Sean McVay will nach der Niederlage gegen die Buffalo Bills die gesamte Kicking-Unit der Los Angeles Rams überprüfen. Die Fehler bei Field Goals bringen eine Einheit erneut in die Kritik, in die der Head Coach bereits mehr Personal und Trainingszeit investiert hat.
Sean McVay will bei Field Goals und PATs alles prüfen
Auf die Frage nach möglichen Änderungen an seiner Kicking-Unit wurde Sean McVay nach der Niederlage gegen Buffalo deutlich: „Ja, ich werde alles überprüfen.“ Der Head Coach der Los Angeles Rams kritisierte vor allem die Ausführung bei Field Goals und PATs. Sie sei nicht annähernd gut genug gewesen und habe sein Team das Spiel gekostet. Einen Wechsel auf der Kickerposition oder im Trainerstab kündigte er dabei noch nicht an.
Harrison Mevis hatte zunächst ein Field Goal aus 50 Yards verfehlt. In der Overtime wurde sein Versuch aus 48 Yards geblockt; ein Treffer hätte den Rams den Sieg gebracht. Mevis sagte anschließend, er habe den Ball aus seiner Sicht gut getroffen und müsse sich den Versuch noch einmal ansehen. Beim Block war Greg Rousseau innen an Guard Kevin Dotson vorbeigekommen, hatte beide Hände hochgestreckt und den Ball geblockt. Die Szene zeigt, warum bei der Prüfung der gesamten Einheit auch die Protection relevant ist.
Die Rams haben bereits in ihre Special Teams investiert
Mit Bubba Ventrone als Special Teams Coordinator und Joe Cardona als neuem Long Snapper hatten die Rams in diesem Bereich bereits personell nachgelegt. McVay ließ zudem mehr Starter in den Special Teams einsetzen und räumte ihnen im Training Camp mehr Trainingszeit ein. Der zusätzliche Aufwand setzte sich in der Regular Season fort.
Bei Mevis stehen in dieser Saison fünf erfolgreiche Field Goals aus neun Versuchen. Alle Fehlversuche kamen aus mehr als 40 Yards. Der geblockte Versuch gegen Buffalo zeigt zugleich, dass sich die Fehler nicht allein an seiner Trefferquote beurteilen lassen. McVay hat eine Prüfung der gesamten Einheit angekündigt. Welche Konsequenzen er daraus zieht, ist offen.
Sean McVay kritisiert auch seinen eigenen Play Call
Sean McVay nahm sich bei der Suche nach den Ursachen ausdrücklich selbst in die Pflicht. Vor dem geblockten Field Goal ließ er Kyren Williams bei Third-and-5 an Buffalos 30-Yard-Linie laufen. Der Running Back blieb ohne Raumgewinn. Anschließend entschied sich McVay für den Kick aus 48 Yards.
McVay bedauerte danach seinen Play Call bei Third Down und die Entscheidung für das Field Goal. Er hätte mit einem besseren Spielzug eine günstigere Ausgangslage schaffen wollen, um gegebenenfalls auch den vierten Versuch auszuspielen. Dafür übernahm er die Verantwortung.
