Micah Parsons steht bei den Green Bay Packers wieder auf dem Trainingsplatz. Am Mittwoch absolvierte der Pass Rusher individuelle Übungen, erstmals seit seiner Knieverletzung im vergangenen Dezember. Ein Termin für seine Rückkehr in ein Spiel steht weiter nicht fest. Parsons will zunächst sehen, wie sein Körper die steigende Belastung verkraftet.

Micah Parsons hat 21 Tage für die Aktivierung

Mit der Trainingsrückkehr läuft das 21-Tage-Fenster, in dem die Packers Parsons von der PUP-Liste in den aktiven Kader aufnehmen können. Seine Teilnahme war zunächst begrenzt. Für die kommende Woche freut er sich darauf, im Training genauer herauszufinden, wie weit er schon ist.

Einen festen Termin für sein Comeback will Micah Parsons weiterhin nicht nennen. Nach der Einheit erklärte er, dass er niemanden enttäuschen und keine Erwartungen wecken wolle, die er anschließend nicht erfüllen könne. Die Aktivierung steht noch aus; ein Einsatz ist bislang nicht bestätigt.

Micah Parsons rechnet zunächst mit weniger Snaps

Auch nach einer Rückkehr ins Spiel wird Parsons seine Belastung erst aufbauen müssen. Seine Kondition sei derzeit wohl so schlecht wie noch nie in seiner Karriere, sagte er nach dem Training. Den früheren Umfang an Snaps hält er deshalb vorerst für unrealistisch. Sein Körper sei noch nicht so weit, sein Knie aus seiner Sicht ebenfalls nicht. Das Training Camp hatte er verpasst.

Bei seiner Leistung stellt er sich auf Schwankungen ein. Im Pass Rush erwartet Parsons Momente, in denen seine frühere All-Pro-Form zu sehen sein wird, aber auch Fehler und Situationen, die ihn selbst unzufrieden machen. Er scheut sich nach der langen Pause nicht davor, diese Schwierigkeiten offen anzusprechen. Durchgehend auf dem alten Niveau zu spielen, traut er sich erst später im weiteren Verlauf seiner Rückkehr zu.

Lange Reha nach Kreuzband- und Meniskusverletzung

Die Rehabilitation betraf mehr als das gerissene Kreuzband: Neben dessen Rekonstruktion war eine vollständige Meniskusreparatur nötig. Das erklärt laut dem Teambericht der Packers die längere Erholung. Parsons hob die Unterstützung von Nate Weir hervor, dem Leiter der Sportmedizin und Chef-Athletiktrainer, der auch externe Fachleute hinzuzog.

Für die Mannschaft ist schon seine Anwesenheit auf dem Trainingsplatz ein Schub. Quarterback Jordan Love betonte, wie gut es tue, Parsons wieder dort zu sehen, auch wenn er noch Zeit brauche, um hineinzufinden. Head Coach Matt LaFleur verwies auf die lange Reha und die Arbeit, die Parsons bis zu diesem Punkt geleistet hat.