Elgton Jenkins

Position
Guard
Aktuelles Team
Gewicht
311 lbs
Größe
6' 5"
Age
29
College
Mississippi State
Experience
6

Elgton Jenkins ist mehr als nur ein Starter in der Offensive Line der Green Bay Packers. Der 1,96 Meter große und 141 Kilogramm schwere Allrounder steht für einen Spielertyp, der in der heutigen NFL selten geworden ist: ein Lineman, der auf fast jeder Position aushelfen und dabei das Niveau halten kann. Nach mehreren Jahren als Left Guard rückt Jenkins jetzt ins Zentrum der Offense – buchstäblich. Die Packers bauen für die kommende Saison auf ihn als neuen Center, nachdem der langjährige Starter Josh Myers das Team verlassen hat. Die Umstellung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Jenkins aufgrund einer Rückenverletzung noch nicht voll belastbar ist. Doch im Klub zweifelt niemand daran, dass er diese Herausforderung meistert. Seine Vielseitigkeit war immer sein größter Trumpf – und sie prägt seinen gesamten Werdegang.

Was Jenkins auszeichnet, ist die Fähigkeit, jede Aufgabe in der Offensive Line anzunehmen und zu lösen. Schon als Rookie überzeugte er mit blitzsauberem Pass-Blocking. Später stopfte er Lücken, egal ob auf Guard, Tackle oder Center. Selbst eine schwere Knieverletzung brachte ihn nicht aus dem Konzept. Heute ist Jenkins das Rückgrat der Packers-Line – und das Musterbeispiel für einen modernen NFL-Lineman, der sich immer wieder neu erfindet. Doch dieser Weg war kein Selbstläufer.

Seine Karriere beweist: Vielseitigkeit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von harter Arbeit, Rückschlägen und dem Willen, immer wieder neu anzugreifen. Wer heute auf Jenkins als Center setzt, weiß: Hier steht ein Spieler, der jede Herausforderung annimmt – und daraus stärker hervorgeht.

Vom Allrounder zum Anker der Offensive Line

Für die Packers beginnt eine neue Ära in der Offensive Line. Mit der Verpflichtung von Aaron Banks auf Guard und dem Abgang von Josh Myers setzen die Verantwortlichen auf eine neue Innenachse. Im Zentrum steht Elgton Jenkins, der nach Jahren als Left Guard nun als Center übernimmt. Die Entscheidung fällt nicht aus der Not heraus, sondern weil Jenkins schon immer mehr als ein Positionsspieler war. Er hat in der NFL bereits auf vier verschiedenen Spots gestartet – und das auf konstant hohem Niveau.

Die Umstellung auf Center ist für Jenkins kein Neuland. Schon am College übernahm er diese Rolle über 25 Mal. Jetzt geht es darum, seine Erfahrung und Führungsstärke auf die wichtigste Position der Line zu übertragen. Die Packers vertrauen darauf, dass Jenkins mit seiner Spielintelligenz, seiner Technik und seiner Ruhe die Offense dirigieren kann. Verletzungsbedingt kann er aktuell noch nicht alle Drills absolvieren, doch intern gilt er als gesetzt. Die Coaches wissen, was sie an ihm haben: einen Spieler, der sich nie auf einer Position ausruht, sondern immer bereit ist, dort einzuspringen, wo er am dringendsten gebraucht wird.

Diese Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hat Jenkins schon früh ausgezeichnet. Sein Weg von der High School bis in die NFL war von Anfang an geprägt von der Bereitschaft, sich jeder Aufgabe zu stellen. Doch der Grundstein für diese Vielseitigkeit wurde schon viel früher gelegt.

Die Grundlagen: Kindheit und College – Ausbildung zum Vielseitigen

Aufgewachsen in Clarksdale, Mississippi, lernte Jenkins früh, dass im Football nicht immer alles nach Plan läuft. Schon in der High School war er einer, der sich nicht auf eine Position festlegen ließ. Mal spielte er auf der defensiven Seite, mal in der Offense – Hauptsache, er stand auf dem Feld und half seinem Team. Diese Flexibilität machte ihn für College-Coaches interessant. An der Mississippi State University setzte er diesen Weg fort. Dort startete er auf mehreren Positionen in der Offensive Line, die meiste Zeit jedoch als Center.

Gerade die Jahre an der Mississippi State prägten Jenkins als Football-Spieler. Er musste sich gegen ältere, erfahrene Spieler durchsetzen und lernte, sich schnell auf neue Situationen einzustellen. In über 25 Spielen als Center sammelte er wertvolle Erfahrung im Snappen, im Blocking und in der Kommunikation mit dem Quarterback. Er wusste: Wer in der Offensive Line überleben will, muss mehr können als nur den eigenen Job. Diese Vielseitigkeit wurde zum Markenzeichen – und öffnete ihm die Tür zur NFL.

Nach dem College war klar: Jenkins bringt alles mit, was NFL-Teams suchen – Größe, Technik, Spielverständnis und die Fähigkeit, auf mehreren Positionen zu spielen. Doch im Draft zählt oft auch das richtige Timing. Die Packers griffen in der zweiten Runde zu und holten sich mit Jenkins einen Spieler, der von Anfang an mehr sein sollte als nur ein Backup.

Der NFL-Start: Früh Verantwortung, schnell Bewährung

Schon in seiner ersten Saison bei den Packers wurde deutlich, warum Jenkins so hoch im Kurs stand. Eigentlich als Backup eingeplant, rückte er schon nach wenigen Spielen in die Startformation. Seine Aufgabe: die linke Seite der Line stabilisieren. In seiner Rookie-Saison ließ er auf über 570 Pass-Blocking-Snaps keinen einzigen Sack zu – eine Ansage. Die Experten waren sich einig: Hier wächst ein besonderer Lineman heran. Jenkins wurde ins All-Rookie Team gewählt und war damit gleich in seinem ersten Jahr einer der besten Neulinge auf seiner Position.

Seine Vielseitigkeit blieb nicht unbemerkt. In den folgenden Jahren setzte ihn das Trainerteam immer wieder dort ein, wo es brannte. Ob auf Guard, Tackle oder Center – Jenkins machte seinen Job. In seiner zweiten NFL-Saison startete er alle 16 Spiele, wurde zum ersten Mal in den Pro Bowl gewählt und war damit endgültig Stammspieler in Green Bay. Seine Fähigkeit, mehrere Positionen auf höchstem Niveau zu spielen, verschaffte dem Team eine Sicherheit, die in der NFL selten ist.

Doch nicht alles lief reibungslos. Football ist ein harter Sport, Verletzungen gehören dazu. Jenkins musste lernen, mit Rückschlägen umzugehen – und daran wuchs er weiter.

Rückschläge und Comebacks: Die Bewährungsprobe

Mitten in seiner dritten NFL-Saison kam der Einschnitt: Kreuzbandriss, monatelange Pause, Reha statt Spieltag. Für viele Spieler ist das eine Zäsur. Doch Jenkins ließ sich nicht unterkriegen. Er arbeitete hart an seinem Comeback, kämpfte sich zurück in die Line – und stand bald wieder auf dem Feld, als wäre nichts gewesen. Die Packers setzten weiter auf ihn, verlängerten seinen Vertrag vorzeitig um vier Jahre und machten ihn damit zu einem der bestbezahlten Linemen der Liga.

Seine Rückkehr war ein Statement. Jenkins startete wieder auf mehreren Positionen, half dem Team in den Playoffs und zeigte, dass er auch nach einer schweren Verletzung auf Top-Niveau spielen kann. In der Saison darauf verpasste er kaum ein Spiel, war immer da, wenn das Team ihn brauchte. Gerade in den entscheidenden Phasen der Saison zeigte sich, wie wichtig seine Vielseitigkeit ist. Die Packers konnten auf ihn bauen – egal, wie sich die Line um ihn herum veränderte.

Mit diesem Selbstbewusstsein geht Jenkins nun den nächsten Schritt. Die Umstellung auf Center ist mehr als nur ein Positionswechsel. Sie ist die logische Konsequenz seiner Entwicklung – und sie zeigt, wie sehr die Packers ihm vertrauen.

Gegenwart: Der neue Center der Packers

Der Blick auf die aktuelle Saison zeigt: Jenkins ist das Herzstück der Offensive Line. Nach dem Abgang von Josh Myers rückte er in die Mitte und übernimmt damit noch mehr Verantwortung. Die Coaches schätzen seine Erfahrung, seine Übersicht und seine Ruhe im Spiel. Auch wenn ihn derzeit eine Rückenverletzung bremst, ist klar: Sobald Jenkins wieder voll einsatzfähig ist, läuft die Offense über ihn.

Die Packers haben in den letzten Jahren viel in ihre Line investiert: Neue Spieler wurden geholt, Routiniers verabschiedet. Jenkins ist geblieben – und steht heute mehr denn je im Mittelpunkt. Seine Rolle geht weit über das Blocken hinaus. Als Center ist er der verlängerte Arm des Quarterbacks, koordiniert die Protection und gibt der Offense Stabilität. Für ein junges Team wie die Packers ist das Gold wert.

Karriere-Statistik Zahlen
Spiele (gesamt) 87
Starts 85
Pro Bowl-Nominierungen 1
Vertrag (Laufzeit/Gesamtvolumen) 4 Jahre / 68 Mio. US-Dollar
Starts auf verschiedenen Positionen (NFL) 4 (Guard, Center, Tackle links und rechts)

Die Tabelle zeigt: Jenkins ist ein Leistungsträger, der nicht nur durch Zahlen überzeugt. Seine Vielseitigkeit ist einzigartig – kein anderer Packer seit der Fusion 1970 hat in einer Saison auf Guard, Center und Tackle gestartet. Das macht ihn für die Offense so wertvoll. Die Packers setzen darauf, dass er als Center die Line zusammenhält und dem Team Stabilität gibt – egal, wie sich das Personal um ihn herum verändert.

Doch wie geht es für Jenkins weiter? Die nächste Herausforderung wartet schon.

Ausblick: Jenkins' nächste Kapitel

Mit dem Wechsel auf die Center-Position beginnt für Jenkins ein neues Kapitel. Er steht vor der Aufgabe, die Packers-Offense als Anführer auf dem Feld zu lenken und die jungen Spieler um sich herum zu unterstützen. Die Coaches erwarten, dass er mit seiner Erfahrung und seiner Vielseitigkeit die Line stabilisiert – gerade in engen Spielen und gegen starke Defenses.

Die nächsten Jahre könnten für Jenkins entscheidend werden. Kann er als Center genauso überzeugen wie auf Guard oder Tackle? Viele in Green Bay glauben daran. Die Packers haben ihm einen langfristigen Vertrag gegeben, weil sie wissen: Solche Linemen wachsen nicht auf Bäumen. Jenkins verkörpert den Spielertyp, den heute jedes Team sucht – flexibel, zuverlässig, teamorientiert.

Sein Weg von Clarksdale, Mississippi bis in die NFL war alles andere als vorgezeichnet. Doch Jenkins hat gezeigt, dass Beharrlichkeit und Vielseitigkeit oft mehr zählen als pure Athletik. Er ist längst mehr als nur ein Starter – er ist das Rückgrat der Packers-Line und ein Vorbild für junge Spieler, die in der NFL bestehen wollen.

Wenn Jenkins als Center weiter so abliefert wie bisher, könnte er zum Gesicht einer neuen Packers-Generation werden. Seine Geschichte zeigt: Wer bereit ist, immer wieder neue Aufgaben zu übernehmen, findet in der NFL seinen Platz – und manchmal sogar eine Schlüsselrolle. Die Packers setzen auf Jenkins. Und sein nächstes Kapitel ist längst noch nicht geschrieben.

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