Trey Knox

Position
Tight end
Aktuelles Team
Gewicht
240 lbs
Größe
6' 3"
Age
23
College
South Carolina

Trey Knox steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach seinem Wechsel vom College in die NFL, dem Positionswechsel vom Wide Receiver zum Tight End und dem Versuch, sich bei den Minnesota Vikings zu behaupten, ist der 1,91 Meter große Athlet aktuell ohne Team. Kein Vertrag, keine Rolle, gesundheitlich ein Fragezeichen – und doch bleibt sein Name in Football-Kreisen ein Synonym für Flexibilität und Kampfgeist.

Was macht einen Spieler wie Knox aus? Es ist weniger der eine große Moment als vielmehr die Summe vieler kleiner Anpassungen. Kaum ein anderer College-Spieler der letzten Jahre hat so viele Veränderungen akzeptiert, so viele neue Wege gesucht und so oft auf sich aufmerksam gemacht, ohne dabei in der NFL Fuß zu fassen. Wie kam es dazu, dass ein All-SEC-Spieler, der im College mehrfach die Richtung wechselte, im Sommer 2025 um eine neue Chance kämpfen muss?

Die Antwort liegt nicht nur in Verletzungen oder verpassten Chancen, sondern in einer Karriere, in der Anpassung zur Überlebensstrategie wurde. Knox ist der Prototyp eines Spielers, der nie aufgibt – auch wenn der Weg steinig bleibt.

Neue Wege gehen: Trey Knox und das ständige Neuanfangen

Kaum ein Spieler verkörpert das Prinzip des Neuanfangs so wie Trey Knox. Bereits im College musste er sich immer wieder neu beweisen – zunächst als Wide Receiver, dann als Tight End. Die Umstellung war kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit und der Bereitschaft, sich den Anforderungen des Teams unterzuordnen. Bei den Arkansas Razorbacks begann Knox als vielversprechender Receiver, zeigte gleich im ersten Jahr mit 28 Receptions und drei Touchdowns, dass er auf diesem Niveau mithalten kann.

Doch nach einer schwierigen zweiten Saison kam der Wechsel auf die Tight-End-Position. Für viele wäre das ein Rückschritt gewesen, Knox aber sah darin eine neue Chance. Mit 20 Receptions und seinem ersten Touchdown als Tight End legte er den Grundstein für das, was ihn heute ausmacht: Vielseitigkeit, Lernbereitschaft, Teamgedanke. Diese Fähigkeiten machten ihn auch attraktiv für andere Programme – und so folgte nach vier Jahren ein Wechsel zu den South Carolina Gamecocks.

Die Entscheidung, das College zu wechseln, war mehr als ein Tapetenwechsel. Knox suchte eine neue Herausforderung, wollte sich in einer anderen Umgebung beweisen und zeigen, dass er mehr als nur ein Rollenspieler sein kann. Bei South Carolina wurde er prompt zum Leistungsträger, fing 37 Pässe für 312 Yards und zwei Touchdowns und erhielt die Auszeichnung ins Second-Team All-SEC – ein klares Zeichen, dass er auch in einer neuen Rolle und in einer neuen Conference bestehen kann.

Diese Vielseitigkeit weckte das Interesse der NFL. Doch der Sprung in die Profiliga ist ein anderes Kaliber. Knox wurde nicht gedraftet, unterschrieb aber als Undrafted Free Agent bei den Minnesota Vikings. Dort zeigte er in der Vorbereitung, dass er auch als Profi mitziehen kann – sowohl in der Offensive als auch in den Special Teams. In zwei Einsätzen sammelte er 61 Snaps und fing seinen ersten Pass über neun Yards. Doch dann kam die Verletzung, die alles veränderte. Knox landete auf der Verletztenliste, einigten sich auf eine Abfindung – und plötzlich war die NFL-Karriere wieder offen.

Der lange Weg aus Murfreesboro: Wie alles begann

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Wer einen Blick auf Trey Knox’ Anfänge wirft, erkennt schnell den roten Faden: Schon in der High School in Murfreesboro, Tennessee, war er mehr als nur ein Positionsspezialist. Als Wide Receiver und Linebacker sammelte er in seinem Abschlussjahr 35 Receptions für 558 Yards und vier Touchdowns – und zeigte damit, dass er das Spiel aus mehreren Perspektiven versteht. Die sportliche Leidenschaft wurde ihm von seinem Vater William mitgegeben. Der durfte wegen eines Hirntumors selbst nie Kontaktsportarten ausüben, unterstützte Trey aber von Anfang an und machte Football zu einem zentralen Teil der Familie.

Nach dem Abschluss an der Blackman High School zog es Knox an die University of Arkansas. Dort warteten nicht nur größere Gegner, sondern auch der nächste Schritt in seiner Entwicklung. Schon im ersten Jahr legte er mit 28 Receptions und drei Touchdowns einen vielversprechenden Start hin. Doch die Konkurrenz war groß, die Anforderungen hoch – und so musste Knox lernen, dass Talent allein nicht reicht. Nach einem durchwachsenen zweiten Jahr kam der Positionswechsel. Der Wechsel zum Tight End war kein leichter Schritt, aber einer, der Knox’ Charakter auszeichnet: Er wollte seinem Team helfen, suchte nach Lösungen und zeigte, dass er sich nicht zu schade ist, neue Wege zu gehen.

Diese Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, zahlte sich aus. Im dritten Jahr sammelte er als Tight End 20 Receptions, im vierten Jahr steigerte er sich auf 26 Catches und fünf Touchdowns. Der Wechsel zu South Carolina war eine weitere Bewährungsprobe – und erneut ging Knox als Gewinner hervor. 37 Receptions, 312 Yards, zwei Touchdowns und die Wahl ins Second-Team All-SEC sprechen eine klare Sprache. Knox war kein Superstar, aber ein Spieler, auf den sich Coaches verlassen konnten – egal, welche Rolle er ausfüllen sollte.

Neue Chancen, neue Kämpfe: Die NFL als Härtetest

Mit dieser Erfahrung im Rücken wagte Knox den Sprung in die NFL. Der Draft blieb ihm verwehrt, doch als Undrafted Free Agent bekam er die Chance, im Profi-Football mitzumischen. Bei den Minnesota Vikings zeigte er in der Saisonvorbereitung, dass er auch auf diesem Niveau bestehen kann. 61 Snaps in zwei Einsätzen – davon die Hälfte in den Special Teams – sprechen für seine Vielseitigkeit. Doch der Weg in der NFL ist härter, die Konkurrenz größer, die Fehler weniger verzeihlich. Eine nicht näher bekannte Verletzung bremste Knox aus, die Vikings trennten sich von ihm, und plötzlich war der Traum von der NFL wieder in weiter Ferne.

Doch auch dieser Rückschlag passte ins Bild. Knox kennt das Gefühl, unterschätzt zu werden. Schon als Highschool-Spieler musste er sich gegen größere Namen behaupten, als College-Spieler den Positionswechsel meistern und als Profi um jeden Snap kämpfen. Der Umgang mit Rückschlägen gehört zu seinem Alltag. Knox bleibt dran, hält sich fit, verhandelt mit Beratern – immer in der Hoffnung, dass irgendwo in der Liga noch eine Tür aufgeht. Für einen Spieler, der sich nie auf eine Position festlegen ließ, ist das keine neue Situation. Er weiß: Wer sich immer wieder neu erfindet, gibt nie auf.

Warten auf das nächste Kapitel

Heute steht Trey Knox an einem Wendepunkt. Ohne Vertrag, mit offenem Gesundheitsstatus und der Ungewissheit, ob ein NFL-Team noch einmal anklopft, bleibt ihm nur das Training und der Blick nach vorn. Für viele wäre das ein Grund, aufzugeben. Doch Knox hat in seiner Karriere schon oft bewiesen, dass er gerade dann aufblüht, wenn andere ihn abschreiben. Die enge Verbindung zur Familie, die Erfahrungen aus der High School und das Vertrauen in die eigene Vielseitigkeit treiben ihn weiter an.

Seine College-Stationen haben ihn auf diesen Moment vorbereitet. Ob als Receiver, Tight End, Special Teamer oder Trainingsspieler – Knox hat überall Spuren hinterlassen. Die NFL ist ein Haifischbecken, in dem selbst gestandene College-Stars schnell untergehen. Doch wer wie Knox immer wieder eine neue Rolle sucht, bleibt auch für Coaches interessant. Vielleicht öffnet sich eine Tür im Profi-Football, vielleicht führt der Weg in eine andere Liga. Klar ist: Knox wird bereit sein – egal, welche Herausforderung als nächstes wartet.

Was bleibt – und was kommt?

Trey Knox steht für einen Spielertyp, der in der NFL selten geworden ist. Nicht der große Star, nicht der geborene Anführer, sondern ein Arbeiter, der sich immer wieder neu beweist. Die Fähigkeit, sich auf neue Rollen einzustellen, macht ihn wertvoll für jedes Team, das nach Tiefe im Kader sucht. Sollte sich eine neue Chance ergeben – ob in der NFL, der XFL oder anderswo – Knox wird sie ergreifen. Noch ist sein Kapitel im Profi-Football nicht abgeschlossen.

Auch abseits des Feldes bleibt Knox ein Vorbild für junge Spieler, die an sich zweifeln. Sein Weg zeigt: Es geht nicht immer um den schnellen Erfolg, sondern um die Bereitschaft, sich immer wieder zu verändern und nie aufzugeben. Das macht seine Geschichte so besonders – und hält die Hoffnung am Leben, dass sich Beharrlichkeit am Ende auszahlt.

Steckbrief Details
Geburtsdatum 14. August 2001
Herkunft Murfreesboro, Tennessee
Größe/Gewicht 1,91 m / 109 kg
Position(en) Wide Receiver, Tight End
College Arkansas, South Carolina
College-Jahr Receptions Yards Touchdowns
2019 (Arkansas) 28 385 3
2020 (Arkansas) 7 70 0
2021 (Arkansas) 20 141 1
2022 (Arkansas) 26 296 5
2023 (South Carolina) 37 312 2
Gesamt 119 1.193 11
Team Spiele Receptions Yards Touchdowns
Minnesota Vikings (Preseason) 2 1 9 0

Die Zahlen zeigen, was Trey Knox auf den Platz bringen kann – und wo er noch Potenzial hat. Im College war er ein zuverlässiger Passfänger, der in verschiedenen Rollen eingesetzt wurde. In der NFL wartet er weiter auf seinen Durchbruch. Die nächste Saison könnte zur entscheidenden Bewährungsprobe werden – oder der Start in eine neue Karriere abseits des Profi-Footballs. Eines ist sicher: Trey Knox bleibt ein Beispiel für Beharrlichkeit und den Willen, immer wieder anzupacken.

Total Stats
No Data
Spieler-Statistiken
No Data