Die Green Bay Packers haben sich mit Tucker Kraft auf vier weitere Jahre geeinigt. Rob Demovsky von ESPN berichtet das unter Berufung auf mehrere Personen, die er nicht namentlich nennt; bestätigt haben die Packers die Einigung bisher nicht. Bis zu 92 Millionen Dollar kann der Vertrag dem Tight End bringen. Die Einigung fällt einen Tag vor den Saisonauftakt der Packers am 13. September 2026. Kraft kommt dabei von einem Kreuzbandriss im rechten Knie zurück, der seine vergangene Saison nach Woche neun beendete.

Was der Vertrag von Tucker Kraft hergibt

Der Grundwert liegt bei 75 Millionen Dollar, darin steckt ein Signing Bonus von 26,5 Millionen. Den bekommt Kraft unabhängig davon, wie lange der Vertrag am Ende hält, und damit ist er die härteste Zahl, die bisher bekannt ist. Im ersten Jahr fließen 31,5 Millionen Dollar an ihn, diese Angabe stammt von Ian Rapoport vom NFL Network.

Nicht bekannt ist die garantierte Summe. Bei NFL-Verträgen entscheidet sie darüber, wie viel ein Spieler tatsächlich sieht, und ohne sie sagen vier Jahre Laufzeit wenig. Offen bleibt auch, über welche Boni sich die Lücke zwischen 75 und 92 Millionen Dollar schließen lässt. Fest steht dagegen der Jahresschnitt von 18,75 Millionen Dollar. Damit ist Kraft der Tight End mit dem dritthöchsten Gehalt der Liga.

Der Vertrag kommt nach einem Kreuzbandriss

Tucker Kraft war in der vergangenen Saison auf dem Weg zu einer Spielzeit, die nach Demovskys Einschätzung das Zeug zum Rekord für einen Tight End der Packers hatte. Bis die Verletzung ihn stoppte, hatte in der gesamten Liga nur ein Tight End mehr Touchdowns gefangen, und nur zwei hatten mehr Receiving Yards.

Operiert wurde er Mitte November, die Reha zog er in Green Bay durch. Ins Training Camp ging er auf der PUP List, ab dem dritten Übungstag stand er wieder bei Einzelübungen auf dem Feld, und am 26. August nahm er im gemeinsamen Training mit den Cardinals wieder Kontakt auf. Das alles ohne neuen Vertrag. Wer nach einem Kreuzbandriss in den Vollkontakt zurückgeht, bevor unterschrieben ist, trägt das Risiko allein.

Erzwingen wollte Kraft die Verlängerung trotzdem nicht. Er sei niemand, der einen Holdout inszeniere, sagte er Anfang September, dafür wisse er zu genau, welchen Wert er für dieses Team habe. Die Aussichten auf die Postseason seien mit ihm früh in der Saison am besten.

Ein Team, das einem Spieler nach einem Kreuzbandriss vier Jahre und einen Signing Bonus dieser Größe gibt, plant nicht für den kommenden Monat, sondern für die Jahre danach. Kraft hat dafür vorgelegt, bevor die Packers gezahlt haben.

Offiziell ist die Verlängerung damit noch nicht. Wann Green Bay sie vollzieht, steht bisher nicht fest.