Parker Washington und die Jacksonville Jaguars werden sich vor dem Saisonstart voraussichtlich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Cameron Wolfe vom NFL Network berichtet das unter Berufung auf eine Quelle. Am Abend des 12. September lag demnach keine Einigung vor, und offiziell geäußert haben sich weder das Team noch der Wide Receiver.

Damit geht Washington in das letzte Jahr seines Rookie-Vertrags, und er tut das direkt nach der besten Saison, die er bisher gespielt hat.

Was die Jaguars Parker Washington angeboten haben

Die Jaguars haben nach Wolfes Quelle eine Verlängerung in der Größenordnung sondiert, die Michael Wilson kürzlich bei den Arizona Cardinals unterschrieben hat: drei Jahre, 75 Millionen Dollar, also rund 25 Millionen pro Jahr. Ob daraus ein konkretes Angebot wurde oder ob es bei der Sondierung blieb, sagt der Bericht nicht. Auch über eine Fortsetzung der Gespräche nach dem Auftakt steht dort nichts.

Für einen Spieler, den die Jaguars in der sechsten Runde des Draft geholt haben, ist diese Größenordnung eine Ansage. Sie zeigt, wie das Team ihn inzwischen einordnet.

Die Bestwerte aus der Saison 2025

Dass die Jaguars überhaupt in diesem Bereich denken, liegt an der vergangenen Saison. Washington fing 58 Pässe für 847 Yards und fünf Touchdowns, alle drei Bestwerte seiner Karriere. Dazu kamen zwei Touchdowns als Punt Returner, was in Jacksonville niemand übersehen hat.

Washington ist 24 Jahre alt. Den Sprung hat er also unmittelbar vor dem Jahr gemacht, in dem er am meisten wert ist, dem letzten vor der Free Agency.

Parker Washington und das Vertragsjahr

Der Receiver selbst hat sich zu den Gesprächen schon geäußert. Am 9. September sagte er, seine Aufgabe sei es, bereit zu sein und seine Arbeit zu machen, der bestmögliche Receiver zu sein und Plays für das Team zu machen. Er konzentriere sich auf sich und darauf, der bestmögliche Teamkollege zu sein. Komme der Vertrag zustande, sei das schön. Komme er nicht zustande, gehe er beim Spiel am 13. September auf das Feld und gebe dort sein Bestes.

Das klingt nach der üblichen Antwort eines Spielers, dessen Verhandlung gerade läuft, und genau das ist es auch. Interessant wird trotzdem, was danach passiert, denn jeder Yard dieser Saison verhandelt an Washingtons nächstem Vertrag mit. Bestätigt er die Werte aus 2025, redet er im kommenden Frühjahr aus einer deutlich besseren Position heraus. Fällt er ab, war das, was die Jaguars vor dem Auftakt sondiert haben, sein bestes Angebot.

Die Jaguars tragen dabei ihr eigenes Risiko. Ein Receiver, der eine zweite Saison auf diesem Niveau spielt, wird auf dem Markt teurer als das, was gerade auf dem Tisch lag. Billiger wird Washington in dieser Saison für sie jedenfalls nicht.