Ben Sims

Position
Tight end
Aktuelles Team
Gewicht
250 lbs
Größe
6' 5"
Age
24
College
Baylor
Experience
2

Ben Sims spielt heute als Backup-Tight-End für die Green Bay Packers – und das in einer Liga, in der die meisten Karrieren schon früh an der Draft-Hürde scheitern. Sims sitzt nicht im Rampenlicht, doch sein Weg in den Kader der Packers ist alles andere als gewöhnlich. Wer sich in der NFL als Undrafted Free Agent durchsetzt, braucht mehr als Talent: Er braucht Geduld, Überzeugung und die Fähigkeit, Rückschläge als Antrieb zu nutzen.

Genau das zeichnet Sims aus. Seit seinem Wechsel nach Green Bay hat er sich als verlässlicher Blocker und Teamplayer hinter Starter Tucker Kraft einen festen Platz erarbeitet. Seine Geschichte ist ein Lehrstück darüber, wie man sich durchbeißt – und was es bedeutet, auch ohne großen Namen oder Draft-Hype in der NFL anzukommen.

Doch wie kam es dazu? Was hat Sims auf diesem ungewöhnlichen Weg geprägt? Ein Blick auf seinen langen Anlauf und die entscheidenden Momente seiner Karriere zeigt, dass dieser Tight End nie aufgegeben hat – und dass er heute genau deshalb dort steht, wo er steht.

Später Durchbruch – Wie Sims sich seinen Platz in der NFL erarbeitete

Für viele NFL-Profis beginnt die Karriere mit dem Draft. Für Ben Sims lief es anders. Kein Team wählte ihn aus, die Unsicherheit war groß. Doch anstatt den Traum aufzugeben, suchte Sims nach Wegen, sich zu beweisen. Seine Chance kam, als die Minnesota Vikings ihn als Undrafted Free Agent verpflichteten. Der erste Schritt war gemacht, doch der Weg in die NFL ist für Spieler ohne Draft-Status steinig und ungewiss.

Nach wenigen Monaten und einer Entlassung stand Sims erneut vor dem Nichts. Doch genau hier zeigte sich, was ihn ausmacht: Er blieb dran, trainierte weiter, wartete auf die nächste Gelegenheit. Diese kam, als die Green Bay Packers ihn vom Waiver aufnahmen. Plötzlich war Sims Teil eines traditionsreichen NFL-Teams – und bereit, jede Rolle anzunehmen, die sich ihm bot.

Schon in seiner ersten Saison stand er in jedem Spiel auf dem Feld. Die Packers setzten ihn vor allem als Blocker ein, aber auch als Passfänger war er zur Stelle, wenn es darauf ankam. Der Moment, der vieles veränderte: In einem Spiel gegen die Kansas City Chiefs fing Sims seinen ersten NFL-Touchdown. Für einen Undrafted-Spieler ein riesiger Schritt – und der Beweis, dass Geduld und harte Arbeit sich auszahlen können.

Doch dieser Durchbruch kam nicht aus dem Nichts. Die Basis dafür wurde schon viel früher gelegt.

Vier Jahre Anlauf – Von Texas nach Baylor und in die NFL

Ben Sims’ Football-Geschichte beginnt in San Antonio, Texas. In der High School war er schon ein Leistungsträger, sammelte als Senior 444 Yards und sieben Touchdowns. Das Talent war da, doch im Vergleich zu anderen Top-Prospects blieb Sims ein Außenseiter – immer einen Schritt hinter den ganz Großen, aber nie bereit, aufzugeben.

Nach der High School ging es für ihn an die Baylor University. Dort dauerte es, bis er sich durchsetzen konnte. Im ersten Jahr kam er nur sporadisch zum Einsatz. Doch Sims zeigte, was ihn ausmacht: Er arbeitete an sich, wurde stärker, lernte, sich auf verschiedenen Positionen zu behaupten. Im Lauf der Jahre entwickelte er sich zu einem der produktivsten Tight Ends in der Geschichte von Baylor.

Mit 78 Receptions, 785 Yards und zwölf Touchdowns stellte er neue Bestmarken für Tight Ends an der Universität auf. Besonders auffällig: Seine Rolle als zuverlässiger Passfänger in der Red Zone und als Blocker im Run Game. Zweimal wurde er in die All-Big 12-Auswahl aufgenommen – ein Zeichen dafür, dass seine Leistungen auch außerhalb von Baylor anerkannt wurden.

Doch trotz dieser Statistiken blieb Sims im Draft unberücksichtigt. Viele hätten an dieser Stelle aufgegeben. Für Sims war es nur ein weiterer Anreiz, sich seinen Platz zu erarbeiten. Die Zeit nach dem College war geprägt von Unsicherheit – aber auch von dem festen Willen, es in die NFL zu schaffen.

Station Jahre Leistung
Clark High School bis 2018 24 Receptions, 444 Yards, 7 TD
Baylor University 2018–2022 78 Receptions, 785 Yards, 12 TD (Tight End-Rekord)
Minnesota Vikings 2023 (Offseason) Undrafted Free Agent, Entlassung vor Saisonbeginn
Green Bay Packers seit 2023 Backup-Tight-End, 1 NFL-Touchdown

Die Stationen zeigen: Jeder Schritt brachte neue Herausforderungen – und neue Chancen. Die Entlassung bei den Vikings war ein Rückschlag, doch sie öffnete die Tür nach Green Bay. Dort begann für Sims das nächste Kapitel.

Die Chance bei den Packers – Durchbruch und neue Rolle

Nach seiner Ankunft in Green Bay musste Sims schnell beweisen, dass er mehr als nur ein Notnagel ist. Die Packers setzten auf junge Tight Ends, doch Sims überzeugte mit Einsatz und Vielseitigkeit. Als Backup hinter Tucker Kraft übernahm er vor allem Aufgaben als Blocker – ein Bereich, in dem viele junge Tight Ends anfangs Probleme haben. Sims hingegen nutzte seine College-Erfahrung, um sich gegen NFL-Defensive Ends zu behaupten.

Sein erster NFL-Touchdown bleibt ein Highlight – nicht nur für ihn, sondern auch für das Team. In einer engen Partie gegen die Chiefs war es Sims, der in der Red Zone zur Stelle war und die Endzone erreichte. Für viele Spieler ist so ein Moment der Lohn für jahrelange Arbeit. Für Sims war es ein Zeichen: Er gehört in diese Liga.

Im weiteren Verlauf seiner Zeit bei den Packers zeigte Sims, dass er mehr kann als nur blocken. Auch als Passfänger war er eine Option – wenn auch nicht die erste. Seine Statistiken sind überschaubar, doch in wichtigen Situationen ist auf ihn Verlass. In zwei aufeinanderfolgenden Jahren stand er in jedem Spiel auf dem Feld, fing insgesamt acht Pässe und sammelte über 60 Yards. Für einen Backup-Tight-End, der vor allem in Blocking-Situationen gefragt ist, ein solider Wert.

Was ihn besonders macht: Sims akzeptiert jede Rolle, die das Team ihm gibt. Er arbeitet im Schatten der Stars, ist aber immer bereit, wenn er gebraucht wird. Diese Haltung kommt im Locker Room gut an – und sie ist einer der Gründe, warum die Packers auf ihn setzen.

Saison Spiele Receptions Yards Touchdowns
2023 17 4 21 1
2024 17 4 42 0

Die Zahlen zeigen: Sims ist kein Star, aber ein zuverlässiger Teil der Offense. Seine Entwicklung bei den Packers ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit – und ein Beweis dafür, dass es auch ohne Draft-Hype möglich ist, in der NFL Fuß zu fassen.

Ein Spezialist mit Perspektive – Sims’ Rolle heute und sein Blick nach vorn

Inzwischen ist Ben Sims als Backup-Tight-End in Green Bay angekommen. Seine Aufgaben sind klar verteilt: Er unterstützt als Blocker, bringt Erfahrung aus dem College mit und ist für das Team da, wenn Not am Mann ist. Verletzungen blieben ihm bislang erspart, und auch im Training zeigt er, dass auf ihn Verlass ist.

Für die Packers ist Sims heute mehr als nur ein Lückenfüller. Er gibt dem Team Tiefe auf einer Schlüsselposition – gerade in einer Offense, die auf variable Tight-End-Sets setzt. Auch wenn er selten im Mittelpunkt steht, kann er in entscheidenden Situationen einspringen und Akzente setzen. Seine Entwicklung bietet ihm sogar Chancen auf mehr Spielzeit: Sollte sich ein Starter verletzen oder die Offense neue Akzente suchen, ist Sims bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Was bedeutet das für seine Zukunft? Sims hat gezeigt, dass Beharrlichkeit und Einsatz auch in der NFL belohnt werden. Er ist ein Beispiel für all jene Spieler, die den Sprung in den Draft verpassen, aber trotzdem für ihren Traum kämpfen. Sein Weg ist nicht typisch – aber genau das macht ihn für das Team so wertvoll.

Auch abseits des Platzes bleibt Sims bodenständig. Geboren und aufgewachsen in San Antonio, Texas, hat er nie vergessen, woher er kommt. Seine College-Ausbildung an der Baylor University hat ihn geprägt, sowohl sportlich als auch persönlich. Öffentliche Details zu seiner Familie sind kaum bekannt – Sims lässt lieber seine Leistung auf dem Feld sprechen.

Körpermaße 1,96 m, 113 kg
College Baylor University
Rekorde bei Baylor 12 TD (Tight End-Rekord), 78 Receptions (2. Platz), 785 Yards (4. Platz)
Erster NFL-TD gegen Kansas City

Die wichtigsten Daten und Stationen im Überblick zeigen, wie ungewöhnlich sein Weg in die NFL war – und wie viel Durchhaltevermögen nötig ist, um sich als Undrafted Free Agent durchzusetzen.

Was bleibt von Ben Sims’ Geschichte? Vor allem das Wissen, dass es im Football nicht nur auf Talent ankommt. Wer wie Sims bereit ist, jeden Tag an sich zu arbeiten, sich jeder Rolle zu stellen und nie aufzugeben, kann auch ohne große Schlagzeilen einen Platz in der NFL finden. Für die Packers ist er heute ein wertvoller Backup – für viele junge Spieler ein Vorbild.

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