Spencer Shrader

Position
Placekicker
Aktuelles Team
Gewicht
201 lbs
Größe
6' 2"
Age
25
College
Notre Dame

Spencer Shrader ist Kicker bei den Indianapolis Colts. Der gebürtige Hoosier hat sich nach einer turbulenten NFL-Anfangszeit in seiner zweiten Saison zum Hoffnungsträger seines Heimatteams entwickelt. Mit einem neuen Vertrag, einer perfekten Bilanz aus seiner Rookie-Saison und dem klaren Ziel vor Augen, die Nummer eins auf seiner Position zu werden, steht Shrader für eine Geschichte, wie sie die NFL immer wieder schreibt: Ein junger Spieler, der sich mit Geduld, harter Arbeit und einer Portion Lokalstolz durchsetzt.

Die Colts setzen auf Shrader, weil er mehr als nur einen starken Fuß mitbringt. Nach Stationen bei mehreren NFL-Teams und einer Rückkehr nach Indianapolis ist er nicht nur sportlich, sondern auch emotional ein Gewinn für das Team. Doch der Weg hierher war alles andere als einfach. An seinem Beispiel zeigt sich, wie ein zunächst unscheinbarer Kicker zum Hoffnungsträger einer ganzen Stadt werden kann.

Diese Entwicklung kam nicht von ungefähr. Schon früh musste Shrader lernen, Rückschläge zu verkraften – und daraus seine Motivation zu ziehen.

Die neue Chance in Indianapolis – Shrader will mehr als nur mitspielen

Seit seinem Wechsel zu den Colts kämpft Shrader um den Stammplatz als Kicker. Im aktuellen Kader duelliert er sich mit Maddux Trujillo um die Rolle des Starters. Die Trainer loben seine Ruhe, seine Routine und vor allem einen Punkt: Shrader hat schon NFL-Spiele entschieden. Mit seiner Erfahrung aus Einsätzen für gleich drei Teams in seiner Debütsaison bringt er einen kleinen Vorsprung mit. Trotzdem: Ein Selbstläufer ist sein Weg zur Nummer eins nicht. Im internen Duell zählt jeder Kick, jeder Trainingstag. Aber für die Colts ist klar – ein junger Kicker mit NFL-Nerven, der zudem aus Indianapolis stammt, bringt alles mit, was sich das Team auf dieser Position wünscht.

Für Shrader selbst bedeutet diese Chance weit mehr als nur einen Platz im Roster. Nach Jahren des Reisens, Trainings und Hoffens steht er jetzt in seiner Heimatstadt vor dem nächsten Karriereschritt. Die Erwartungen sind hoch, aber genau das treibt ihn an. Doch wie ist Shrader überhaupt an diesen Punkt gekommen?

Von Florida zurück nach Indianapolis – ein Kicker findet seinen Weg

Der Grundstein für Shrader’s Karriere wurde schon früh gelegt. Geboren in Indianapolis, wuchs er in Florida auf und fand dort seine sportliche Heimat. An der Newsome High School in Lithia entdeckte er sein Talent als Kicker – nicht gerade die klassische Football-Position, aber genau die richtige für Shrader. Schon damals zeichnete ihn eines aus: Er ließ sich nicht von Umwegen abbringen.

Nach der High School folgte der nächste Schritt: das College. Erst bei den South Florida Bulls, später bei den Notre Dame Fighting Irish, zeigte Shrader, was in ihm steckt. Seine Statistiken sprechen für sich: Über vier Jahre bei USF traf er 43 von 63 Field Goals und fast alle Extrapunkte. In seinem letzten College-Jahr bei Notre Dame kamen weitere 15 erfolgreiche Field Goals hinzu. Die Zahlen allein erzählen aber nur die halbe Geschichte. Shrader wurde als Halbfinalist für den Lou Groza Award gehandelt, eine der wichtigsten Auszeichnungen für College-Kicker. In jedem Team war er ein sicherer Rückhalt – und das, obwohl er nie zu den ganz großen Namen zählte.

College Spiele Field Goals (FGM/FGA) Extrapunkte (PAT) Punkte gesamt
South Florida 57 43/63 156/158 285
Notre Dame 13 15/22 61/62 106

Die College-Zeit war für Shrader mehr als nur eine sportliche Ausbildung. Hier lernte er, mit Druck umzugehen und sich immer wieder neu zu beweisen. Diese Eigenschaften sollten ihm in der NFL zugutekommen – denn der Sprung zu den Profis war alles andere als einfach.

Das Rookie-Jahr – zwischen Hoffnung, Rückschlägen und Durchbruch

Nach dem College unterschrieb Shrader als Undrafted Free Agent bei den Colts. Der Traum von der NFL schien greifbar, doch die Realität holte ihn schnell ein: Nach wenigen Monaten wurde er entlassen, fand sich im Practice Squad wieder. Viele Spieler geben an diesem Punkt auf – Shrader nicht. Stattdessen nutzte er jede Gelegenheit, um sich zu zeigen. Und die NFL ist ein Geschäft, das schnelle Entscheidungen und Flexibilität verlangt.

Seine Reise führte ihn in kurzer Zeit zu den New York Jets und anschließend zu den Kansas City Chiefs. In beiden Teams bekam er Einsatzzeit – und nutzte sie. Bei den Jets traf Shrader direkt beide Field Goals in seinem ersten Spiel. Der wirkliche Durchbruch kam aber bei den Chiefs: Nach einer Verletzung des Stammschützen wurde Shrader ins kalte Wasser geworfen und verwandelte ein spielentscheidendes Field Goal gegen die Carolina Panthers. Plötzlich war er kein Unbekannter mehr. Doch der Höhenflug wurde jäh gestoppt: Eine Oberschenkelverletzung zwang ihn zur Pause, der Traum schien erneut zu platzen.

NFL-Team Status Key-Moment
Colts Practice Squad / Active Roster Debüt: 3/3 PAT
Jets Active Roster 2/2 FG im ersten Spiel
Chiefs Active Roster Gamewinner vs. Panthers

Was viele nicht sehen: Gerade diese Rückschläge haben Shrader geformt. Jede Entlassung, jeder Wechsel, jede neue Chance – all das hat seinen Ehrgeiz nur noch mehr entfacht. Heute profitiert er von diesen Erfahrungen. Die Zeit bei drei verschiedenen Teams in einer Saison hat ihn abgehärtet, die Verletzung hat ihn vorsichtiger und noch fokussierter gemacht.

Zurück in Indianapolis – die zweite Chance als Hoffnungsträger

Nach seiner Reha kehrte Shrader zu den Colts zurück und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Für das Team ist das mehr als nur eine sportliche Verpflichtung. Ein Spieler, der schon in jungen Jahren NFL-Pressure erlebt hat und trotzdem immer wieder aufsteht, bringt genau die Mentalität mit, die in der NFL zählt. In seiner zweiten Saison steht Shrader erneut im Fokus – diesmal nicht als Außenseiter, sondern als Favorit im Kampf um den Stammplatz. Die Konkurrenz mit Maddux Trujillo ist hart, aber Shrader bringt alles mit, was ein NFL-Kicker braucht.

Saison Field Goals Längstes FG Extrapunkte Quote FG/PAT
2024 5/5 45 Yards 9/9 100% / 100%

Diese Bilanz spricht für sich. Kein Fehlschuss bei Field Goals oder Extrapunkten – das sind Werte, die in der NFL selten sind. Dazu kommt Shrader’s Verbindung zur Stadt. Für viele Fans ist er mehr als nur ein Kicker. Er ist der Junge aus Indianapolis, der den Sprung in die NFL geschafft hat. Privat steht Shrader auf festen Beinen: Verheiratet mit Korbin Albert, einer Spielerin der US-Frauenfußballnationalmannschaft, beweist er auch abseits des Platzes, dass Sport und Familie für ihn zusammengehören.

Mit seinen 1,88 Metern und 91 Kilo bringt Shrader die Physis für die NFL mit. Noch wichtiger aber: Er hat schon bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann. Die Colts setzen darauf, dass er diese Qualitäten jetzt auf dem höchsten Level ausspielt. Für Shrader ist das mehr als nur ein Job. Es ist die Chance, in seiner Heimatstadt eine feste Größe zu werden.

Der Blick nach vorn – kann Shrader der neue Fixpunkt der Colts werden?

Die Ausgangslage ist klar: Shrader steht am Beginn seiner zweiten NFL-Saison und hat die Chance, sich langfristig als Stammkicker zu behaupten. Das Team baut auf seine Zuverlässigkeit, die Fans hoffen auf einen Local Hero, der nicht nur auf dem Feld, sondern auch im Locker Room einen Unterschied macht. Die Konkurrenz schläft nicht, aber Shrader hat schon mehrfach bewiesen, dass er mit Rückschlägen umgehen kann.

Was bringt die Zukunft? Die Colts suchen Stabilität auf der Kicker-Position – Shrader will genau das liefern. Seine Reise von der High School in Florida über zwei Colleges bis zum NFL-Durchbruch und zurück nach Indianapolis ist schon jetzt eine der spannendsten Kicker-Storys der Liga. Sollte er die Erwartungen erfüllen, könnte er nicht nur wichtige Punkte für sein Team erzielen, sondern auch ein Vorbild für all jene werden, die in der NFL nicht den klassischen Weg gehen.

Spencer Shrader ist ein Beispiel dafür, wie viel im Profi-Football möglich ist, wenn Talent auf Willen und Heimatliebe trifft. Aus dem Undrafted Rookie ist ein Hoffnungsträger geworden – und vielleicht schon bald der Mann, auf dessen Fuß die Colts bauen.

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