Die Los Angeles Chargers haben ihren Ursprung 1959, als sie als Teil der American Football League gegründet wurden. Gegründet in Los Angeles zog das Team im Jahr 1961 nach San Diego. Bereits in ihrer frühen Phase trugen die Chargers maßgeblich zur Gestaltung moderner Angriffsstrategien bei und etablierten sich rasch als ernstzunehmende Kraft. Unter der Führung von Sid Gillman, einem Pionier des offensiven Passspiels, entwickelten sie Konzepte, die den Football nachhaltig veränderten. Mit dem AFL-Titel von 1963 verzeichnete die Franchise einen frühen Erfolg und zählte zu den besten Teams der AFL.
Nach dem Zusammenschluss der AFL mit der NFL wetteiferten die Chargers weiterhin mit offensiv ausgerichteten Spielsystemen um den sportlichen Erfolg. Trotz einiger Rückschläge gelang dem Team 1994 der Einzug in den Super Bowl, wo es den San Francisco 49ers gegenüberstand. Zwar blieb den Chargers der große Triumph verwehrt. Bis heute warten die Chargers auf ihren ersten Super-Bowl-Ring. Im Laufe der Jahre prägten namhafte Quarterbacks wie Dan Fouts und Philip Rivers das Offensivspiel und stellten bemerkenswerte Franchise-Rekorde auf. LaDainian Tomlinson setzte als Running Back mit seinen Rushing-Leistungen ebenfalls prägende Akzente.
Ein wichtiger Einschnitt erfolgte im Jahr 2017, als die langjährig in San Diego ansässigen Chargers ihren Standort wechselten und nach Los Angeles zogen. Damit veränderte sich ihr Marktumfeld grundlegend, und es galt, eine neue Fanbasis am neuen Ort zu etablieren, ohne die bisherigen Anhänger zu verlieren.
Die Teamphilosophie ruht auf temporeichen Angriffen, gepaart mit konsequenter Abwehrarbeit, um in einer ausgeglichenen Liga für Stabilität zu sorgen. Entsprechende Trainerpersönlichkeiten trugen durch die Jahrzehnte zur Ausprägung dieser Ausrichtung bei. Abseits des Spielfelds entwickelte sich eine Fangemeinschaft, die trotz des Standortwechsels eine robuste und vielseitige Unterstützung bietet. Langjährige Fans blieben dem Team treu, während in Los Angeles eine neue Generation hinzukam.
