Die Tennessee Titans nehmen Chris Johnson vorerst nicht offiziell in ihren Ring of Honor auf, die Ehrenliste des Klubs. Das Team teilte am 11. September mit, dass die Familie des früheren Running Backs wegen unvorhergesehener Umstände nicht rechtzeitig nach Nashville kommt. Vorgesehen war die Aufnahme zur Halbzeit des Saisonauftakts gegen die New York Jets. Die Halbzeitfeier bleibt im Programm und würdigt Johnsons Laufbahn, der förmliche Teil wird nachgeholt. Einen neuen Termin nennen die Titans noch nicht.

Was beim Saisonauftakt im Nissan Stadium bleibt

In ihrer Mitteilung schreiben die Titans, sie wüssten, wie sehr Johnson und seine Angehörigen bei der Aufnahme persönlich im Nissan Stadium dabei sein wollten, und wollen die offizielle Zeremonie deshalb später gemeinsam mit der Familie nachholen. Am 13. September steht in der Halbzeit damit das im Mittelpunkt, was Johnson auf dem Feld erreicht hat.

Welche Umstände die Reise verhindern, sagt das Team nicht. Johnson hat im Juni 2026 öffentlich gemacht, dass er 2025 die Diagnose ALS bekommen hat, eine Erkrankung des Nervensystems, bei der die Reizübertragung von den Nervenzellen auf die Muskulatur gestört ist.

Warum Chris Johnson in den Ring of Honor kommt

Johnson kam 2008 über den Draft in die Liga, die Titans zogen ihn an 24. Stelle der ersten Runde von der East Carolina University. Sechs Spielzeiten blieb er in Tennessee, und eine davon steht bis heute für ihn: Er kam 2009 auf 2.006 Rushing Yards und führte damit die Liga an. Seitdem trägt er den Spitznamen CJ2K. Mehr als 2.000 Rushing Yards in einer Saison hatten vor ihm nur O.J. Simpson, Eric Dickerson, Barry Sanders, Terrell Davis und Jamal Lewis geschafft, und die Associated Press wählte ihn in dieser Saison zum Offensive Player of the Year.

An einer Marke aus derselben Saison ist bis heute niemand vorbeigekommen. Johnsons 2.509 Yards from Scrimmage sind der Bestwert für eine einzelne Spielzeit in der NFL.