Jalen Ramsey hat sich beim Sieg der Pittsburgh Steelers gegen die Cincinnati Bengals am 27. September das rechte Handgelenk gebrochen. Das hat der Cornerback selbst vor Reportern gesagt, und trotzdem will er schon im nächsten Spiel auflaufen: Pittsburgh trifft bei Thursday Night Football auf die Cleveland Browns, Kickoff ist in Deutschland am 2. Oktober um 2:15 Uhr. Ob Ramsey dabei ist, haben weder er noch die Steelers entschieden.
Was Jalen Ramsey über seinen Einsatz sagt
Gebrochen hat er sich das Handgelenk gleich beim ersten Drive der Bengals. Das Feld verließ er aber nicht, er stand bis zum Schluss bei jedem Snap der Defense auf dem Platz. Während des Spiels habe das Handgelenk wehgetan, sagte der 31-Jährige, inzwischen fühle es sich in Ordnung an. Am 28. September trug er nach Beobachtung von ESPN-Reporterin Brooke Pryor eine Armschlinge, am 29. September war das Handgelenk offenbar geschient oder eingegipst. Im Trainingsbericht der Steelers steht er als Limited Participant, er trainiert also nur eingeschränkt mit.
Ob er spielt, hängt für Ramsey an zwei Fragen: Kann er das Handgelenk schützen, und spielt er damit noch so gut, dass sich die Mitspieler auf ihn verlassen können? An dem Bruch selbst könne er ohnehin nichts ändern. Versuchen werde er es natürlich, sagte er. Eine Zusage gab er trotzdem nicht: „Wir werden sehen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“
Wer in der Secondary der Steelers noch fraglich ist
Auch hinter Brandin Echols steht ein Fragezeichen. Der Cornerback, der im Slot spielt, steckt seit dem Bengals-Spiel im Concussion Protocol, sein Einsatz gegen Cleveland ist ebenfalls offen.
Cornerback Joey Porter Jr. trainiert dagegen in dieser Woche zum ersten Mal voll mit, seit die Steelers ihn Ende August von der PUP List geholt haben. Er hatte eine Rückenverletzung, dazu kamen schwierige Vertragsgespräche, und auf eine Verlängerung einigten sich beide Seiten bis zum Saisonstart nicht. In den ersten drei Spielen stand er nicht im Spieltagskader, er baut noch seine Fitness auf.
Wegen der offenen Fälle könnten die Steelers laut Pryor auf Doneiko Slaughter zurückgreifen, der im Practice Squad steht, vor jedem der ersten drei Spiele aber in den Spieltagskader geholt wurde. Er käme im Slot in Frage. Mehr Spielzeit könnte außerdem Rookie Daylen Everette bekommen, der gegen die Bengals schon eingesprungen ist: Als Starting Cornerback Jamel Dean in der ersten Hälfte verletzt vom Feld ging, kam Everette ins Spiel. Dean kehrte nach der Pause zurück, Everette blieb aber im Spiel: Er übernahm neben Dean den Platz von Asante Samuel Jr. Am Ende hatte der Rookie fast die Hälfte der Snaps der Defense gespielt.
