Mack Hollins steht heute bei den New England Patriots unter Vertrag. Der 1,93 Meter große Wide Receiver bringt viel Erfahrung mit – und die Hoffnung, im Trikot der Patriots endlich zum festen Bestandteil einer NFL-Offense zu werden. Aktuell fällt er noch aus, doch die Erwartungen an ihn sind klar: Hollins soll als physisch starker X-Receiver eine wichtige Rolle übernehmen. Viele Beobachter fragen sich, wie aus dem einstigen Rollenspieler und Special Teams-Ass ein Hoffnungsträger für eine der traditionsreichsten Franchises der Liga werden konnte.
Die Antwort beginnt nicht erst mit seinem neuen Vertrag in New England. Hollins’ Karriere war von Anfang an ein ständiger Kampf um Anerkennung und Spielzeit. Immer wieder musste er sich beweisen, immer wieder neu anpassen. Trotzdem hat er nie aufgegeben. Sein Weg ist die Geschichte eines Spielers, der nie den leichten Weg hatte – und gerade deshalb heute als erfahrener Profi gefragt ist. Doch wie ist dieser Wandel gelungen?
Nach Jahren als Ergänzungsspieler und Special Teamer gelang Hollins in der NFL endlich der Durchbruch. Doch der Weg dorthin war lang und steinig.
Der späte Durchbruch – Wie Mack Hollins zum Difference Maker wurde
Es war die Saison bei den Las Vegas Raiders, die Hollins’ Karriere in eine neue Richtung lenkte. Nach Jahren, in denen er meist auf den Special Teams zum Einsatz kam, wurde er plötzlich zum Stammspieler. 57 Receptions, 690 Yards, vier Touchdowns – zum ersten Mal stand er im Fokus, zum ersten Mal trug er die Verantwortung als Starting Receiver. Für viele kam dieser Leistungssprung überraschend. Doch wer Hollins’ Werdegang kennt, weiß: Diese Entwicklung hatte sich lange angedeutet.
Schon bei den Eagles, Dolphins und Falcons war Hollins ein beliebter Teamkollege. Er blockte, rannte Routen, übernahm jede Aufgabe, die ihm zugeteilt wurde – und wartete auf seine Chance. Bei den Raiders bekam er sie endlich. Das System passte zu seinem Spielstil, die Coaches vertrauten ihm, und Hollins zahlte es mit Produktion zurück. Dieser Durchbruch war kein Zufall, sondern die Folge jahrelanger harter Arbeit im Hintergrund.
Doch diese Leistung kam nicht von ungefähr. Der Grundstein wurde schon früh gelegt – und zwar weit entfernt von den großen NFL-Bühnen.
Der lange Weg: Von Maryland über North Carolina in die NFL
Mack Hollins stammt aus Rockville, Maryland. In der High School war er noch kein Star, sondern ein Allrounder, der sich alles erarbeiten musste. Auch am College, bei der University of North Carolina, begann er als Walk-on. Niemand hatte ihn auf dem Zettel. Doch Hollins machte sich schnell einen Namen als harter Arbeiter und starker Special Teamer. Erst später wurde er auch als Receiver zur festen Größe. Am Ende seiner College-Karriere hatte er sich einen Platz im NFL Draft verdient.
Die Philadelphia Eagles wählten Hollins in der vierten Runde. Schon als Rookie gehörte er zum Super Bowl-Kader und durfte den größten Erfolg der Franchise-Geschichte miterleben. Doch die Rolle blieb klein, die Einsatzzeiten überschaubar. Nach drei Jahren folgte der Wechsel nach Miami, dann Stationen bei den Raiders, den Falcons, den Bills – und nun die Patriots. Jedes Team verlangte von ihm etwas anderes. Mal war er Gunner in den Special Teams, mal Backup-Receiver, mal Starter. Hollins blieb immer bereit, egal wie die Umstände waren.
Diese ständigen Wechsel haben Hollins geprägt. Während viele Spieler an so vielen Ortswechseln verzweifeln würden, machte er daraus eine Stärke. Er lernte verschiedene Systeme, passte sich an neue Quarterbacks und Coaches an, verdiente sich Respekt in jedem Locker Room. Gerade diese Vielseitigkeit macht ihn heute so wertvoll.
Herausforderungen und Wendepunkte: Der Kampf um Relevanz
Doch der Weg war nie einfach. Nach dem Super Bowl-Triumph mit den Eagles folgten Jahre, in denen Hollins immer wieder um einen Kaderplatz kämpfen musste. Die Zeit bei den Dolphins brachte ihm zwar mehr Einsatzzeiten, aber keine dauerhafte Startrolle. Erst im Trikot der Raiders wurde aus dem Rollenspieler ein Difference Maker. Die Coaches in Las Vegas setzten auf seine Physis, vertrauten ihm bei kritischen Downs – und Hollins lieferte ab.
Nach dem erfolgreichen Jahr bei den Raiders wechselte Hollins erneut das Team. In Atlanta und Buffalo war er nicht mehr die klare Nummer eins, doch er fand Wege, Einfluss zu nehmen. Besonders bei den Bills zeigte er, dass er auch in einer neuen Rolle produktiv sein kann. Mit 31 Receptions, 378 Yards und fünf Touchdowns bewies er, dass er mehr ist als ein reiner Blocker oder Special Teamer. Diese Zahlen zeigen: Selbst nach mehreren Teamwechseln und neuen Systemen ist Hollins immer bereit, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Doch auch Rückschläge gehören zu seiner Geschichte. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück – so auch jetzt, zu Beginn seiner Zeit in New England. Wieder steht eine Bewährungsprobe an. Aber Hollins hat schon oft gezeigt, dass er solche Phasen überstehen kann. Heute profitiert er von all den Erfahrungen, die er auf seinem Weg durch die Liga gesammelt hat.
Die große Chance bei den Patriots: Neustart mit Erfahrung
Mit dem Wechsel zu den Patriots beginnt für Hollins ein neues Kapitel. Der Vertrag läuft über zwei Jahre – ein klares Zeichen, dass das Team auf seine Erfahrung und Vielseitigkeit setzt. In Foxborough wird er als X-Receiver eingeplant, also als physisch starker Passempfänger auf der Außenseite. Die Konkurrenz ist groß, aber Hollins bringt etwas mit, das in der NFL selten ist: Er kennt alle Rollen, hat in jeder Situation geliefert und weiß, wie man sich in einem neuen System zurechtfindet.
Die Coaches der Patriots schätzen genau das. In einer jungen Receiver-Gruppe soll Hollins nicht nur mit Leistung, sondern auch als Führungsspieler vorangehen. Sein Auftreten im Locker Room gilt als vorbildlich, seine Einstellung als ansteckend. Gerade für eine Offense, die in den letzten Jahren auf der Suche nach Stabilität war, ist das Gold wert.
Natürlich bleibt die Frage: Wie schnell kann Hollins nach seiner Verletzung wieder eingreifen? Und schafft er es, sich trotz der starken Konkurrenz durchzusetzen? Die Antwort wird nicht nur von seiner Fitness abhängen, sondern auch von der Rolle, die die Coaches für ihn vorsehen. Doch eines ist klar: Die Patriots setzen auf einen Spieler, der nie aufgegeben hat – und der heute bereit ist, die nächste Stufe zu erreichen.
Mack Hollins im Überblick: Zahlen, Stationen, Persönlichkeit
Jahr | Team | Receptions | Yards | Touchdowns |
---|---|---|---|---|
2017–2019 | Philadelphia Eagles | 26 | 351 | 1 |
2019–2021 | Miami Dolphins | 56 | 750 | 6 |
2022 | Las Vegas Raiders | 57 | 690 | 4 |
2023 | Atlanta Falcons | 15 | 200 | 0 |
2024 | Buffalo Bills | 31 | 378 | 5 |
2025– | New England Patriots | - | - | - |
Die Tabelle zeigt: Hollins hat in jeder Station geliefert, sobald er die Chance bekam. 162 Receptions, über 2.000 Yards und 15 Touchdowns in seiner Karriere sprechen für sich. Dazu kommt der Super Bowl-Sieg mit den Eagles – ein Erfolg, den ihm keiner mehr nehmen kann.
Doch Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte. Hollins ist mehr als ein Receiver mit starken Stats. Sein Weg von der High School in Maryland über das College in North Carolina bis hin zu sechs verschiedenen NFL-Teams zeigt, wie sehr er für den Traum NFL kämpft. Teamkollegen loben seine Einstellung, Coaches schätzen seine Bereitschaft, jede Aufgabe zu übernehmen. Hollins ist kein Lautsprecher, aber einer, der mit Leistung und harter Arbeit überzeugt.
Fazit: Vom Rollenspieler zum Hoffnungsträger – Mack Hollins’ nächster Schritt
Mack Hollins verkörpert den Typ Spieler, den jedes NFL-Team braucht – auch wenn das nicht immer im Rampenlicht steht. Nach Jahren als Rollenspieler und Special Teams-Spezialist steht er heute vor der größten Chance seiner Karriere. Die Patriots setzen auf seine Erfahrung, seine Vielseitigkeit und seine Bereitschaft, sich jeder Herausforderung zu stellen.
Ob Hollins in New England endgültig zum Starter wird, bleibt offen. Klar ist aber: Er hat sich alles selbst erarbeitet. Kein Hype, keine Abkürzungen, sondern der direkte Weg durch harte Arbeit und Geduld. Seine Geschichte zeigt, dass es in der NFL nicht nur auf Talent ankommt, sondern vor allem auf den Willen, immer wieder aufzustehen.
Für die Patriots ist Hollins mehr als ein Neuzugang. Er ist ein Zeichen dafür, dass sich Beharrlichkeit auszahlt – und dass manchmal die späten Durchstarter den Unterschied machen.