Die Washington Commanders haben sich am Dienstag von Safety Will Harris getrennt. Vor einem Jahr war er noch als Starter in die Saison gegangen, in diesem Sommer verlor er den Anschluss an die Konkurrenz auf seiner Position. Die Entlassung fällt in die Woche, in der jedes Team seinen Kader bis zum 30. August auf die vorgeschriebene Größe bringen muss.

Cross und Reaves zogen an Will Harris vorbei

Der aus der Free Agency verpflichtete Nick Cross und der erfahrene Jeremy Reaves arbeiteten schon früh im Training Camp vor Harris. Dazu kommt Quan Martin, dem Head Coach Dan Quinn einen guten Sommer bescheinigte. Damit standen drei Safeties über ihm, die Washington in der laufenden Vorbereitung höher einschätzte.

Verändert hat sich auch die Handschrift der Defense. Daronte Jones hat den Posten des Defensive Coordinators übernommen, nachdem er drei Jahre lang als Pass Game Coordinator in Minnesota gearbeitet hatte. Dort schickte er seine Defense häufig mit drei Safeties gleichzeitig aufs Feld. Wer in Washington auf dieser Position Snaps sehen will, muss sich also gegen mehr direkte Konkurrenz durchsetzen als in einer klassischen Aufstellung.

Die Laufbahn von Will Harris begann 2019 bei den Detroit Lions, die ihn in der dritten Runde des Draft auswählten. Vier Jahre blieb er dort, 2024 unterschrieb er einen Einjahresvertrag bei den New Orleans Saints, 2025 einen Zweijahresvertrag in Washington. Der endet nun nach einer Saison.

Drei Neuzugänge und ein IR-Move bei den Commanders

Harris war nicht der einzige Safety, den Washington aussortierte. Auch Malik Spencer musste gehen. Auf der Gegenseite verpflichtete das Team gleich drei Spieler, nämlich Outside Linebacker Tarell Basham sowie die Safeties Joshuah Bledsoe und Quindell Johnson.

Defensive End Drake Jackson steht ab sofort auf der IR. Er hatte zuvor mehrere Trainingseinheiten wegen einer Erkrankung verpasst. San Francisco hatte ihn 2022 in der zweiten Runde gedraftet, seit einem Riss der Patellasehne im Jahr 2023 arbeitet er an seiner Rückkehr.

Bei Tight End Ben Sinnott bleibt es vorerst bei einer Pause. Er hat sich gegen Detroit eine Bauchmuskelverletzung zugezogen und wird diese Woche nicht trainieren, wie Quinn erklärte.

Für die Safety-Gruppe ergibt sich daraus eine klare Reihenfolge. Cross, Reaves und Martin haben sich einen Vorsprung erarbeitet, Bledsoe und Johnson kommen als Nachrücker und haben nur noch wenige Tage, sich zu empfehlen. Ob Washington die Position mit dieser Besetzung in die Saison schickt, ist damit noch nicht entschieden.