Jonathon Cooper kann bei den Denver Broncos wieder ins Training einsteigen: Die NFL hat ihn von der Commissioner Exempt List genommen. Damit ist auch ein Einsatz gegen die Arizona Cardinals möglich. Die Liga untersucht seinen Fall allerdings weiter; über eine spätere Strafe ist noch nicht entschieden.

Jonathon Cooper darf wieder mit den Broncos trainieren

Die NFL hat Jonathon Cooper am Freitag, 16. Oktober, von der Commissioner Exempt List gestrichen. Damit darf der Outside Linebacker der Denver Broncos wieder am Training teilnehmen. Seit dem 30. August war ihm das ebenso wie ein Spieleinsatz untersagt; die ersten sechs Partien der Saison verpasste er.

Denver erhält für Cooper eine einwöchige Ausnahme bei der Kadergröße. In dieser Zeit kann er trainieren und in den 53-Mann-Kader aufgenommen werden. Eine Rückkehr wäre damit im nächsten Spiel der Broncos möglich: am 25. Oktober in Week 7 auswärts gegen die Arizona Cardinals. Ob er dort tatsächlich spielt, steht noch nicht fest.

Untersuchung gegen Jonathon Cooper läuft weiter

Die NFL betonte, dass ihre Prüfung möglicher Verstöße gegen die Personal Conduct Policy weiterläuft und von der Entscheidung über Coopers Kaderstatus unberührt bleibt. Eine spätere Strafe durch die Liga ist weiterhin möglich. Die Streichung von der Liste bedeutet deshalb keine Entlastung in dem Verfahren.

Hintergrund sind zwei Festnahmen im Juni wegen Vorwürfen häuslicher Gewalt. Zu den Anklagepunkten gegen Cooper gehört Körperverletzung durch Strangulation. Er hat sich nicht schuldig bekannt. Mit der nun erlaubten Rückkehr ins Training ist weder über diese Vorwürfe noch über mögliche Konsequenzen nach den Verhaltensregeln der NFL entschieden.

Wie die bisherige Ausfallzeit angerechnet würde

Während seiner Zeit auf der Exempt List erhielt Cooper weiter sein Gehalt. Meetings und Kraft- sowie Konditionstraining bei den Broncos waren erlaubt. Von der gemeinsamen Arbeit auf dem Trainingsplatz blieb er ausgeschlossen.

Sollte die NFL ihn nach Abschluss ihrer Prüfung sperren, würden die sechs bereits verpassten Spiele auf diese Sperre angerechnet. Bei einer längeren Sperre müsste er weitere Partien aussetzen. Finanziell hätte eine solche Entscheidung ebenfalls Folgen: Weil Sperren wegen Verstößen gegen die Personal Conduct Policy unbezahlt sind, müsste Cooper die entsprechenden bereits erhaltenen Spieltagsgehälter zurückzahlen.