Eric Stokes

Position
Cornerback
Aktuelles Team
Gewicht
194 lbs
Größe
6' 1"
Age
25
College
Georgia
Experience
4

Eric Stokes ist Cornerback der Las Vegas Raiders. Nach bewegten Jahren in Green Bay, geprägt von vielversprechenden Leistungen und schweren Verletzungen, startet der ehemalige Erstrundenpick jetzt in der Wüste neu durch. Die Raiders setzen auf seine Geschwindigkeit und Erfahrung – und Stokes steht vor dem vielleicht wichtigsten Kapitel seiner NFL-Karriere.

Der Wechsel nach Las Vegas ist mehr als nur ein Tapetenwechsel. Für Stokes geht es um nicht weniger als den Beweis, dass er nach allen Rückschlägen und Zweifeln in der NFL bestehen kann. Mit einem Einjahresvertrag im Gepäck und endlich wieder fit, kämpft er um einen Platz in der Startformation. Die Geschichte eines Spielers, der sich nach Jahren voller Herausforderungen nicht aufgibt – sondern jetzt alles auf eine Karte setzt.

Doch dieser Moment kommt nicht von ungefähr. Der Weg von Georgia ins Rampenlicht der NFL war nur der Anfang einer Karriere, die immer wieder neue Wendungen nahm.

Vom Talent aus Georgia zum Erstrundenpick

Der Grundstein für Eric Stokes’ Karriere wurde schon früh gelegt. Aufgewachsen in Covington, Georgia, zeigte er schon an der Eastside High School außergewöhnliche Athletik. Sein Speed fiel auf, seine Beweglichkeit auf dem Feld machte ihn zum Leistungsträger. Doch erst an der University of Georgia, einer der Top-Football-Adressen im College-Sport, reifte Stokes zum NFL-Talent.

In drei Jahren bei den Georgia Bulldogs sammelte er 78 Tackles, vier Interceptions und erzielte sogar zwei Touchdowns. Die SEC, eine der härtesten Conferences im College Football, wählte ihn in seinem letzten College-Jahr ins First-Team All-SEC – eine Auszeichnung für die Besten der Besten. Scouts lobten sein Spielverständnis, seine schnellen Richtungswechsel und sein Ballgefühl. Für viele galt Stokes als einer der athletischsten Cornerbacks seines Jahrgangs.

Diese Leistungen blieben auch den NFL-Teams nicht verborgen. Im Draft wurde Stokes in der ersten Runde an Position 29 von den Green Bay Packers ausgewählt. Der Sprung vom College-Star zum Profi war geschafft – der Traum, in der NFL zu spielen, wurde Wirklichkeit. Doch die Anforderungen in der Liga sind hoch, und jeder Rookie muss sich beweisen. Für Stokes begann ein neuer Abschnitt, der ihn sofort forderte.

Sein Start in Green Bay machte Hoffnung. Doch die NFL ist ein Geschäft, in dem sich das Blatt schnell wenden kann.

Starker Start, bittere Rückschläge: Die Jahre in Green Bay

Stokes’ Rookie-Saison bei den Packers ließ das Potenzial aufblitzen, das viele Experten in ihm gesehen hatten. In seiner ersten NFL-Saison stand er 16 Mal auf dem Feld, davon 14 Mal als Starter. Mit 55 Tackles, einer Interception und beeindruckenden 14 Pass Breakups war er sofort ein wichtiger Teil der Defense. Gerade seine Schnelligkeit half ihm, auch gegen die besten Receiver der Liga zu bestehen.

Doch die Euphorie bekam schnell einen Dämpfer. Schon im zweiten Jahr warf ihn eine schwere Knöchelverletzung früh aus der Bahn. Nach neun Spielen war die Saison für Stokes beendet. Die Reha war lang, der Weg zurück ins Team alles andere als einfach. Auch die Saison darauf verlief enttäuschend. Nur drei Einsätze, immer wieder Probleme mit dem Körper. Die ständigen Verletzungen machten es ihm unmöglich, einen Rhythmus zu finden oder an die Leistungen des Rookie-Jahres anzuknüpfen.

Die Zweifel wuchsen – nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Verantwortlichen der Packers. Würde Stokes wieder der Spieler werden, der er zu Beginn war? In der vierten Saison kam er zwar auf 17 Spiele, doch eine feste Startposition blieb aus. Die Konkurrenz im Kader war groß, und der Glanz des einstigen Hoffnungsträgers begann zu verblassen. Für viele schien die Geschichte des einstigen Erstrundenpicks schon fast auserzählt.

Doch Stokes ließ sich nicht beirren. Die Erfahrungen aus Green Bay haben ihn geprägt. Er weiß, wie es ist, auf dem Platz zu stehen und zu liefern – aber auch, wie es sich anfühlt, zuschauen zu müssen. Gerade diese Höhen und Tiefen machen ihn heute zu einem anderen Spieler. Die Frage bleibt: Kann er sein Potenzial noch einmal abrufen?

Die Antwort darauf will er jetzt in Las Vegas geben. Der Wechsel zu den Raiders ist der nächste große Schritt – und vielleicht die letzte große Chance.

Neuanfang in der Wüste: Die Raiders als zweite Chance

Nach vier Jahren in Green Bay unterschrieb Stokes bei den Las Vegas Raiders. Ein Einjahresvertrag über vier Millionen Dollar – ein Deal, der für beide Seiten eine klare Botschaft sendet. Die Raiders suchen Verstärkung auf Cornerback, Stokes sucht eine neue Bühne. Die Erwartungen sind hoch, doch die Situation ist klar: Wer jetzt abliefert, kann sich für mehr empfehlen.

Die Raiders setzen auf sein Tempo, seine Erfahrung und die Hoffnung, dass er endlich verletzungsfrei bleibt. Im Training kämpft Stokes um einen Platz in der Startelf – und die Konkurrenz ist groß. Doch mit einem gesunden Körper und dem Wissen um die eigenen Fehler aus der Vergangenheit bringt Stokes etwas mit, das man nicht trainieren kann: die Erfahrung, mit Rückschlägen umzugehen und trotzdem weiterzumachen.

Für Stokes ist der Wechsel mehr als nur ein neuer Vertrag. Es ist die Chance zu zeigen, dass er mehr ist als ein Spieler, dessen Karriere von Verletzungen überschattet wurde. Die Raiders geben ihm das Vertrauen – jetzt liegt es an ihm, es zurückzuzahlen. Der Weg bis hierher war hart, doch genau das macht diesen Neustart so besonders.

Die Zahlen seiner bisherigen Karriere zeigen: Da ist noch Luft nach oben. Aber die Basis stimmt – und das Potenzial ist nach wie vor vorhanden.

Eric Stokes im Überblick: Zahlen, Fakten, Entwicklung

Saison Team Spiele Starts Tackles Interceptions Pass Breakups
2021 GB 16 14 55 1 14
2022 GB 9 9
2023 GB 3
2024 GB 17 7 41 0
Gesamt 45 30 128 1 14

Die Statistik zeigt: Stokes hat schon in jungen Jahren viel erlebt. Seine beste Saison war die erste. 14 Pass Breakups in einer Rookie-Saison – das gelingt nur wenigen. Insgesamt stehen 128 Tackles, eine Interception und ein starker Start in der NFL zu Buche. Was fehlt, sind die konstanten Leistungen über mehrere Jahre. Doch nach den Verletzungen ist allein die Rückkehr auf dieses Level ein Erfolg.

Auch die Vertragsseite spricht eine klare Sprache. Nach vier Jahren auf dem Rookie-Deal in Green Bay setzt Stokes jetzt alles auf eine Karte. Ein Jahr, vier Millionen Dollar – diese Vereinbarung ist Beweis für das Vertrauen, das die Raiders in ihn setzen, aber auch für den Druck, der auf ihm lastet. Wer liefert, bekommt die nächste Chance. Wer nicht, muss sich neu orientieren.

Die Raiders hoffen auf einen Spieler, der mit 1,85 Meter Körpergröße und knapp 90 Kilo Gewicht die Physis und Athletik für die NFL mitbringt. Die Anlagen stimmen – jetzt muss Stokes sie auf dem Feld wieder zeigen.

Persönliches, Charakter, Ausblick: Was kommt jetzt für Eric Stokes?

Privat hält sich Eric Stokes zurück. Über seine Familie ist wenig bekannt, auch abseits des Platzes bleibt er meist im Hintergrund. Doch wer ihn kennt, spricht von einem ruhigen, aber zielstrebigen Typen. Die Jahre voller Reha, Zweifel und Ungewissheit haben ihn verändert. Heute weiß Stokes, wie schnell sich im Profisport alles drehen kann – und wie wichtig es ist, die eigene Chance zu nutzen.

Seine Zeit an der University of Georgia hat ihn geprägt, nicht nur sportlich. Dort lernte er, was es heißt, sich Tag für Tag durchzusetzen. Diese Mentalität hat ihn durch die schwierigen Jahre in Green Bay getragen. Jetzt, im Dress der Raiders, will er zeigen, dass der Glaube an sich selbst und der Wille zum Durchhalten stärker sind als jede Verletzung.

Für Stokes ist dieses Jahr mehr als nur eine weitere Saison. Es ist die Gelegenheit, seine Geschichte neu zu schreiben. Die Raiders geben ihm den Rahmen – den Rest muss er selbst liefern. Gelingt ihm der Durchbruch, könnte dies der Start in eine zweite, vielleicht noch erfolgreichere NFL-Karriere sein. Scheitert er, bleibt die Erinnerung an einen Spieler, der das Potenzial hatte, aber nie ganz ankam.

Doch wer Eric Stokes in den letzten Jahren erlebt hat, der weiß: Aufgeben kommt für ihn nicht infrage. Seine Geschichte ist die eines Spielers, der immer wieder zurückkommt – und der jetzt alles daran setzt, dass Las Vegas nicht seine Endstation, sondern der Beginn von etwas Großem wird.

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