Dalton Kincaid

Position
Tight end
Aktuelles Team
Gewicht
240 lbs
Größe
6' 4"
Age
25
College
Utah
Experience
2

Dalton Kincaid steht heute als einer der wichtigsten Spieler der Buffalo Bills im Fokus. Der Tight End hat sich in nur wenigen Jahren vom unterschätzten Spätstarter zum Hoffnungsträger einer ganzen Franchise entwickelt. Nach einer verletzungsgeplagten Saison ist er wieder fit und überzeugt mit starken Leistungen. Die Bills setzen mehr denn je auf seine Qualitäten – gerade weil die Besetzung der Wide Receiver-Position aktuell viele Fragezeichen aufwirft. Kincaid soll die Offensive tragen, und diese Rolle ist ihm nicht in den Schoß gefallen.

Diese Entwicklung überrascht viele, die seine außergewöhnliche Karriere nicht kennen. Denn Kincaid ist kein typischer NFL-Star, der schon in der High School als Ausnahmetalent galt. Sein Weg begann später – und war dafür umso steiniger. Wer heute auf den dritten Tight End der Bills blickt, sieht das Ergebnis von Beharrlichkeit, Lernwille und vielen Rückschlägen. Doch wie wurde aus dem Basketballer aus Las Vegas ein Erstrunden-Pick und Hoffnungsträger in Buffalo?

Später Start, große Ziele: Kincaid entdeckt Football für sich

Dalton Kincaid gehört zu jenen NFL-Profis, die erst spät auf sich aufmerksam machten. In Las Vegas wuchs er zunächst mit Basketball auf. Football spielte in seiner Kindheit kaum eine Rolle. Erst gegen Ende der High School entschied er sich, es auf dem Footballfeld zu versuchen. Gerade einmal eine Saison stand er für die Faith Lutheran High School auf dem Platz – doch die Wirkung war sofort spürbar. Mit 745 Yards und acht Touchdowns wurde er direkt ins All-State-Team gewählt. Für viele College-Coaches war das noch zu wenig, um das Risiko einzugehen. Kincaid erhielt kaum Stipendien-Angebote und musste sich mit einem Platz an einer kleinen Universität begnügen.

Doch genau dieser Start prägte seine Karriere. Kincaid war es gewohnt, sich zu beweisen. Schon früh lernte er, dass Talent allein nicht reicht – und dass Geduld und Wille den Unterschied machen können. Der Wechsel ans College war der erste kleine Schritt, doch der Weg ins Rampenlicht blieb lang.

Vier Jahre Kampf um Anerkennung: Vom Underdog zum NFL-Pick

Seine ersten beiden College-Jahre verbrachte Kincaid bei den San Diego Toreros, einer kleinen FCS-Schule. Dort drehte er richtig auf: 24 Catches und 11 Touchdowns im ersten Jahr, dann 44 Receptions für 835 Yards und 8 Touchdowns. Er wurde zum AP FCS All-American gewählt und sammelte Auszeichnungen in der Pioneer Football League. Doch die ganz große Bühne fehlte. NFL-Scouts schauten selten nach San Diego. Kincaid hatte zwar Zahlen, aber noch nicht das nötige Renommee.

So entschied er sich für den nächsten Schritt und wechselte zur University of Utah. Dort dauerte es, bis er sich durchsetzte. Im ersten Jahr kam er kaum zum Zug, doch ab Saison zwei folgte der Durchbruch. Mit 36 Receptions, 510 Yards und 8 Touchdowns machte er erstmals auf sich aufmerksam, bevor er im letzten College-Jahr endgültig explodierte: 70 Catches, knapp 900 Yards, 8 Touchdowns und die Auszeichnung zum First-Team All-Pac-12. Jetzt wurde auch die NFL auf ihn aufmerksam.

Nach Jahren des Wartens kam der große Moment: Kincaid wurde in der ersten Runde des Drafts ausgewählt – als 25. Pick und als Hoffnungsträger für die Buffalo Bills. Für einen Tight End, der erst in der High School mit Football begonnen hatte, ein seltener Aufstieg. Doch der Sprung ins Profigeschäft brachte neue Herausforderungen mit sich.

Station Spiele Receptions Yards Touchdowns
San Diego 12 24 374 11
San Diego 12 44 835 8
Utah 14 36 510 8
Utah 12 70 890 8
Bills 16 73 673 2
Bills 13 44 448 2

Die Tabelle zeigt: Kincaid hat auf jeder Stufe geliefert. Doch der Sprung in die NFL brachte neue Härte – und auch Rückschläge, die seine Karriere erneut auf die Probe stellten.

Rückschläge und Comeback: Neue Hoffnung nach der Verletzung

Seine erste NFL-Saison verlief vielversprechend. Kincaid stellte mit 73 Catches einen Bills-Rekord für Tight Ends auf und war sofort eine feste Größe im Passspiel. Doch schon in seiner zweiten Spielzeit musste er lernen, wie schnell sich das Blatt in der NFL wenden kann. Eine Knieverletzung zwang ihn zu einer mehrwöchigen Pause. Die Offense der Bills suchte nach Lösungen, während Kincaid fehlte. Die Erwartungen an ihn blieben trotzdem hoch – gerade weil auf der Wide Receiver-Position Unsicherheit herrschte.

Nach der Saison arbeitete Kincaid intensiv an seiner Rückkehr. Krafttraining, Reha, Videoanalyse – er ließ nichts unversucht, um stärker zurückzukommen. Das zahlte sich aus: Mit Beginn seines dritten NFL-Jahres präsentierte er sich fitter und explosiver als je zuvor. Im Team ist er längst mehr als nur ein Passfänger – er ist Fixpunkt und Anspielstation, vor allem wenn das Passspiel stockt.

Diese Entwicklung ist kein Zufall. Kincaid hat gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. Sein Weg war nie gradlinig, sondern geprägt von Umwegen und Herausforderungen. Doch gerade das macht ihn heute so wertvoll für die Bills. Er kennt das Gefühl, unterschätzt zu werden – und weiß, wie man sich zurückkämpft.

Das Jahr der Entscheidung: Kincaid wird zum Gesicht der Offense

In seinem dritten NFL-Jahr steht Kincaid vor einer entscheidenden Phase. Die Bills müssen bald entscheiden, ob sie die Option auf ein fünftes Vertragsjahr ziehen. Die Zeichen stehen gut: Kaum ein Spieler hat in der Vorbereitung so überzeugt wie er. Seine Fangtechnik, seine Routen, sein Gespür für freie Räume – all das macht ihn zu einer echten Waffe im Angriff.

Die Erwartungen sind hoch. Ohne einen klaren Nummer-eins-Receiver liegt noch mehr Verantwortung auf den Schultern des Tight Ends. Kincaid hat sich zum wichtigsten Baustein der Bills-Offense entwickelt. Sein Zusammenspiel mit dem Quarterback ist eingespielt, seine Präsenz in der Red Zone gefürchtet. Viele rechnen damit, dass er in dieser Saison seinen endgültigen Durchbruch erleben wird – als Spieler, der nicht nur verlässlich, sondern auch spektakulär sein kann.

Das Team vertraut ihm. Die Coaches setzen auf seine Vielseitigkeit, seine Spielintelligenz und seine Fähigkeit, auch unter Druck zu liefern. Kincaid ist kein Star, der mit Vorschusslorbeeren überhäuft wurde. Er hat sich alles hart erarbeitet. Gerade deshalb gilt er intern als Vorbild – für Rookies, für Mitspieler, für jeden, der in der NFL seinen Platz sucht.

Fakten, Zahlen und Persönlichkeit: Das Profil von Dalton Kincaid

Kincaid bringt alles mit, was ein moderner Tight End braucht: 1,93 Meter Größe, 109 Kilo Kampfgewicht und sichere Hände. Seine NFL-Bilanz nach zwei Saisons kann sich sehen lassen: 117 Receptions, 1.121 Yards, 4 Touchdowns. In seiner ersten Saison stellte er gleich zwei Franchise-Rekorde auf – die meisten Receptions eines Tight Ends und die meisten Catches eines Rookies bei den Bills.

Kategorie Wert
Größe 1,93 m
Gewicht 109 kg
NFL-Catches (2 Jahre) 117
NFL-Yards (2 Jahre) 1.121
NFL-Touchdowns (2 Jahre) 4
Franchise-Rekorde Meiste Receptions eines Tight Ends , meiste Rookie-Receptions
Doppelte Staatsbürgerschaft USA, Kanada
Abschluss University of Utah

Der Blick auf die Zahlen bestätigt: Kincaid liefert ab. Doch es sind nicht nur die Statistiken, die ihn auszeichnen. Seine Herkunft aus Las Vegas, der späte Wechsel zum Football, die Zeit als Basketballer – all das hat ihn geprägt. Er gilt als Teamplayer, als ruhiger Arbeiter, der sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern im richtigen Moment Verantwortung übernimmt. Seine Familie hat einen Sport-Hintergrund, Kincaid besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft der USA und Kanadas. Auch abseits des Feldes ist er fest verwurzelt – mit Abschluss an der University of Utah und engen Verbindungen in seine Heimatstadt.

Vom Spätstarter zum Hoffnungsträger: Kincaid schreibt seine eigene Geschichte

Kincaid steht heute für eine neue Generation in Buffalo. Er verkörpert den Glauben daran, dass auch ein später Start kein Hindernis sein muss. Seine Geschichte ist ein Beispiel dafür, dass Durchhaltevermögen und Lernbereitschaft den Unterschied machen. Kein NFL-Star war je so sehr auf dem Radar der Experten wie er, doch Kincaid hat es geschafft, aus dem Schatten zu treten. Verletzungen, Zweifel, mangelnde Beachtung – all das hat ihn nicht gestoppt.

Für die Bills ist er heute mehr als nur ein Spieler. Er ist der Beweis, dass sich Geduld und harte Arbeit auszahlen. Die kommende Saison wird zeigen, wie weit Kincaid und Buffalo gemeinsam gehen können. Klar ist: Sein Weg ist noch nicht zu Ende. In einer Liga, in der vieles schnelllebig ist, steht Dalton Kincaid für Beharrlichkeit und neue Hoffnung – nicht nur für die Bills, sondern für alle, die an den späten Durchbruch glauben.

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