohne Cole Kmet auskommen. Head Coach Ben Johnson bestätigte das Saisonaus am Freitag. Der Tight End hatte sich am Donnerstag gegen die New England Patriots am rechten Knie verletzt. Nach den Untersuchungen am Freitagmorgen setzten ihn die Bears laut ESPN auf die saisonbeendende Injured Reserve.
Johnson verliert damit auch einen wichtigen Ansprechpartner innerhalb der Mannschaft. Der Coach erklärte, er habe sich auf Kmet verlassen können, wenn es darum ging, Botschaften an das Team zu vermitteln oder die Stimmung in der Kabine einzuschätzen. Wie sehr ihm Kmet fehlen wird, begründete Johnson ausdrücklich auch mit dieser Rolle.
Was Cole Kmet der Offense gegeben hat
Kmet war für Chicagos Laufspiel ein verlässlicher Blocker. Seine Vielseitigkeit erlaubte es den Bears zudem, die anderen Tight Ends unterschiedlich einzusetzen. Gerade in einer Offense, die häufig mit zwei oder drei Tight Ends spielt, betrifft sein Ausfall deshalb mehrere Aufgaben zugleich.
Als Passempfänger kam Cole Kmet in dieser Saison auf zehn Catches für 87 Yards und einen Touchdown. Die größere Aufgabe für Chicago dürfte sein, seine Arbeit beim Blocken und die Flexibilität der Formation zu erhalten. Johnson will die grundsätzliche Ausrichtung der Offense beibehalten: Alle Tight Ends seien darauf vorbereitet worden, sämtliche Aufgaben zu übernehmen. Das gelte für das Laufspiel ebenso wie für Pass Protection und Routes.
Mehr Verantwortung für Loveland und Roush
Colston Loveland und Rookie Sam Roush sollen nun mehr übernehmen. Loveland hat nach einem langsamen Saisonstart zuletzt im Passspiel zugelegt: In den vergangenen beiden Partien fing er 13 Pässe für 134 Yards und zwei Touchdowns. Damit hat Chicago einen Tight End, der als Anspielstation gerade besser ins Spiel findet.
Für Roush dürfte Kmets Ausfall eine größere Rolle bedeuten. Die Bears holten ihn in der dritten Runde des Drafts aus Stanford. Johnsons Anspruch, die Aufgaben der Tight Ends beizubehalten, reicht dabei über zusätzliche Catches hinaus: Auch beim Blocken müssen die verbleibenden Spieler die Arbeit auffangen, die Kmet übernommen hat.
