Michael Pratt steht als Quarterback bei den Tampa Bay Buccaneers im Kader. Nach Jahren des Kämpfens, Rückschlägen und überraschenden Wendungen ist er heute bereit für die nächste Stufe in seiner NFL-Karriere. Was ihn besonders macht? Pratt ist kein typisches Supertalent, das schon in jungen Jahren im Rampenlicht stand. Stattdessen begann er spät mit Football, wurde im College zum Rekordmann und musste nach einem frühen Rückschlag in der NFL erst wieder Fuß fassen. Heute kämpft er um seinen Platz im Profikader – und zeigt, dass Ausdauer und Wille manchmal wichtiger sind als jeder Hype.
Seine Geschichte ist die eines Spätstarters, der sich nie mit dem Status quo zufriedengab. Wer über Michael Pratt spricht, spricht über einen Spieler, der sich nie aufgab – und dessen größter Erfolg vielleicht noch bevorsteht. Doch der Weg ins Rampenlicht war alles andere als vorgezeichnet.
Der späte Durchbruch: Vom Anfänger zum College-Star
Viele NFL-Quarterbacks wachsen mit Football auf. Michael Pratt ist die Ausnahme. In seiner Jugend lag sein Fokus lange nicht auf dem Footballfeld. Erst in der High School begann er ernsthaft zu spielen – zu einem Zeitpunkt, an dem andere schon als Jugendtalente galten. Diese späte Entscheidung prägte seinen Weg, denn Pratt musste schneller lernen und härter arbeiten, um den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren.
Sein Talent zeigte sich zuerst an der Boca Raton High School, doch ein Wechsel zur Deerfield Beach High School brachte den nächsten Schub. Hier wurde Pratt zum Starter und zog die Aufmerksamkeit von College-Scouts auf sich. In seinem Junior-Jahr warf er für über 1.200 Yards und 12 Touchdowns. Doch Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte: Pratt musste sich immer wieder beweisen, neue Systeme lernen und Rückschläge wegstecken. Verletzungen und der Schulwechsel hätten andere aus der Bahn geworfen, doch Pratt blieb dran. Diese Hartnäckigkeit sollte noch zu seinem Markenzeichen werden.
Der Grundstein war gelegt, aber die große Bühne wartete erst noch. Mit dem Wechsel auf die Tulane University begann für Pratt das nächste Kapitel – und damit der lange Anlauf in Richtung NFL.
Vier Jahre Anlauf – Die College-Jahre und der Weg zum Draft
Bei Tulane übernahm Pratt gleich zu Beginn die Starterrolle. Ein seltener Vertrauensbeweis für einen Freshman, doch Pratt zahlte es mit Leistung zurück. In vier Jahren führte er das Team mit starken Zahlen und einer überraschenden Reife im Spiel. Fast 10.000 Passing Yards, 90 Touchdowns und eine Completion Rate von über 60 Prozent machten ihn zum erfolgreichsten Quarterback der Schulgeschichte. Kein anderer Tulane-Spieler warf mehr Yards, mehr Touchdowns oder zeigte eine bessere Passgenauigkeit.
Doch auch im College blieb der Weg steinig. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, doch Pratt biss sich durch. In seinem letzten Jahr wurde er nicht nur zum AAC Offensive Player of the Year gewählt, sondern auch ins All-Conference-Team berufen. Seine Entwicklung vom Spätstarter zum College-Star war abgeschlossen – jetzt sollte der NFL-Draft die nächste Belohnung bringen.
Doch auch hier lief nicht alles nach Drehbuch. Obwohl seine Zahlen und Auszeichnungen beeindruckten, wartete Pratt lange auf seinen Namen. Erst spät in der siebten Runde sicherten sich die Green Bay Packers seine Rechte. Für viele ein Schock – für Pratt nur der nächste Beweis, dass er sich alles erarbeiten muss. Doch der lange Anlauf zahlte sich aus: Er hatte das NFL-Ticket in der Hand, auch wenn die nächste Herausforderung nicht lange auf sich warten ließ.
College-Statistik (Tulane) | Werte |
---|---|
Passing Yards | 9.611 |
Passing Touchdowns | 90 |
Completion Rate | 60,6% |
Auszeichnungen | AAC Offensive Player of the Year, First-Team All-AAC |
Diese Zahlen zeigen, wie stark seine Entwicklung am College war. Doch nach dem Draft folgte die nächste Bewährungsprobe.
Die NFL – Enttäuschung und zweite Chance
Der Sprung in die NFL gilt als größter Karriereschritt für jeden College-Spieler. Für Michael Pratt wurde er zum ersten echten Härtetest. Nach der Unterschrift bei den Packers konnte er sich im ersten Anlauf nicht durchsetzen. Die Entlassung noch vor dem Saisonstart war ein harter Schlag. Wieder einmal stand Pratt vor der Frage, wie es weitergeht. Doch statt aufzugeben, suchte er die Chance zum Neustart.
Die Tampa Bay Buccaneers holten ihn in ihren Practice Squad. Hier begann die nächste Phase seines Wegs: Unsichtbar für die TV-Kameras, aber Tag für Tag im Training gefordert, arbeitete Pratt an seiner Technik und Präsenz. Er wusste, dass die NFL keine Geduld mit Mitläufern hat. Umso wichtiger war es, sich in jedem Training zu empfehlen.
Die Arbeit zahlte sich aus. Mit einem Reserve/Future-Vertrag sicherten ihm die Buccaneers die Aussicht auf einen Platz im Kader für die kommende Saison. Wieder einmal hatte Pratt eine Tür gefunden, die für andere längst zu schien. Seine Karriere stand erneut an einem Wendepunkt – doch diesmal brachte er Erfahrung und Selbstvertrauen mit.
NFL-Station | Rolle | Vertrag |
---|---|---|
Green Bay Packers | Draft Pick, Offseason | 4 Jahre, 4,1 Mio. $ (Signing Bonus: 86.940 $) |
Tampa Bay Buccaneers | Practice Squad, Reserve/Future | Details nicht öffentlich |
Die Tabelle macht klar: Pratt musste sich alles hart erarbeiten. Doch genau das ist sein Markenzeichen – und sein Antrieb für die Zukunft.
Die Chance bei den Buccaneers
Heute steht Michael Pratt als Quarterback bei den Tampa Bay Buccaneers im Wettbewerb um einen festen Platz im Team. Seine Rolle: Die Coaches suchen einen zuverlässigen Backup, der im Notfall schnell übernehmen kann. Für Pratt ist das die nächste große Bewährungsprobe. Nach dem Wechsel von Green Bay und den Monaten im Practice Squad zählt jetzt nur, sich im NFL-Alltag zu behaupten.
Seine College-Zahlen sprechen für sich, aber die NFL folgt anderen Gesetzen. Pratt gilt als lernwillig, diszipliniert und teamorientiert – Eigenschaften, die Coaches schätzen. Mit knapp 1,88 Metern und rund 98 Kilogramm bringt er dazu das nötige physische Rüstzeug mit. Seine Zeit bei Tulane hat ihm beigebracht, Rückschläge wegzustecken und sich immer wieder nach oben zu kämpfen.
Die kommende Saison bietet ihm die Chance, den nächsten Schritt zu machen. Ob als Backup oder vielleicht sogar als Starter – Pratt weiß, dass jede Trainingseinheit zählt. Die Konkurrenz ist groß, doch seine Geschichte zeigt: Er gibt nie auf. Der lange Weg vom Spätstarter zum NFL-Quarterback hat ihn auf genau diese Momente vorbereitet.
Persönliches und Hintergründe
Fakten | Details |
---|---|
Geburtsort | Miami, Florida |
Größe | 1,88 m (6'2") |
Gewicht | 98 kg (217 lbs) |
College | Tulane University |
Rekorde | Erster bei Tulane in Passing Yards, Touchdowns, Passer Rating, Completion Percentage |
Abseits des Feldes bleibt Michael Pratt bodenständig. Über seine Familie ist wenig bekannt, doch seine Herkunft aus Florida und die Erfahrung als Außenseiter haben ihn geprägt. Beharrlichkeit und Lernbereitschaft sind die Stichworte, die Mitspieler und Trainer immer wieder nennen. Pratt gilt als Teamplayer, der sich nie zu schade ist, an sich zu arbeiten – auch dann, wenn die Kameras längst aus sind.
Was ihn auszeichnet, ist nicht nur sein Arm, sondern der unbedingte Wille, sich durchzusetzen. Als Rekordhalter bei Tulane hat er sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Doch für Pratt zählt nur das Hier und Jetzt – und die nächste Chance, sich in der NFL zu beweisen.
Fazit: Der lange Weg eines Spätstarters
Michael Pratt ist kein typischer NFL-Quarterback. Sein Weg führte nicht geradewegs von der High School in die Profi-Liga. Stattdessen musste er sich immer wieder neu beweisen – zuerst spät im Football gestartet, dann als College-Rekordmann und zuletzt nach einem Rückschlag bei den Packers. Heute kämpft er bei den Buccaneers um seinen Platz und steht für eine Geschichte, die in der NFL selten geworden ist: Wer dranbleibt, kann es schaffen. Der nächste Durchbruch ist für Michael Pratt keine Frage des Talents, sondern des Willens. Genau das macht ihn so interessant – und lässt Fans und Coaches gespannt auf seine Zukunft blicken.