Messiah Swinson steht im Kader der Green Bay Packers und arbeitet täglich daran, endlich in der NFL Fuß zu fassen. Der 2,01 Meter große Tight End aus Bay Shore, New York, hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich: Er wurde nie gedraftet, mehrfach entlassen und musste sich immer wieder neu beweisen. Doch Swinson bleibt dran – sein Ziel ist klar: ein Platz im aktiven Kader eines NFL-Teams. Seine Geschichte ist ein Musterbeispiel dafür, was es in dieser Liga braucht: Geduld, Disziplin und den Willen, niemals aufzugeben.
Die meisten NFL-Spieler werden als College-Stars gefeiert, landen als First- oder Second-Round-Picks im Rampenlicht. Swinsons Werdegang verläuft anders. Er kam als Undrafted Free Agent in die Liga, wurde mehr als einmal aussortiert und musste sich mit kurzfristigen Verträgen und Practice Squad-Plätzen zufriedengeben. Doch genau dieser steinige Weg gibt Swinsons Geschichte ihren besonderen Wert. Er steht für all die Spieler, die nicht sofort einen Platz bekommen, die sich durchbeißen und trotzdem an ihren Traum glauben. Swinson zeigt: Es geht nicht immer um Talent allein – Ausdauer macht den Unterschied.
Wie schafft man es, nach so vielen Rückschlägen immer wieder aufzustehen? Was treibt jemanden an, der scheinbar immer an der Kante zur NFL steht, aber nie ganz drinnen ist? In Swinsons Fall beginnt die Antwort früh – lange vor dem ersten NFL-Vertrag.
Vom High School-Talent zum College-Kämpfer
Messiah Swinson wächst in Bay Shore auf Long Island auf. Schon an der Long Island Lutheran High School fällt er mit seiner Physis und seinem Spielverständnis auf. Als Drei-Sterne-Rekrut hat er viele Optionen, entscheidet sich für die University of Missouri. Dort erlebt er, was es heißt, im Football um jede Minute Einsatzzeit zu kämpfen. In vier Jahren bringt er es auf 23 Spiele, doch die Statistiken bleiben überschaubar: sieben Receptions für 84 Yards. Swinson ist kein Star, aber ein Arbeiter – ein Spieler, der sich nicht mit der Bank zufriedengibt, sondern immer mehr will.
Nach dem Abschluss an der University of Missouri sucht Swinson eine neue Herausforderung und wechselt an die Arizona State University. Hier bekommt er mehr Verantwortung, mehr Spielzeit, mehr Möglichkeiten, sich zu zeigen. In zwei Jahren fängt er 21 Pässe für 233 Yards und erzielt seine ersten beiden Touchdowns im College-Football. Die Zahlen sind solide, aber nicht spektakulär – doch Swinsons Rolle im Team wächst. Er wird zum verlässlichen Tight End, der nicht nur blockt, sondern auch im Passspiel seine Akzente setzt. Trotzdem bleibt ihm der Sprung in den Draft verwehrt.
Station | Spiele | Receptions | Yards | Touchdowns |
---|---|---|---|---|
Missouri | 23 | 7 | 84 | 0 |
Arizona State | 24 | 21 | 233 | 2 |
Gesamt | 47 | 28 | 317 | 2 |
Die College-Jahre prägen Swinson. Er weiß, wie sich Rückschläge anfühlen. Er lernt, dass Football mehr ist als glänzende Zahlen – es geht um Haltung, um Disziplin, um die Bereitschaft, weiterzumachen, auch wenn es nicht läuft. Genau diese Eigenschaften nimmt er mit in die NFL.
Der steinige Weg in die NFL: Immer wieder von vorn
Nach seiner College-Karriere wartet Swinson vergeblich auf einen Anruf am Draft-Tag. Doch die Packers geben ihm als Undrafted Free Agent eine Chance. Was wie ein kleiner Sieg wirkt, entpuppt sich schnell als ständiger Kampf. Swinson wird mehrfach entlassen, landet erst im Practice Squad der Packers, dann holen ihn die Panthers, nur um ihn wieder freizugeben. Kurz darauf kehrt er zurück ins Practice Squad nach Green Bay. Es sind Wochen voller Unsicherheiten, in denen Swinson nie weiß, wie es weitergeht.
Viele Spieler geben nach solchen Erfahrungen auf, orientieren sich neu oder wechseln in andere Ligen. Swinson aber bleibt. Er akzeptiert die Rolle im Practice Squad, arbeitet täglich an seinem Spiel, hält sich fit, beobachtet die Starter und saugt jeden Tipp auf. Er weiß: Die NFL ist ein Geschäft, in dem Geduld und die Bereitschaft, immer wieder bei Null zu beginnen, über Karrieren entscheiden. Für Swinson wird diese Zeit zum härtesten Test seiner Laufbahn.
Seine körperlichen Voraussetzungen sind dabei ein Vorteil: Mit 2,01 Metern und 117 Kilogramm bringt er alles mit, was ein moderner Tight End braucht. Swinson ist kein Sprinter, aber enorm beweglich für seine Größe. Im Training zeigt er sichere Hände, blockt zuverlässig und ist vor allem in der Red Zone eine Option. Doch in der NFL zählt mehr als Talent – es geht um Timing, Einsatz im Special Team, Flexibilität auf verschiedenen Positionen. Swinson nimmt jede Aufgabe an, egal wie klein sie erscheint.
Körpermaße | Wert |
---|---|
Größe | 2,01 m |
Gewicht | 117 kg |
Die Tabelle zeigt: Swinson bringt das physische Profil für einen NFL-Tight End mit. Doch der Weg in den Kader führt über Leistung – und die Bereitschaft, jede Chance zu nutzen.
Die große Chance: Ein neuer Vertrag und neue Hoffnung
Nach mehreren Monaten zwischen Practice Squads und kurzen Engagements bekommt Swinson einen Reserve/Future-Vertrag in Green Bay. Dieser Vertrag ist mehr als nur ein Stück Papier. Für viele Spieler ist das der Moment, in dem der Traum von einer festen Rolle greifbar wird. Swinson weiß, dass er jetzt nicht mehr nur Lückenfüller ist – er bekommt echte Chancen, sich zu zeigen und zu empfehlen.
Mit dem neuen Vertrag im Rücken geht Swinson die nächste Phase seiner Karriere an. Er ist gesund, motiviert und bereit, sich im Team zu beweisen. Die Konkurrenz auf der Tight-End-Position ist groß, doch Swinson bringt eine besondere Mischung aus Größe, Technik und Lernbereitschaft mit. Die Trainer schätzen seine Arbeitsmoral, seine Vielseitigkeit im Blocken und Passspiel und vor allem seine Bereitschaft, sich unterzuordnen und für das Team zu arbeiten.
Was Swinson von vielen anderen unterscheidet: Er hat nie den leichten Weg gesucht, sondern sich immer wieder neuen Herausforderungen gestellt. Die Erfahrungen aus Missouri und Arizona State, die vielen Rückschläge in der NFL – sie machen ihn heute zu einem Spieler, der jede Chance nutzt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Für die Packers ist das ein Gewinn: Sie bekommen einen Tight End, der nicht nur mitspielt, sondern mitdenkt und jede Aufgabe übernimmt.
Karriereverlauf | Station |
---|---|
High School | Long Island Lutheran, NY |
College | Missouri (2018–2021), Arizona State (2022–2023) |
NFL-Teams | Green Bay Packers, Carolina Panthers |
Vertragsstatus | Undrafted Free Agent, Reserve/Future-Vertrag |
Die Stationen zeigen: Swinson hat sich nie aufgeben lassen. Jeder Wechsel, jede Entlassung ist für ihn ein neuer Anfang gewesen. Heute profitiert er von dieser Haltung.
Ausblick: Was bringt die Zukunft?
Jetzt steht Swinson vor seiner größten Bewährungsprobe. Mit dem neuen Vertrag in der Tasche kämpft er um einen festen Platz im Team. Die Coaches beobachten genau, wie er sich im Training schlägt, wie er mit Druck umgeht und ob er sich im Vergleich zu den anderen Tight Ends durchsetzen kann. Swinson ist fit, bringt die nötige Größe und Athletik mit – und weiß, dass es auf jede Kleinigkeit ankommt.
Seine Rolle im Team könnte vielseitig sein: Als physischer Tight End im Blocken, als zusätzliche Option im Passspiel, vielleicht auch als Special Teamer. Swinsons Vorteil ist seine Lernfähigkeit – er kann mehrere Rollen übernehmen und sich auf verschiedene Spielsituationen einstellen. Für ein NFL-Team, das Wert auf Tiefe und Flexibilität legt, ist das Gold wert.
Der Traum vom Durchbruch lebt weiter – nicht nur für Swinson selbst, sondern auch für die vielen Spieler, die sich in ähnlicher Lage befinden. Swinsons Geschichte zeigt: Wer sich nicht entmutigen lässt, wer jeden Tag an sich arbeitet und bereit ist, nach jedem Rückschlag wieder aufzustehen, hat im Profifußball eine echte Chance. Für Swinson ist die NFL mehr als ein Job – es ist die Erfüllung eines Traums, den er seit seiner Kindheit in Bay Shore verfolgt.
Seine Familie steht hinter ihm, die Verbindung zu seiner Heimat ist geblieben. Freunde und alte Weggefährten beobachten seinen Weg, feuern ihn an und wissen, wie viel Arbeit und Verzicht hinter jeder Trainingseinheit stecken. Swinson bleibt bescheiden, spricht selten über sich selbst, lässt lieber Taten sprechen. Sein Ziel ist klar: Er will zeigen, dass sich Ausdauer auszahlt – und dass auch Spieler, die nicht im Rampenlicht stehen, in der NFL ihre Spuren hinterlassen können.
Fazit: Swinson steht für Ausdauer und den langen Atem
Messiah Swinsons Weg in die NFL ist alles andere als geradlinig. Er musste Rückschläge einstecken, sich immer wieder neu beweisen und durfte nie auf eine sichere Zukunft hoffen. Doch genau das macht ihn zu einem Spieler, dessen Geschichte Mut macht. Swinson steht für den langen Atem, für die Bereitschaft, immer weiterzumachen, auch wenn es schwer wird. Sein Beispiel zeigt: Es braucht nicht nur Talent, sondern vor allem Willen, Geduld und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Swinson den letzten Schritt schafft – verdient hätte er es allemal.